Far Cry 6: Wie viel Neues steckt tatsächlich drin?

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Far Cry 6: Wie viel Neues steckt tatsächlich drin?
Quelle: Ubisoft

Während sich die Story von Far Cry 6 um den Sturz eines Diktators dreht, zeigt sich das Gameplay auf den ersten Blick nicht besonders revolutionär. Stattdessen scheint Ubisoft bei dem Open-World-Shooter größtenteils wieder nach Schema F zu verfahren. Ein paar Neuerungen haben es aber tatsächlich ins Spiel geschafft, wir stellen euch die wichtigsten mal etwas näher vor.

Ist doch eh wieder dasselbe wie die letzten fünf Male! Diesen Vorwurf hörte man rund um den Gameplay-Reveal von Far Cry 6 ziemlich häufig. Und tatsächlich: Entwickler Ubisoft wird auch im sechsten Hauptteil der Shooter -Serie größtenteils an seiner bewährten Formel festhalten: eine riesige vollgepackte Open World, actiongeladene Ballereien und eine Story, die sich um einen charismatischen Bösewicht dreht. Das kennt man so alles bereits zur Genüge. Ein paar Dinge sind aber wirklich neu. Wir stellen euch die wichtigsten Änderungen daher mal im Video vor.

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Das Setting

Die von Kuba inspirierte Spielwelt versprüht wunderbares Karibik-Flair. Quelle: Ubisoft Die von Kuba inspirierte Spielwelt versprüht wunderbares Karibik-Flair. Wir fangen mal mit der offensichtlichsten Neuerung an: dem Setting. Hier haben sich die Macher von Ubisoft Toronto ein wenig von Teil drei inspirieren lassen, es geht also wieder auf eine Insel. Statt nach Rook Island verschlägt es euch allerdings nach Yara - ein fiktives Eiland in der Karibik, das stark von Kuba inspiriert wurde. Wie sein reales Vorbild ist auch der Schauplatz von Far Cry 6 (jetzt kaufen 59,99 € / 53,99 € ) so ein wenig in der Zeit stehen geblieben: Auf den Straßen fahren immer noch die Oldtimer aus den 60ern herum, und auch politisch zeigt man sich eher rückständig. Mit Anton Castillo - gespielt von Breaking-Bad-Star Giancarlo Epsosito - sitzt ein diktatorischer Alleinherrscher auf dem Thron, der das Land fest im Griff hat. Noch. Denn auf Yara hat sich bereits eine revolutionäre Widerstandsbewegung gegründet, die das Regime mit aller Macht stürzen will.

Diese packende Ausgangslage verspricht natürlich nicht nur richtig schicke, tropische Umgebungen mit Urlaubsflair. Auch spielerisch bietet Yara einige Neuheiten: Als Teil einer Rebellenarmee setzt ihr etwa vermehrt auf Guerilla-Kriegsführung, greift versteckt aus dem Untergrund an oder sabotiert eure Gegenspieler. Das verleiht Far Cry nochmal eine komplett neue Note.

Ein sprechender Held

Im Gegensatz zu eurem namenlosen Protagonisten aus Far Cry 5 hat Dani Rojas endlich wieder eine Stimme! Quelle: Ubisoft Im Gegensatz zu eurem namenlosen Protagonisten aus Far Cry 5 hat Dani Rojas endlich wieder eine Stimme! Passend zum neuen Setting, ändert Ubisoft Toronto auch nochmal ein wenig die Erzählweise, genauer gesagt: Wie euer Protagonist Dani Rojas in der Geschichte auftritt. Far Cry 5 sowie dessen Spin-off Far Cry: New Dawn setzten zuletzt nämlich auf eine stumme Hauptfigur. Die ließ sich immer regungslos eine Bulette ans Ohr quatschen und nahm jeden noch so dummen Spruch schweigend zur Kenntnis. Das sorgte nicht nur für teils seltsam unnatürliche Situationen, sondern wirkte zudem auch noch unfassbar langweilig. Euer Rookie Cop war nicht mehr als eine identitätslose austauschbare Hülse, ohne Innenleben oder eigene Motivation.
Im neuesten Serienableger geht es nun glücklicherweise zurück zu alten Tugenden: Wie einst auch Jason Brody oder Ajay Ghale aus Teil 3 und 4, wird Dani Rojas wieder komplett vertont sein! Und das sogar in doppelter Version, schließlich dürft ihr zu Beginn des Spiels wählen, ob ihr lieber einen Helden oder eine Heldin spielen wollt!

Guerilla Rides

Der Fuhrpark in Far Cry 6 ist ziemlich umfangreich, vom Oldtimer bis hin zum Buggy ist alles dabei. Quelle: Ubisoft Der Fuhrpark in Far Cry 6 ist ziemlich umfangreich, vom Oldtimer bis hin zum Buggy ist alles dabei. Dass man die riesige Open World nicht nur zu Fuß, sondern auch per Fahrzeug erkunden kann, ist in der langen Far-Cry-Tradition natürlich längst nichts Neues mehr. Mit der Nachricht, dass ihr im sechsten Teil erneut diverse Autos, Boote und Flugzeuge kapern könnt, wird man also niemanden hinterm Ofen hervorlocken können. Deutlich spannender ist da wohl die Ankündigung der sogenannten "Guerilla Rides" - persönlicher Fahrzeuge, die ihr ganz nach euren eigenen Vorstellungen anpassen dürft. Das gilt sowohl für ihr Aussehen, als auch ihre Ausrüstung. Ihr könnt euren Oldtimer also mit einem fetten, feuerspuckenden Auspuff ausstatten oder eine Minigun aufs Dach schrauben. Das klingt nach jeder Menge Spaß, zumal sich eure Fahrzeuge - ähnlich wie in GTA Online - wohl auch an jeden beliebigen Auto auf der Karte liefern lassen.

Supremos

Mit den Supremos habt ihr eine handliche Kriegsmaschine auf dem Rücken. Quelle: Ubisoft Mit den Supremos habt ihr eine handliche Kriegsmaschine auf dem Rücken. Far Cry 6 legt einen enormen Wert darauf, dem Spieler mehr Macht als jemals zuvor zu geben. Schließlich ist es das erklärte Ziel des Spiels, ein faschistisches Regime zu stürzen. Da muss man schon entsprechend ausgerüstet sein. Neben dem größten Arsenal der Seriengeschichte, mit insgesamt 49 modifizierbaren Knarren, sind in dem Kontext vor allem die neuen Supremos besonders hervorzuheben. Das sind spezielle Rucksäcke, die euch kraftvolle Fähigkeiten verleihen. Euch erwartet etwa eine Art Jetpack, mit dem ihr vom Boden abheben und alles unter euch in Flammen hüllen könnt. Oder eine mobile Raketenabschussbasis, die von eurem Rücken aus zielsuchende Geschosse auf eure Gegner abfeuert. Das Gefühl eine todbringende Ein-Mann-Armee zu sein, transportiert Far Cry 6 so besser denn je.

Neue Ausrüstung

Klamotten sind nicht nur Stilmittel, sondern auch wichtig fürs Gameplay. Das hat auch Krokodil Guapo verstanden und trägt deshalb selbstverständlich eine Weste. Quelle: Ubisoft Klamotten sind nicht nur Stilmittel, sondern auch wichtig fürs Gameplay. Das hat auch Krokodil Guapo verstanden und trägt deshalb selbstverständlich eine Weste.
Apropos Ausrüstung: Hier hat Ubisoft Toronto auch nochmal an anderer Stelle nachjustiert: eurer Kleidung. Die war in den vergangenen Teilen meist nur ein rein optisches Accessoire. Wer in New Dawn in Camouflage-Farben durch die Gegen rannte, war deshalb nicht besser versteckt. Eine Ritterrüstung beschert euch keinen zusätzlichen Schadenswiderstand. Das soll sich nun endlich ändern. Künftig werden eure Klamotten alle mit individuellen Atrributen und Perks ausgestattet sein, die sich direkt auf eure Spielweise auswirken. Es macht also tatsächlich einen Unterschied, welche Hosen, Schuhe oder Helme ihr tragt. Das motiviert nochmal zusätzlich, nach neuem Gear Ausschau zu halten oder mit eurem Loadout zu experimentieren, um Konfrontationen auf verschiedenste Arten anzugehen. Noch mehr spielerische Freiheit also, dagegen haben wir sicher nichts einzuwenden!

Holster-Feature

Wer seine Waffe wegsteckt, wird Yara friedlich und unbehelligt erkunden können. Quelle: Ubisoft Wer seine Waffe wegsteckt, wird Yara friedlich und unbehelligt erkunden können. Auf den ersten Blick etwas unscheinbar erscheint das neue Holster-Feature. Die Nachricht, dass ihr künftig eure Waffe wegstecken könnt, klingt jetzt auch erst mal nicht sonderlich aufsehenerregend. Die Auswirkungen sind allerdings beachtlich: Wenn ihr nicht mehr dauernd mit einer geladenen Waffe durch die Gegend rennt, soll die Welt tatsächlich deutlich friedlicher auf euch reagieren und sich auch mal in Ruhe erkunden lassen. Das wäre auch echt bitter nötig. Gerade die letzten beiden Far-Cry-Teile wirkten teilweise nämlich beinahe schon anstrengend. Alle zehn Sekunden passierte etwas, an jeder Straßenecke wartete eine bewaffnete Patrouille auf euch oder ein tollwütiger Bär brach aus dem Unterholz. Einen Moment zum Durchatmen gab es fast nie! Sollte der Holster hier wirklich Abhilfe schaffen, wäre das ein echter Segen.

Keine RPG-Elemente mehr!

Keine Gegnerlevel, keine Schadenszahlen: In Far Cry 6 wird einfach nur noch geballert! Quelle: Ubisoft Keine Gegnerlevel, keine Schadenszahlen: In Far Cry 6 wird einfach nur noch geballert! Ebenfalls ein Segen: Far Cry 6 haut jegliche RPG-Mechaniken über Bord, die in Far Cry: New Dawn eingeführt wurden. Der direkte Vorgänger schimpfte sich damals ein Rollenspiel light. Als Resultat konnten aus Loot plötzlich Waffen gecraftet oder Upgrades hergestellt werden. Auch Gegner verfügten auf einmal über Levels und Lebensbalken. Das fühlte sich furchtbar deplatziert an und erinnerte schon beinahe an die Kugelschwämme aus The Division oder Ghost Recon: Breakpoint. Selbst einen Kopfschuss steckten stärkere NPCs ohne Probleme weg. Keine tolle Ausgangslage für eine spaßige Action-Schießbude. Far Cry 6 ist nun wieder ein reinrassiger Shooter: Wenn ihr den Abzug drückt fliegen Blut und Kugeln durch die Gegend, keine farbigen Schadenszahlen. Das ist geradlinig und unkompliziert, genauso wie wir es mögen.

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