Fire Emblem Warriors: Three Hopes im Test - Aller guten Dinge sind drei

Test Annika Menzel Michael Grünwald
Fire Emblem Warriors: Three Hopes im Test - Aller guten Dinge sind drei
Quelle: Nintendo

Fire Emblem Warriors: Three Hopes lädt euch zu Massenprügeleien mit bekannten Charakteren aus der Welt von Three Houses ein. In unserem Test verraten wir euch, ob der Musou-Ableger überzeugen kann oder er lieber den strategischen Rückzug antreten sollte.

Vor drei Jahren erschien das Strategie-Rollenspiel Fire Emblem: Three Houses und begeisterte nicht nur durch das taktische Kampfsystem, sondern vor allem durch eine spannende Geschichte und die tiefgründigen Charaktere. Durch die Entscheidung, welchem der Häuser ihr folgt, verändert sich dadurch die Perspektive, aus der ihr das Abenteuer erlebt. Ab dem 24. Juni 2022 dürft ihr euch nun erneut nach Fódlan begeben, allerdings erwarten euch dieses Mal ganz andere Herausforderungen.

In Fire Emblem Warriors: Three Hopes (jetzt kaufen 36,00 € ) prügelt ihr euch in bester Musou-Manier mit den rivalisierenden Häusern in einer von Three Houses losgelösten Geschichte. Obwohl es sich um dieselben Charaktere und die altbekannte Welt handelt, hat die Handlung nicht mehr viel mit den bisherigen Geschehnissen zu tun. Es ist also egal, ob ihr treue Fans seid oder einfach mal wieder Lust auf einige Hack-and-Slay-Schlachten habt. Wie sich die Schüler der Militärakademie in dem neuen Titel schlagen und ob wir es mit weiterem Warriors-Einheitsbrei zu tun haben, erfahrt ihr in unserem Test.

A Tale of Three Houses

Verkehrte Welt: Diesmal spielt ihr nicht Byleth, sondern steht ihm im Kampf gegenüber. Quelle: PC Games Verkehrte Welt: Diesmal spielt ihr nicht Byleth, sondern steht ihm im Kampf gegenüber. Der erste Unterschied zwischen den beiden Titeln wird bereits bei der Spielfigur deutlich. Es ist nicht Byleth, dessen Geschichte wir verfolgen, sondern die von Shez. Der wahlweise männliche oder weibliche Hauptcharakter ist ebenfalls Söldner, steht allerdings mit Jeralt und dem berüchtigten Bleichen Dämon auf Kriegsfuß. Damit ist kein geringerer als der frühere Protagonist gemeint, der nun als euer Gegenspieler auftritt.

Es gibt trotzdem Parallelen zur Geschichte von Three Houses. Die Tatsache, dass Shez von einer Art Gottheit namens Arval begleitet und beschützt wird, erinnert an das Verhältnis von Byleth und Sothis. Wie schon im letzten Spiel brauchen die drei Haussprecher Edelgard, Dimitri und Claude zu Beginn eure Hilfe, da sie von einer Gruppe Banditen verfolgt werden.

Nachdem euch diese Ehre zuteilwurde, sollt ihr die Truppe zur Militärakademie von Garreg March begleiten. Mehr oder weniger freiwillig schließt ihr euch also an und fristet fortan ein Dasein als Schüler anstatt eines Söldners; zumindest für kurze Zeit.

Natürlich dürft ihr euch wieder für eines der Häuser entscheiden, in denen euch die bereits bekannten Charaktere erwarten. Es gibt jeweils eine Gruppe für die drei Länder auf dem Kontinent Fódlan, weshalb die Schüler entsprechend ihrer Herkunft eingeteilt werden. Da ihr nicht direkt zu einem von ihnen gehört, wird euch die Wahl überlassen.

Die Schwarzen Adler aus dem Kaiserreich Adrestia werden von Edelgard angeführt, die Blauen Löwen aus dem Königreich Faerghus folgen Dimitri und die Goldenen Hirsche aus der Allianz von Leicester leitet Claude.
Jedes der drei Häuser sieht sich zu diesem Zeitpunkt mit seinen eigenen Problemen konfrontiert. In der Hauptstadt des Kaiserreichs gibt es Unruhen, im Königreich herrscht Streit um die Thronfolge und die Allianz wird von einem Nachbarland angegriffen. Der Prolog endet mit der Schließung von Garreg March, damit die Haussprecher in ihre jeweilige Heimat zurückkehren und sich dort um die Bedrohungen kümmern können.

Das Herzstück des Spiels ist das Warriors-Kampfsystem, bei dem ihr Horden an Gegnern dem Erdboden gleichtmacht. Quelle: PC Games Das Herzstück des Spiels ist das Warriors-Kampfsystem, bei dem ihr Horden an Gegnern dem Erdboden gleichtmacht. Nach einem Zeitsprung von zwei Jahren startet dann die eigentliche Handlung von Fire Emblem Warriors: Three Hopes, die vor allem als Rahmen des Schlachten-Gameplay fungiert. Zu diesem Zeitpunkt geht das Spiel im Grunde erst richtig los. Kurz gesagt: Es herrscht Krieg in ganz Fódlan.

Gegnergemetzel und Eroberungseuphorie

Je nachdem, für welches Haus ihr euch zuvor entschieden habt, bekommt ihr den Konflikt aus einer anderen Perspektive mit. Da alle drei Reiche involviert sind, müssen sich sämtliche bekannte Charaktere ebenfalls mit den Geschehnissen auseinandersetzen. Nach der Schließung der Militärakademie folgt ihr dem Ruf eures Haussprechers und übernehmt nach Kriegsbeginn den Posten eines Kommandanten.

Von da an heißt es kloppen, was das Zeug hält, allerdings mit taktischem Geschick im Hintergrund. Das Geschichtsgerüst liefert regelmäßige Gründe, sich in die nächste Schlacht zu stürzen. Auch wenn die Handlung sich hauptsächlich um das Initiieren der Auseinandersetzungen dreht, bleibt sie glaubwürdig und wartet mit der einen oder anderen Überraschung auf.

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