Test: Genesis Rising

Test Sascha Adermann

Organische Mutantenschiffe, Blut als anerkanntes Zahlungsmittel und eine Story, die 3.000 Jahre nach Erscheinen des zweiten Messias spielt. Wer auch immer das ist ...

Johnny Cash hat ihn besungen, wir haben ihn verursacht: einen Ring of Fire. Die Zerstörungskraft einer Drachenrakete geht in Ordnung. Johnny Cash hat ihn besungen, wir haben ihn verursacht: einen Ring of Fire. Die Zerstörungskraft einer Drachenrakete geht in Ordnung. Von Echtzeit-Strategiespielen erwarten wir actionhaltige Kampfhandlungen und abwechslungsreiche Schlachtfelder. Je mehr Kriegsparteien und Einheiten an den Gefechten teilnehmen, umso besser. Wenn das Ganze dann noch eine packende Story bietet und hübsch anzusehen ist -- prima.

Leider erfüllt das im Weltraum heimische Genesis Rising diese Ansprüche nur teilweise. Die ansehnliche Grafik mögen wir schon auf Anhieb, im Tutorial. Speziell die etwas unheimlich anmutenden, lebenden Raumschiffe namens Organiden kommen vor dem beeindruckenden Sternen-Panorama sehr gut zur Geltung. Lebende Maschinen? Das klingt ungefähr so widersprüchlich wie die Story, die offenbar mit einer Keule geschrieben wurde und zudem sehr abgegriffen rüberkommt. Die Menschheit beherrscht das Universum, das Imperium bekämpft den Widerstand, und ein Sohn sucht seinen Vater, der auf der Suche nach dem Ursprungs-Ort aller Galaxien verschollen ist ... schnarch.

Gene-Ration

Sobald Sie neue Gene erworben haben, liegen die Vorlagen im Gen-Labor zur Reproduktion bereit. Das kostet jedoch Blut. Sobald Sie neue Gene erworben haben, liegen die Vorlagen im Gen-Labor zur Reproduktion bereit. Das kostet jedoch Blut. Die Hintergrundgeschichte ist im Prinzip genau so austauschbar, wie die dazugehörigen Charaktere oder die Gene Ihrer Flotte. In der Tat modifizieren Sie Ihre organischen Sternenkreuzer. Sobald Sie neue Erbinformationen einbauen, mutiert das gewählte Flugobjekt. Ja, richtig gelesen: Ihre Raumkreuzer mutieren in Echtzeit, wenn Sie ein neues Gen einbinden. Zu Beginn ist die Datenbank im Gen-Labor noch recht übersichtlich, doch im Laufe des Spiels entdecken Sie immer neue Bausteine. Entweder Sie kaufen sich das wertvolle Material zusammen oder Sie extrahieren es aus besiegten Einheiten. Anschließend rüsten Sie Ihren Truppenverband mit den neu erworbenen Argumentationsverstärkern jederzeit auf -- etwa mit durchschlagskräftigeren Raketen.

Aber blöderweise ist diese Form des Echtzeit-Mikro-Managements nur vor einer Schlacht praktikabel. In der Hitze des Gefechts geht einfach zu viel Zeit verloren, um sein Flottengeschwader mit neuen Genen auf- oder umzurüsten. Offenbar hat der Entwickler die Zahl der Einheiten deshalb eher gering gehalten. Immerhin profitiert die Übersichtlichkeit von der Beschränkung, die Truppen nicht frei im dreidimensionalen Raum, sondern nur entlang eines Gitternetzes verschieben zu können.

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