Final Fantasy 16: So viel Game of Thrones steckt wirklich drin!
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Game of Thrones war eine klare Inspirationsquelle für Final Fantasy 16. Aber wie viele Referenzen stecken denn nun wirklich drin? Hier erfahrt ihr es.
Die Hauptcharaktere: Der ungeliebte Sohn, der verschollene Bruder und die intrigante Mutter
Deutlich konkretere Parallelen gibt's dagegen bei einigen wichtigen Figuren im Spiel, allen voran beim Protagonisten, Clive Rosfield. Der hat einiges mit einer der Hauptfiguren von Game of Thrones gemeinsam, nämlich Jon Snow. Beide Figuren sind ein Stück weit die Außenseiter in ihren Familien, beiden wird diese Rolle vor allem von ihren Müttern zugeschrieben, während der Vater tatsächlich väterlich mit ihnen umgeht. Beide bekommen als Kinder einen treuen Wolf als Begleiter, der auch Jahrzehnte später noch mit ihnen unterwegs ist. Beide Figuren hegen distanzierte, aber herzliche Beziehungen zu ihren Onkeln. Nicht zu vergessen die optischen Ähnlichkeiten, denn beide sind in schwarzen Rüstungen mit langen Umhängen unterwegs, kämpfen mit Einhandschwertern und haben eine schwarze, stets verwuschelte Mähne.
In FF16 erfüllt Clives Bruder Joshua eine ähnliche Rolle, wie Bran Stark in Game of Thrones: Er wird trotz seiner besonderen Kräfte als schwach und gebrechlich dargestellt und stirbt scheinbar schon früh in Geschichte, nur um später irgendwo fernab seiner Familie wiederaufzutauchen.
Quelle: Square Enix
Beiden wird trotz ihrer körperlichen Schwächen eine gewaltige Verantwortung auf die Schultern gelegt, immerhin sind sie es, die das größte Übel der Welt am genauesten kennen. Bei GoT sind das der Nachtkönig und seine weißen Wanderer. In FF16 jagt Joshua dem Oberbösewicht Ultima hinterher, der seine Pläne schmiedet und eine Armee aus Akasischen Zombies heranzüchtet, während sich die politischen Herrscher noch gegenseitig die Ländereien streitig machen.
Clives Vater, Elwin Rosfield, erleidet ein ähnliches Schicksal wie Eddard Stark in GoT. Er ist ein guter, gerechter Mann, den eine Intrige schon früh in der Story buchstäblich den Kopf kostet. Die restliche Familie wird durch dieses traumatische Ereignis in alle Winde verstreut und findet erst viele Jahre später wieder zusammen.
Clives Mutter Annabella ist am ehesten mit Cersei Lannister zu vergleichen. Sie hat bei diversen politischen Intrigen, unter anderem der, die scheinbar die Familie Rosfield auslöscht, ihre Finger im Spiel. Sie ist eine grausame, hasserfüllte Herrscherin, unter deren Fuchtel vor allem die Träger, also Magiebegabte, die sie als Menschen zweiter Klasse ansieht, zu leiden haben. Während sie ihren Lieblingssohn Joshua wegen seiner Verbindung mit der Esper Phönix mit Adleraugen bewacht, hat sie für Clive nur Verachtung übrig.
Quelle: Square Enix
Nachdem Joshua scheinbar stirbt, installiert sie ihren neuen Sohn Olivier auf dem Thron von Sanbrèque, dem mächtigsten Land des westlichen Kontinents von Valisthea. Der ist aber eigentlich nur eine Marionette, damit sie selbst regieren kann. Wenn ihr sonderbarer Sohn gezeigt wird, der scheinbar den ganzen Tag nur auf ihrem Schoß herumhängt, werden auch unangenehme Erinnerungen an Lysa Arryn und deren Sohn Robin aus GoT wach.
Und apropos unangenehm: Annabellas Beziehung zu Clives Vater Elwin ist inzestuös, da es sich um Cousin und Cousine handelt. Annabella ist sehr auf die Reinheit der Phönix-Blutlinie bedacht, was auch ein Grund dafür ist, dass sie ihren Sohn Clive, der nur einen Teil der Phönixkräfte in sich trägt, so verabscheut.
Noch mehr Figuren, noch mehr Referenzen
Als einer der liebenswertesten Charaktere aus Game of Thrones hat auch Hodor sein Äquivalent in Final Fantasy 16. Der sanfte Riese heißt hier Götz und kann im Gegensatz zu seinem Vorbild nicht nur seinen Namen, sondern ganze, wenn auch sehr kindlich geschriebene Sätze sagen.
Einer der (im wahrsten Sinne des Wortes) größten Bösewichte in der ersten Spielhälfte ist Hugo Kupka. Als Dominus der Faustkampf-Esper Titan liegt ihm viel an seinen Händen, weswegen es natürlich naheliegt, dass wir ihm bei unserem ersten Duell direkt beide abschlagen. Danach werden ihm zwei stählerne Hände als Prothesen verpasst und wir müssen ihm in einer sehr bitteren Sequenz dabei zusehen, wie er versucht, mit ihnen zu essen.
Zudem ist er hoffnungslos in eine Frau namens Benedikta verliebt, die sich aber offenbar auch zu anderen mächtigen Männern ins Bett legt, wenn sie sich davon einen taktischen Vorteil verspricht. Benedikta bezeichnet Kupka in einem Dialog als "ihren Löwen", was in Game of Thrones das Wappentier der Lannisters ist, zu denen unter anderem Jamie Lannister gehört. Auch der war in die falsche Frau verliebt, auch der verlor seine Hand und auch ihm haben wir schon dabei zugesehen, wie er sich danach mit einer Stahlprothese abmühen musste.
Quelle: Square Enix
Dion Lesage wäre der eigentliche Thronfolger des Hauses Sanbrèque, wenn Cersei Annabella nicht ihren jüngsten Sohn auf den Kaiserstuhl geschmuggelt hätte. Weil er der Dominus der Drachen-Esper Bahamut ist, bricht buchstäblich die Hölle los, als ihm wegen dieser Ungerechtigkeit irgendwann die Sicherungen durchbrennen. Ziel seines Zorns ist genau die Stadt, die er eigentlich regieren wollte: Die Kaiserstadt Dichasia wird, wie King's Landing von Daenerys, von Dions Drachen abgefackelt. Und zwar in Szenen, die teils wie eins zu eins aus der entsprechenden GoT-Episode aus Staffel acht, "The Bells", übernommen wirken.
Das waren nun alle Referenzen und Parallelen, die wir in Final Fantasy 16 entdeckt haben, vermutlich ist uns aber trotzdem noch manches durch die Lappen gegangen. Habt ihr Game of Thrones gesehen und Final Fantasy 16 schon gespielt? Dann schreibt uns doch gerne in die Kommentare, was euch im Spiel sonst noch an GoT erinnert hat!
