Mit Fata Deum schickt sich ein kleines deutsches Studio an, in die Fußstapfen von Black & White und anderen Göttersimulationen zu treten. Ob es an die Klassiker rankommt, haben wir uns im Early Access angesehen.
Als Gott die Geschicke der Menschen beeinflussen, die Welt nach der eigenen Vorstellung formen und die Ungläubigen mit mächtigen Zaubern abstrafen - diese Fantasie erfüllten einst Populous und Black & White auf unterhaltsame Weise. Doch dann ist es lange still geworden um Göttersimulationen - von ein paar Nischenablegern mal abgesehen. Daran möchte das kleine, deutsche Entwicklerstudio 42 bits Entertainment mit Fata Deum nun was ändern.
In diesem Artikel
Auch hier verkörpern wir einen mächtigen Gott, beeinflussen die Bewohner auf verschiedenen Maps und legen uns mit den KI-Göttern an. Gleichzeitig widmen wir uns auch dem Auf- und Ausbau von Dörfern und Städten und sorgen für eine ordentliche Wirtschaft in unserem Reich. Und selbstverständlich liegt es in unserer Entscheidung, ob wir dabei nett oder fies sind. Wir haben uns im Early Access als virtueller Gott ausgetobt und verraten euch, wieso Fata Deum leider nicht mit den großen Vorbildern mithalten kann - zumindest bisher.
Quelle: PC Games
Mit unserer göttlichen Macht können wir die Menschen beeinflussen. Zum Beispiel, um sie produktiver zu machen oder gemütlicher.
Du bist Gott und das ist deine Welt
Eine Kampagne wurde im Zuge der Kickstarter-Finanzierung zwar versprochen, ist aktuell aber noch nicht im Spiel. Stattdessen wählen wir zu Spielbeginn aus vier verschiedenen Karten und einigen Anpassungsmöglichkeiten für ein Freies Spiel. Wobei vieles davon erst freigeschaltet werden muss - zum Beispiel höhere Schwierigkeitsgrade, größere Maps und Spaßmodi wie geringe Gravitation und ein Zombie-Modus.
Wer es klassisch mag, kann entscheiden, wie stark die Welt bereits zu Beginn ausgebaut ist und mit welchen der vier Götter-KIs er sich anlegen möchte. Jede der CPU-Spieler hat einen eigenen Charakter und reagiert während einer Partie immer wieder auf unsere Handlungen. Fertility schätzt gute Götter und Wachstum, Pleasure steht drauf, wenn die Einwohner ein unterhaltsames Leben haben, Deceit dreht gern krumme Dinger und Violence... naja, das ist wenig überraschend der wirklich böse Gott, der seine Untertanen schindet, wo es nur geht. Ihr könnt aber auch ganz alleine ohne KI spielen.
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Kein Gott ohne Gläubige
In der Welt von Fata Deum angekommen, starten wir mit einer kleinen Siedlung und einer Hand voll Anhänger. Wie jeder gute Gott weiß, geht es dann erst mal darum, seine Anhängerschar fleißig zu erweitern. Denn je mehr Leute an uns glauben, desto mehr Mana erhalten wir, um Zauber zu wirken. Wie in Black & White können wir dabei frei entscheiden, ob wir gute Taten vollbringen, die Leute in Angst und Schrecken versetzen oder eine Mischung aus beidem anstreben.
So können wir zu Beginn etwa Liebe verbreiten, um noch neutrale Anhänger auf unsere Seite zu ziehen. Haben wir mindestens die Hälfte aller Einwohner einer Siedlung oder Stadt zu Gläubigen konvertiert, gehört sie zu uns. Dann können wir dort auch Gebäude bauen und andere Aktionen ausführen.
Tag und Nacht
Und hier kommt der Tag-Nacht-Wechsel ins Spiel. Tagsüber gehen wir dem üblichen Götterhandwerk nach. Bäume ausreißen, um Holz für unsere Leute zu sammeln, Anhänger manipulieren, um ihnen neue Kraft zu geben oder ihre Arbeitseffizienz zu steigern oder dafür zu sorgen, dass sie sich ineinander verlieben. Wenn die Sonne aber am Horizont verschwunden ist und die Nacht einbricht, schaltet Fata Deum in einen Rundenmodus.
Dann haben wir alle Zeit der Welt und können nicht nur einzelne Bewohner manipulieren, sondern ganze Siedlungen und Städte. Indem wir ihre Träume beeinflussen, sorgen wir dann beispielsweise dafür, dass sie am nächsten Tag Rohstoffe an Nachbarsiedlungen senden. Oder wir lassen sie extra Schichten arbeiten. Dadurch gibt's mehr Rohstoffe, aber unsere Leute werden schneller müde und verlieren irgendwann sogar an Lebensenergie. Oder wir stiften sie dazu an, Soldaten auszusenden, um ihre Nachbarn zu plündern. Auf der nächsten Seite klären wir unter anderem, wie viel Black & White in Fata Deum steckt und welche Schwächen es bisher noch hat.