Fae Farm im Test: Farming, Rollenspiel und Magie vereinen sich im Reich von Azoria

Test Maren Wicher Viktor Eippert
Fae Farm im Test: Farming, Rollenspiel und Magie vereinen sich im Reich von Azoria
Quelle: Phoenix Labs

Wir verraten euch, warum Fae Farm der bislang beste Hybrid aus Spielen wie Stardew Valley, Animal Crossing & Co. geworden ist.

Im Reich von Azoria leben die verschiedensten Charaktere. Sie tragen uns zahlreiche Haupt- und Nebenquests auf, verkaufen uns nützliche Items und einige von ihnen sind auf der Suche nach der großen Liebe. Wer möchte, verbessert seine Beziehung zu den Einwohnern durch viele Gespräche und aufmerksame Geschenke. Und wie bei solchen Spielen üblich, könnt ihr nach mehreren erfolgreichen Dates sogar im Rathaus den oder die Angebetete heiraten.

Eine dunkle Bedrohung

Das friedliche Leben wird jedoch seit unserer Ankunft bedroht. Die großen Naturgeister sorgen im Land für Chaos und die frechen, feindlichen Tohuwabohus treiben in den Minen ihr Unwesen. Da kommen wir ins Spiel: Gemeinsam mit dem örtlichen Magier Alaric lernen wir, verschiedene Zauber einzusetzen und schlagen uns damit durch die gefährlichen Gegenden. Mit der Zeit eignen wir uns außerdem mehrere Sprüche an, um die bedrohlichen Dornen und Schatten aus dem Weg zu räumen. Aber das ist noch nicht alles. Nachdem wir den quirligen Meeresgeist in den Salzwasserminen besänftigt haben, erhalten wir von der Mutter der Waldlichter unser erstes paar Flügel! Damit können wir jetzt das Gebiet der Feen erreichen und dort noch ganz andere mysteriöse und magische Ressourcen sowie Tierbegleiter ausfindig machen. Naja, und wenn wir Spaß daran haben, können wir im Multiplayer-Modus unseren eigenen Winx-Club so immersiv wie nie zuvor erleben.

Regenbogenbrücke Quelle: Phoenix Labs

Gut gemeint, aber zu viel gewollt?

Fae Farm hält für jeden Geschmack der unterschiedlichen Spielertypen etwas bereit. Ganz ohne Zeitdruck wird darüber entschieden, was wann stattfinden soll. Anders als in Stardew Valley verschwinden hier keine Quests. Durch einen praktischen Kalender hat man stets die genaue Saisonzeit, Feste, Geburtstage und sogar das Wetter im Blick.

Daneben gibt es noch viele weitere kleine Mechaniken, die uns das Spielen spürbar erleichtern. Der sogenannte Almanach ist unser ganz persönliches Ingame-Wikipedia, mit allen Infos über auffindbare Ressourcen und herstellbare Items. Die Karte zeigt nicht nur in Echtzeit an, wo sich gerade wer befindet, sondern gibt auch die Möglichkeit, die gesuchte Person zu markieren.

Apropos Schnelligkeit: Wir können in Fae Farm an einigen Stellen Wegpunkte setzen, zwischen denen dann die Schnellreise möglich ist. Kurz bevor unsere Ausdauer sich dem Ende neigt, kriegen wir eine Anzeige, per Knopfdruck die Items in unserem Inventar zur Ausdauerregeneration einzunehmen. Zu guter Letzt fanden wir es extrem nützlich, dass sich unsere Werkzeuge beim Abbau automatisch wechseln, je nachdem, welche Aktion wir gerade ausführen wollen.

Der Meeresgeist Neppy in den Salzwasserminen. Quelle: Phoenix Labs

Fae Farm ist bei alledem ein wahrlich liebevoll gestaltetes und gemütliches Game. Die süße Grafik im Chibi-Stil wird mit der beruhigenden, fröhlichen Hintergrundmusik passend untermalt. Die LGBTQ-freundliche Aufmachung sorgt dafür, dass sich wirklich alle beim Spielen wohlfühlen können. Zudem brachte uns der intelligent-ironische Humor des Spiels oft zum Schmunzeln.

Bei all dem Lob stellt sich womöglich dennoch die Frage: Wo ist der Haken? Bei der Angelmechanik fehlt er manchmal komplett, denn Fische ziehen einen oftmals einfach ins Wasser und das kann auf Dauer schlichtweg nervig sein. Bei Nacht werden wir von unserem derzeitigen Standort in unser Haus zurückteleportiert, sodass wir beispielsweise den Minenfortschritt am nächsten Tag wiederholen müssen.

Das Kämpfen gegen die Tohuwabohus fühlt sich ziemlich klobig an, da man keine richtige Möglichkeit zum Ausweichen besitzt. Außerdem können wir die Items im Inventar nicht per Drag-and-Drop verschieben und obendrein müssen wir Essen zur Ausdauerregeneration einzeln konsumieren, können also nicht etwa mehrere Beeren auf einmal verputzen... das ginge besser.

Wertung zu Fae Farm (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Fae Farm (NSW)

Wertung:

8.0 /10
Fazit

Trotz der paar kleineren Mankos können wir Fae Farm jedem Fan von entspannenden Farming-RPGs und liebevoll gestalteten Cozy Games wärmstens empfehlen.

Beim Test von Fae Farm hatten wir viel Spaß, wollten das Reich von Azoria am liebsten gar nicht mehr verlassen. Vor allem erfreuten wir uns an der Niedlichkeit der Tiere, der Freundlichkeit und dem Humor der Bewohner sowie dem allgemeinem Wohlfühl-Vibe, den das Spiel mit sich bringt. Dennoch hatten wir das Gefühl, dass Phoenix Labs vielleicht ein bisschen zu viel wollte mit all ihren gut gemeinten Ideen. Vor allem, wenn man zwischen drei Kochstationen immer wieder hin- und herwechseln muss, um letztlich ein einziges Gericht herzustellen. Dem Einen mag zwar genau das gefallen, aber wir fanden es manchmal dann doch ein wenig überladen und dadurch auch schnell mühselig. Wie gut euch das neue Farm-Spiel von Phoenix Labs gefällt, könnt ihr ab dem 8. September auf PC und Nintendo Switch selbst herausfinden. Ob es später noch für Playstation und Xbox erscheint, ist aktuell nicht bekannt.

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