Ghostrunner 2 ist genau das, was es sein soll: mehr Ghostrunner!
Special
Der Hardcore-Movement-Slasher Ghostrunner bekommt seine wohlverdiente Fortsetzung: In Ghostrunner 2 warten noch mehr knallharte Cyberpunk-Parkours darauf, von uns gemeistert zu werden. Wir haben's gespielt!
Frustrierend, aber richtig gut: Ghostrunner von One More Level war ein echter Überraschungserfolg. Das blitzschnelle Parkour-Spiel aus der Egoperspektive verlangte uns mit Platforming und beinharten Kämpfen ordentlich was ab und ließ den Todeszähler in schwindelerregende Höhen schießen. Umso süßer war aber auch das Gefühl, nach unzähligen Versuchen wie der Badass-Ninja vor dem Herrn durch die Levels zu rasen und Gegner im Vorbeifliegen auszuschalten.
Der Nachfolger, Ghostrunner 2 (jetzt kaufen 39,99 € ), liefert genau das, was der Name verspricht: mehr Ghostrunner. Die Entwickler halten an ihrem Erfolgsrezept fest, erweitern es hier und da und bohren den Umfang ordentlich auf. Auf der Gamescom durften wir erstmals selbst Hand anlegen - hier unsere Eindrücke nach 51 Toden in 23 Minuten! In Ghostrunner 2 übernehmen wir wieder die Kontrolle über Jack, einen ... nun ja ... Ghostrunner, der immer noch im gigantischen Dharma-Turm unterwegs ist und von seiner Gruppierung auf gefährliche Einsätze geschickt wird. Den Cyberpunk-Megakomplex dürfen wir diesmal allerdings auch verlassen, und zwar nicht mehr nur zu Fuß: Wie es sich für einen Sci-Fi-Ninja gehört, bekommt Jack diesmal auch ein Motorrad zur Verfügung gestellt, das die größte Gameplay-Neuerung darstellt.
Mit dem Bike absolvieren wir noch schnellere Hindernisparcours, auf denen wir Barrieren und Fallen ausweichen und über Sprungschanzen brettern.
Quelle: One More Level / 505 Games
Jacks Zweirad ist dabei nicht nur auf die Fahrbahn beschränkt: Im von uns gespielten Abschnitt mussten wir regelmäßig an der Wand oder sogar der Decke entlangfahren, um nicht in die Lücken in der Fahrbahn zu stürzen.
Spätestens beim Ritt durch einen kreisrunden Tunnel war es leicht, die Orientierung zu verlieren, denn die Laserfallen und Barrieren kamen in einem Affenzahn auf uns zugerast.
Das Lenkverhalten des Bikes auf der Innenseite des Tunnels ist darüber hinaus zunächst gewöhnungsbedürftig. Wie schon beim Vorgänger setzt der Lerneffekt aber schnell ein, denn respawnen geht sehr fix und vor jedem Abschnitt wird ein fairer Checkpoint gesetzt.
Quelle: One More Level / 505 Games
Ghostrunner 2 ist genau das, was es sein soll: mehr Ghostrunner! - Vorschau (3)
Neben dem Bike gab es natürlich klassische Zu-Fuß-Passagen zu spielen. Die fühlen sich für Spieler des ersten Teils sofort vertraut an, denn Steuerung und Spielgefühl sind quasi identisch. Jack ist zu Beginn mit einem Katana, Shurikens und seiner Druckwellen-Kraft ausgestattet, die er schon im Vorgänger dabeihatte.
Statt eines Doppelsprungs besitzen wir wieder einen Dash, der sich auch verzögert und in Zeitlupe auslösen lässt, damit wir Geschossen präzise ausweichen können.
In den Kampfarenen bewegen wir uns per Wallrun, Schienen-Slides und Enterhaken von Gegner zu Gegner, außerhalb hat Ghostrunner 2 nun etwa auch Stangen zum Schwingen auf Lager. Feinde sterben, wie auch wir selbst, in der Regel nach einem einzigen Treffer.
Bildergalerie
Das einfache Pistolen-Fußvolk zerteilen wir mühelos mit dem Schwert, bei dickeren Brocken müssen wir meistens erst einen Angriff parieren oder perfekt ausweichen, um sie verletzen zu können. Bei Ghostrunner 2 darf darüber hinaus auch regulär geblockt werden, allerdings nur, solange die Ausdauerleiste dafür reicht. Die volle Breitseite eines MG-Schützen einfach so wegzustecken, war damit also nicht möglich - auch das Blocken will überlegt und präzise eingesetzt werden.
