Goat Simulator 3 im Test - Seite 2
Test
Online-Koop, eine Story, eine neue Open World, noch mehr Gags und natürlich jede Menge Bugs und Glitches: Das und mehr in unserem Test zum Goat Simulator 3.
Das absolute Highlight sind aber definitiv die vielen popkulturellen Anspielungen: Wolfenstein, Fallout, Star Wars, Indiana Jones - dutzende Spiele, Filme und Serien haben in irgendeiner Art und Weise ihren Weg ins Spiel gefunden. Wer auf den örtlichen Friedhof spaziert und mit den Kirchenglocken den Imperial March spielt, wird etwa mit einem fetten Laserschwert belohnt.
Dazu schrecken die Entwickler auch nicht davor zurück, sich über alles und jeden lustig zu machen: Stinkende Hippies, beschissene Ikea-Möbel, ein größenwahnsinniger Elon Musk - jeder wird durch den Kakao gezogen. Unser persönliches Highlight: Wer den Zorn Gottes auf sich zieht, indem er die verbotene Frucht des Garten Eden angefasst, wird regelmäßig mit einer biblischen Strafe belegt. Alle paar Minuten taucht eine Hand am Himmel auf und versetzt eurem armen Paarhufer einen ordentlichen Elektroschock.
Quelle: Coffee Stain Studio
Goat Simulator 3 im Test (2)
Klar, nicht jeder Gag sitzt. Einige Pointen gehen durch die deutsche Übersetzung verloren. Warum das Haus unseres Seelen-Klempners plötzlich schrumpft, ergibt im englischen Original beispielsweise deutlich mehr Sinn. Und manchen könnte der Humor hier und da auch etwas zu plump sein. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Wir konnten uns aber ein Lachen oft nicht verkneifen. Selbst als unsere Ziege in einen riesigen Kackhaufen sprang und danach kotzen musste.
Eine Ziege macht Ziegendinge
Ebenso simpel wie der Humor: das Gameplay. Im Grunde habt ihr immer noch dieselben Moves drauf wie im Vorgänger: Ihr könnt Kopfstöße verteilen, Dinge mit eurer Klebezunge anlecken oder wild durch die Gegend blöken. Die verschiedenen Mechaniken werden aber immer wieder anders eingesetzt. Man macht es euch also nie zu einfach. Einige Aufgaben sind auch bewusst kryptisch gehalten, sodass ihr ein wenig rumprobieren müsst.
Ein Beispiel: An einer heißen Quelle müssen wir verhindern, dass eine Figur namens Steve ertrinkt. Das ist aber nicht der einzige Typ, der in dem Pool herumdümpelt, sondern einer der zehn Fische, die auch im Teich unterwegs sind!
Auch sonst ist ein wenig Eigeninitiative gefragt: Neben den auf der Karte markierten Missionen gibt es auch noch ein paar Geheimnisse, die ihr nur findet, wenn ihr mit offenen Augen und Ohren durch die Spielwelt dackelt. Oder hüpft. Oder schlittert. Oder fahrt. Oder fliegt. Die fiktive Insel San Angora bietet mit ihren sechs Arealen vom Nationalpark bis hin zur Innenstadt und einer Größe von knapp einem Quadratkilometer genug zu entdecken: Es gibt Sammelgegenstände, Rampen, über die ihr spektakuläre Stunts machen könnt, und natürlich einen Haufen an kosmetischen Items: Crocs, Bierhelme, Holzfällerhemden - eure Ziege lässt sich richtig fesch einkleiden.
Schmackhafte und zornige Ziegen
Quelle: Coffee Stain Studio
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Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, mit Credits zusätzlichen Kram freizuschalten, zum Bespiel Skins, die euch in die Haut von anderen Tierspezies versetzen. Ihr könnt San Angora also auch als Schwein, Nashorn oder Giraffe unsicher machen.
So bieten die Entwickler selbst nach Abschluss der "Hauptstory" noch Anreize, ein wenig länger dran zu bleiben. Wenn auch nicht so viel länger. Unser Spielzeit-Tracker stand am Ende der Testphase bei ungefähr zwölf Stunden, was für einen Preis von knapp 30 Euro ein absoluter ordentlicher Wert ist. Klar, wir hätten die Spielzeit noch weiter strecken können. Es gibt schließlich auch noch die sogenannten Instinkte. Das sind kleine Ingame-Herausforderungen wie "Mach einen doppelten Rückwärtssalto" oder "Lass dich dreimal von der Polizei verhaften". Irgendwann nutzt sich das Konzept des Goat Simulators aber auch mal ab.
