Flintlock: Git Gud? Dieses Soulslike ist auch was für Neulinge!

Test Carlo Siebenhüner
Flintlock: Git Gud? Dieses Soulslike ist auch was für Neulinge!
Quelle: A44 Games

Flintlock: The Siege of Dawn will ein einsteigerfreundliches Soulslike sein. Das gelingt zwar, doch stolpert man über den fehlenden Feinschliff.

Allerdings machen die zahlreichen Möglichkeiten die Gefechte auch schnell unübersichtlich. Gerade am Anfang waren wir regelrecht erschlagen von den Möglichkeiten, aber auch später kam uns nach Gefechten immer wieder die Erkenntnis, dass wir ja auch dieses und jenes Talent hätten nutzen können.

Es knirscht im Kampf

Außerdem sind uns die Feinde einen Tick zu magnetisch. So kam es öfters vor, dass ein Gegner einen Angriff ankündigt, wir gehen mit unserem Ausweichsprung auf großzügige Distanz, aber beim Ausführen zieht sich der Feind dann auf magische Weise doch noch an uns ran. Dadurch haben wir den ein oder anderen unfairen Treffer kassiert.

In Flintlock kämpft ihr gegen finstere Götter und ihre Armeen. Quelle: Kepler Interactive Das fluffige Kampfsystem ist aber trotzdem einer der Höhepunkte von Flintlock. Beim Gegnerdesign gibt sich Flintlock sichtlich Mühe, allerdings läuft es am Ende doch nur auf Zombies oder Soldaten auf zwei Beinen hinaus. Es gibt zwar noch sehr fies designte und Spinnenangst auslösende Krabbelviecher, aber die sind eher selten.

Zumindest die großen Götter-Endbosse sind aber sehr cool designt, sowohl im Aussehen, als auch im Verhalten, und bieten eine ordentliche Herausforderung. Leider gibt es davon nur eine Handvoll im Spiel. Flintlock ist mit ungefähr 20 Spielstunden aber auch ein eher kurzes Abenteuer.

Auf dem Sprung zum Kaffeehaus

In dieser Zeit durchstreift ihr drei Gebiete. Wir sind in schneebedeckten Bergen, sonnenverbrannten Steinwüsten und gemäßigten Klimazonen unterwegs. Die Areale sind größtenteils linear, geben durch ihr vertikales Design trotzdem Raum zum Erkunden. Auch hier spielt wieder das agile Movement mit rein, denn durch unseren Pulversprung können wir auch weiter entfernte Plattformen erreichen.

Flintlock: Git Gud? Dieses Soulslike ist auch was für Neulinge! Quelle: A44 Games Wo es in Soulsbornes Türen und Leitern gibt, die Abkürzungen eröffnen, finden wir in Flintlock immer wieder Dimensionsrisse. Mit denen katapultieren wir uns im Affenzahn quer durch die Spielwelt, was ebenfalls zum tollen Bewegungsgefühl beiträgt. Grundsätzlich wird das Erkunden mit Ressourcen oder Ausrüstung belohnt, allerdings haben wir auch immer wieder mal Ecken gefunden, in denen es nichts zu finden gab.

In den Gebieten warten auch immer wieder besetzte Siedlungen. Hier hauen wir einen Boss um und machen die Dörfer so wieder bewohnbar. Das eröffnet uns das lokale Kaffeehaus, wo uns die cool designten Hosts als Belohnung die Anzahl unserer Heilflaschen erhöhen und uns auch Nebenquests anbieten.

Ebenfalls nett ist das eigene Lager. Das erweitert sich mit fortschreitender Spielzeit um neue Zelte, Karren und Tiere. Das gibt einem ein kleines Fortschrittsgefühl, spielerisch relevant ist es jedoch nicht. Das gilt auch für das In-Game-Brettspiel Sebo, das sich die Entwickler ausgedacht haben und auf das sie wohl ziemlich stolz sind. Es ist egal, wo wir in der Welt hingehen, denn selbst in der hinterletzten Höhle sitzt garantiert irgendwo jemand, der mit uns eine Runde Sebo spielen will.

Der Feinschliff fehlt

Technisch läuft Flintlock grundsätzlich rund. Ein bisschen Feinschliff hätte dem Ganzen aber doch noch gutgetan. Das fängt bei der Technik an. Vereinzelt hatten wir auf der Xbox Series X stotternden Sound und einmal ist uns das Spiel in einer Zwischensequenz komplett abgestürzt. Die Probleme sind den Entwicklern allerdings bekannt und sollen mit Patches behoben werden.

Wertung zu Flintlock: The Siege of Dawn (XSX)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Flintlock: The Siege of Dawn (PS5)

Wertung:

7.0 /10
Fazit

Flintlock will in einem frischen und spannenden Setting viele gute Ideen verpacken. Dummerweise geht der Schuss aber bei einigen nach hinten los.

Vielleicht hätte man mit etwas mehr Luft aber auch die letzten Versäumnisse im ansonsten sehr spaßigen Kampfsystem ausräumen können. Auch beim World Building und der Geschichte wäre mit etwas mehr Entwicklungszeit sicherlich noch sehr viel mehr drin gewesen. Das Setting ist schließlich erfrischend anders. Flintlock lockt also mit vielen frischen und spannenden Ideen, von denen aber leider eine Menge nicht ganz bis zu Ende gedacht wurden. So bleibt unterm Strich ein zwar spaßiges Soulslite, bei dem allerdings immer irgendwo ein kleines oder großes "Aber" mitschwingt.

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