Farlands im Early-Access-Check - Wie sieht's aus mit einem Space-Stardew-Valley?

Special Hendrik Franke Stefan Wilhelm
Farlands im Early-Access-Check - Wie sieht's aus mit einem Space-Stardew-Valley?
Quelle: JanuSoft

Mit Farlands startet mal wieder eine neue Farming-Sim in den Early Access auf Steam. Die Pixelgrafik lässt sofort an Stardew Valley denken, aber hat das Spiel auch etwas Eigenes zu bieten? Wir haben's uns vorab angesehen!

Was die Reise zu den anderen Planeten allerdings ein wenig verlangsamt und damit auch nervig macht, ist das Aufladen der Brennstoffzellen. Das besteht aus Ressourcensammeln und Bäume fällen, wobei hier wieder die Stamina dafür sorgt, dass wir nicht so viel machen können, wie wir wollen. Pro Tag können wir mit Glück vielleicht zwei von den Zellen aufladen und pro Reise verbrauchen wir dann auch mindestens eine davon. Das bedeutet, dass besonders am Anfang wohlüberlegt sein sollte, wo wir hinreisen.

Später, wenn wir Ressourcen haben, wird das Reisen dann aber deutlich entspannter, da wir Antrieb und Anzahl der Zellen verbessern und auch ganze Zellen mit besonderen Erzen aufladen können.

Die NPCs sind nur Statisten

Es gibt viele NPCs, besonders auf Terbin. Die Händler reden mit uns und verkaufen ihre Waren, aber die meisten anderen NPCs sind bis jetzt leider nur Statisten. Die haben auch nicht mehr als drei bis fünf Sätze auf Lager, die dann zufällig wiederholt werden. Oola und Hunter bilden schöne Ausnahmen, da man mit denen längere Gespräche führen kann und hier auch eine echte Story erkennbar ist.

Mit den Bewohnern der Planeten lassen sich dementsprechend auch keine Beziehungen bilden, wie es bei anderen Genre-Vertretern üblich ist, wodurch wir den Großteil unseres Daseins allein fristen. Dabei hilft nicht, dass manche NPCs noch auf Spanisch mit uns sprechen, da noch nicht alles auf Deutsch übersetzt wurde.

Ein Blob-Monster winkt aus einem Verkaufswagen. Quelle: JanuSoft Die Einsamkeit wird besonders auf unserem Heimatplaneten deutlich, da nur wir und ein kleiner Roboter hier leben. Montags, mittwochs und freitags kommen zwar zwei Händler vorbei aber auch die haben über das normale "Willst du was kaufen?" hinaus nicht wirklich etwas zu sagen.

Unser Roboter ist also der einzige wirkliche Wegbegleiter, den wir auf unserem Planeten haben. Er ist aber keine Navi aus Zelda, sondern existiert nur am Raumschiff, um uns Tipps zu geben und generelle Mechaniken zu erklären.
Allerdings suggerieren Ausschnitte aus der Steam-Seite, dass man im vollendenten Spiel wohl mehr mit den NPCs interagieren können wird.

Gravierende Bugs

Was wirklich nervig ist, sind Bugs, von denen einer das Spiel zum jetzigen Zeitpunkt so gut wie unspielbar machen kann. So wurden uns in zwei verschiedenen Spielständen in der Nacht einfach die Verkaufstruhe weggenommen und es gab keine Möglichkeit diese irgendwie wiederzuholen.

Wir hatten also zwei Optionen: entweder den Spielstand weiterführen, ohne die Möglichkeit je wieder Geld zu verdienen oder aber den Spielstand aufgeben und einen neuen anzufangen, in der Hoffnung, dass das nicht nochmal passiert.

Hinzu kommt dann auch noch ein kleinerer Bug, der manche Tutorial-Texte zurücksetzt. Das bedeutet, dass wir gerne mal wieder das Raumfahren komplett neu erklärt bekommen oder sich manche Händler sich nochmal neu vorstellen. Das ist allerdings nicht wirklich störend im Vergleich zu der verschwundenen Verkaufstruhe.

Was also ist Farlands?

Mit Farlands bekommen wir einen kleinen süßen Lebenssimulator im Stardew-Valley-Stil, wobei vor allem darauf geachtet wurde, das Setting zu verändern. Ansonsten lässt sich Farlands in vielen Bereichen mit dem Vorbild vergleichen. Wenn ihr also Stardew Valley liebt, aber mal was anderes in einer sehr ähnlichen Richtung ausprobieren wollt, könnte Farlands das Richtige für euch sein.

Fazit

Nettes Einsteiger-Spiel für Farming-Sims mit einem etwas anderen Setting – allerdings ist in der Early-Access-Phase noch einiges an Arbeit nötig.

Auch für die von euch, die noch nichts in dieser Art gespielt haben, könnte Farlands ein guter Einstieg sein, da das Gameplay hier ein wenig simpler ist, aber trotzdem gut widerspiegelt, was das Genre ausmacht. Trotzdem hat Farlands noch ein paar größere Startschwierigkeiten. Wegen des Verkaufstruhen-Bugs würden wir auf alle Fälle empfehlen, vielleicht noch einen Patch abzuwarten, bevor ihr direkt am 24. Juli eure kleine Spacefarm eröffnet. Transparenzhinweis: Die Early-Access-Fassung von Farlands wurde uns für diesen Artikel vom Entwickler zur Verfügung gestellt.

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