Ghostwire Tokyo im Test mit Video: Seite 2 - Nebenquests und Kämpfe

Test Stefan Wilhelm 53,99 €
Ghostwire Tokyo im Test mit Video: Seite 2 - Nebenquests und Kämpfe
Quelle: PC Games

Das vielleicht letzte Bethesda-Spiel auf PS5 ist da! Im Test mit Video erfahrt ihr, ob Ghostwire Tokyo ein gelungenes Abschiedsgeschenk ist.

Geistergeschichtchen

Interessanter sind da die etlichen Aufgaben, die ihr für die Geister der Stadtbewohner absolviert. Hier bekommt ihr oft kurzweilige und interessante Mini-Geschichten präsentiert: Einem auf dem Klo festsitzenden Geist liefert ihr etwa Toilettenpapier, damit er sich endlich den Hintern abwischen und seinen Seelenfrieden finden kann. Von einem anderen Tokioter erfahrt ihr von einer geheimen U-Bahnstation, die nur von einem komplett leeren Zug angesteuert wird.

Und für eine ältere Geister-Dame befreit ihr einen Glücks-Yokai aus den Fängen ihres gierigen Vermieters. Die meisten dieser Quests habt ihr allerdings in unter fünf Minuten erledigt, dementsprechend solltet ihr von den Stories und Dialogen keine große Tiefe erwarten. Und das ist ein Problem, das sich durch weite Teile des Spiels zieht: Ghostwire Tokyo geht mit interessanten Ideen an den Start, gibt sich dann bei der Umsetzung aber oft schon mit dem tiefsten Durchschnitt zufrieden.

Symbole aufdecken, Symbole abklappern: An der reichlich ausgelutschten Open-World-Formel ändert Ghostwire Tokyo nichts. Quelle: PC Games Symbole aufdecken, Symbole abklappern: An der reichlich ausgelutschten Open-World-Formel ändert Ghostwire Tokyo nichts. Am ehesten macht sich das bei Kampf- und Fortschrittssystem bemerkbar. In Haupt- und Nebenquests sowie beim Erkunden werdet ihr ständig in Gefechte mit den Besuchern verwickelt, denen ihr mit KKs magischen Fähigkeiten entgegentretet. Habt ihr den grotesken Monstern ausreichend große Löcher in den Körper geschossen, entreißt ihr ihnen mit schicken Animationen die Kerne, um eure Munition wieder aufzufüllen.

Die Grundbausteine für spaßige und anspruchsvolle Kämpfe sind eigentlich vorhanden: Wenn ihr ein Projektil durch eine Parade zum Absender zurückschickt oder dank eines Flächenangriffs mehrere Gegner gleichzeitig finishen könnt, fühlt sich das vor allem dank der knalligen audiovisuellen Effekte wirklich gut an.

Lobend wollen wir außerdem die Dualsense-Unterstützung hervorheben, über die sich nicht nur PS5-, sondern auch PC-Spieler freuen dürfen: Die Zauber und Takedowns haben unterschiedliche Widerstände in den Triggern, das haptische Feedback ist fein und präzise, und wenn ihr Münzen einsammelt, könnt ihr das Klimpern nicht nur hören, sondern durch filigrane Motorenbewegungen fast schon spüren.

Mäßig bezaubernd

Leider haben es die Entwickler aber verpasst, dem Kampfsystem auch nur einen Hauch der Tiefe zu geben, die es angesichts seines Kern-Designs eigentlich verdient hätte. Obwohl dem Spiel durch den Fokus auf Magie quasi alle Türen und Möglichkeiten offenstehen, werdet ihr mit lächerlichen drei (!) Zaubern und einem Bogen abgespeist, deren taktisches Potential ihr schon nach wenigen Kämpfen ausgeschöpft habt.

Weiter geht's auf Seite 3!

  1. Seite 1 Ghostwire Tokyo im Test mit Video: Seite 1 - Spielwelt und Charaktere
  2. Seite 2 Ghostwire Tokyo im Test mit Video: Seite 2 - Nebenquests und Kämpfe
  3. Seite 3 Ghostwire Tokyo im Test mit Video: Seite 3 - Leveln und Langweilen
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