Ghostrunner 2 ist genau, was es sein soll! - Vorschau
Special
In Ghostrunner 2 warten noch mehr knallharte Cyberpunk-Parkours darauf, von uns gemeistert zu werden. Wir haben's gespielt!
Es dauert nicht lange, bis sich der vertraute Flow einstellt: Wir kommen nach einem Wallrun in die Arena geflogen, zerhacken den ersten Feind, rutschen über den Boden, um die Geschwindigkeit beizubehalten und achten darauf, schnell wieder in die Luft zu kommen, damit wir schwerer zu treffen sind. Die meisten Widersacher stehen an festgelegten Orten, die wir uns über die Versuche hinweg einprägen, denn Gefahren zu übersehen bedeutet bei Ghostrunner meistens das Game Over. Für Spieler, die nicht mit nahezu gottgleichem Skill gesegnet sind, gestalten sich viele Szenen in Ghostrunner daher nach dem Trial-and-Error-Prinzip. Das funktioniert wie gehabt sehr gut, denn das Gefühl während des einen perfekten Runs macht die vorherigen Strapazen mehr als wett!
Währenddessen massiert natürlich wieder ein dunkler Synthwave-Soundtrack die Trommelfelle, der seit Hotline Miami zu Spielen dieser Art einfach dazugehört. Auch die Optik stimmt: Ghostrunner 2 lässt uns in einem gigantischen Cyberpunk-Moloch herumklettern, wo nur noch die Neonreklamen aus dem Smog leuchten.
Da wir schon bei Bekanntem sind: Wie in Ghostrunner 1 sind die Parcours-Elemente in den Arenen teils etwas zu magnetisch. Bei unserer Session landeten wir in einem Gebiet, das von einer riesigen Schiene durchzogen war, von der sich Jack kaum mehr wegbekommen ließ, wenn er einmal drauf war - und uns auf einer vorhersehbaren Bahn zu bewegen, macht uns zum leichten Ziel für feindliche Schützen.
Quelle: One More Level / 505 Games
Abseits davon haben wir aber nichts zu meckern: Ghostrunner 2 ist größtenteils einfach mehr Ghostrunner. Keine Revolution, sondern eine Evolution, mit neuen Parcours, Feinden und anderen Gefahren.
Wie die Entwickler die Systeme im Hintergrund verändert haben, konnten wir bei unserem kurzen Ausflug noch nicht selbst erleben, dafür haben wir aber einige Fragen gestellt.
Das Perk-System, bei dem wir im Vorgänger Tetris-ähnliche Steine auf kleinstem Raum verteilen mussten, will One More Level im zweiten Teil verändern.
Neben einigen bekannten Fähigkeiten sollen neue dazukommen, die für eine größere Individualisierbarkeit von Jack sorgen. Es sieht aber ganz so aus, als würden wir nicht direkt mit einem voll ausgerüsteten Charakter starten, sondern auch alte Skills müssen erst freigeschaltet werden. Jede Menge (kosmetische) Schwerter und Handschuhe gibt's auch wieder zu sammeln.
Ein Kritikpunkt am Vorgänger waren die ausgesprochen langsamen und oft mit öden Rätseln versehenen Cybervoid-Abschnitte, die eigentlich nur dazu da waren, uns neue Skills vorzustellen.
One More Level will auch die überarbeiten, ganz auf Entschleunigung verzichten wird das Team aber nicht. Dazu trägt auch eine Art Hub-Zone bei, in der wir uns mit anderen Charakteren unterhalten können.
In Teil eins wurde uns die Story fast nur in Audiologs und Funkgesprächen präsentiert, wodurch sie in der Highspeed-Action ganz schön unterging.
Der Umfang soll in Ghostrunner 2 doppelt so groß ausfallen, wodurch es je nach Spielstil und Können bei etwa zehn bis 15 Stunden landen würde. Dafür klingt der Startpreis von 40 Euro mehr als fair, denn wir haben schon große Lust darauf bekommen, uns an Ghostrunner 2 die Zähne auszubeißen. Das Spiel erscheint bereits am 26. Oktober 2023 für PC, PS5 und Xbox Series.
