GTA 5: Die besten Online-Erfahrungen meines Lebens
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Grand Theft Auto 5 hat mittlerweile zehn Jahre auf dem Buckel und die Welt wartet auf den ersten GTA 6-Trailer. Ich bin aber vor allem gespannt, wie es mit dem Online-Modus weitergeht. Denn an den habe ich mein Herz verloren.
Etwa ein Jahr später erschien GTA 5 für die Playstation 4 und Xbox One. Klar habe ich da auch direkt wieder zugeschlagen, denn endlich war eine höhere Auflösung da, die Lichter sahen viel besser aus, es kam die Ego-Perspektive UND "Moves Like Jagger"! Dass die Musikauswahl in GTA-Spielen grandios ist, ist wohl unumstritten. Was Rockstar Games aber für GTA 5 und GTA Online zauberte, ist der Wahnsinn. West Coast Classics, Radio Los Santos, Los Santos Rock Radio und, na klar, Non-Stop-Pop FM - ununterbrochen schalteten wir zwischen den Sendern hin und her und brüllten einander an, wenn wieder Queen mit Radio Ga Ga im Rock Radio lief oder Lady (Hear Me Tonight) bei Non-Stop-Pop erklang.
Mit dem Update kamen neue Songs dazu und jede Entdeckung war ein einziges Spektakel. Das geht so weit, dass einige Songs unmittelbar mit GTA Online und den Momenten im Spiel in Verbindung gebracht werden. Nichts kommt an das Gefühl heran, bei Nacht durch Vinewood zu fahren und im Radio Midnight City zu hören. Und selbst, wer das Spiel nie gespielt hat, weiß zumindest, dass El Sondito das seltsame mexikanische Taxifahrer-Lied ist.
Quelle: Rockstar Games
Aber natürlich steht GTA auch für die verschiedensten Missionen, Aufträge und Nebenereignisse in der offenen Spielwelt. Anfangs waren es nur wenige Missionen, die man immer und immer wieder gespielt hat. Bei mir waren es vorwiegend "Coole Meth-Ode" von Gerald und der legendäre Auftrag "Tod von oben" von Martin Madrazo. Nicht zuletzt, weil die ordentlich Kohle einspielten.
Rockstar Games schaffte es aus dem ohnehin schon umfangreichen Online-Spiel ein wahres Spektakel zu machen. Neue Wege wurden eingeschlagen. Immer mehr neue Features, Funktionen, Missionen und leider war das der Punkt, an dem mich das Spiel verlor. Mit einem Schlag kamen immer mehr Inhalte dazu. Eines meiner Lieblinge ist tatsächlich das Casino. Gelegentlich ein paar Partien Blackjack mit Freunden und danach am Glücksrad drehen, in der Hoffnung ein Auto zu gewinnen, macht noch immer Spaß.
Auch die ersten Heist-Missionen haben mich direkt begeistert. Vorbereitung, Planung und Durchführung der verschiedenen Banküberfälle ließen einige "echte" Heist-Games ziemlich blass aussehen. Doch irgendwann häuften die sich. Manche Banküberfälle fühlten sich fast schon wertlos an. Schließlich investiert man eine ganze Menge Zeit, um die große Kohle abzugreifen. Ohnehin können Heist-Missionen nur gestartet werden, wenn der Trupp-Anführer ein Luxus-Apartment besitzt. Zu Beginn der Heists war das eine kräftige Investition. Doch Stück für Stück begann das Spiel, einem die Kohle nur so hinterherzuwerfen.
Quelle: Rockstar Games
Motorrad-Clubs, Nachtclubs, eigene Firmen - das sind alles nette Ideen, doch bei mir sprang der Funke nie wirklich über. Schlimmer noch: die Möglichkeiten schreckten mich sogar ab. Am PC ließ mich recht früh dazu überreden, einen MC zu gründen. Nachdem eine Bruchbude als Hauptquartier ausgesucht war, begann die Suche nach Mitgliedern. Und das war der Punkt, an dem es nervig wurde. Klar, ist das ganz nett, mit Freunden auf ein paar Mopeds durch die Gegend zu ziehen. So richtig warf das aber keine Kohle ab. Das passiert erst, wenn man mehr Zeit und Ressourcen investiert.
Ein zweites Mal hat es mich mit den Nachtclubs erwischt. Ich habe meine Million Dollar, die ich mal wieder wegen irgendwelcher Probleme der GTA-Server geschenkt bekam, direkt in den angesagtesten Club der Stadt investiert. EINE MILLION DOLLAR. Am Tag bekomme ich aus dem Schuppen vielleicht 5000 Dollar wieder raus. Da muss ich aber so einige Tage spielen, damit sich das rechnet.
Klar, kann man dann eben die speziellen Nachtclub-Missionen machen, die sonst nicht verfügbar wären. Aber das bringt mich direkt zum nächsten Problem und den Grund, weshalb ich GTA Online bis zum Release der PS5-Fassung nicht mehr angefasst habe: Es passiert einfach zu viel im freien Modus. Egal, ob es die MCs, Clubs oder sonst welche Einrichtungen sind, alle haben ihre eigenen Missionen, die jedoch nicht wie die bekannten Kontakt-Missionen außerhalb des freien Modus passieren. Sie finden innerhalb der öffentlichen Lobbys statt und werden den Mit- oder eher Gegenspielern angezeigt. Sie wissen genau, was wir tun und werden dazu angestiftet uns zu stoppen. Das ist per se auch gar nicht so schlimm. Dafür ist es ein Online-Spiel und Interaktionen mit anderen Spielern können cool sein. Nur führte man im gleichen Zug die unfassbar nervige Opressor MK 2 ein. Das ist ein fliegendes, weniges Motorrad mit einem Maschinengewehr, explosiver Munition und Raketen. Sich wehren, war sinnlos. Das Teil zu treffen, grenzte an Glücksspiel.