Fae Farm im Test: Farming, Rollenspiel und Magie vereinen sich im Reich von Azoria
Test
Wir verraten euch, warum Fae Farm der bislang beste Hybrid aus Spielen wie Stardew Valley, Animal Crossing & Co. geworden ist.
Neben all den namenhaften Vorgängern wie Stardew Valley, Animal Crossing oder Disney Dreamlight Valley erhellt schon diesen Freitag ein weiterer Stern den Cozy-Games-Himmel: Fae Farm heißt das neue Farming-RPG von Phoenix Labs für den PC und die Nintendo Switch. Wir haben es für euch getestet.
Zunächst fällt auf, dass Fae Farm (jetzt kaufen 69,99 € ) weder ein billiger Abklatsch noch eine atemberaubende Innovation ist. Vielmehr bekommen wir einen gut gelungenen Hybriden, der einige der besten Aspekte und Mechaniken von bisherigen Klassikern weitestgehend stimmig miteinander vereint. Im Land von Azoria haben wir nämlich nicht nur die Möglichkeit, uns eine eigene Farm mit zahlreichen Feldern, Beeten und niedlichen Tieren aufzubauen, sondern auch die Fähigkeit, Magie zu wirken. Egal ob im Singleplayer oder gemeinsam mit bis zu drei Freunden im Multiplayer-Modus, genießen wir deshalb in aller Seelenruhe das Farmleben. Vielleicht heiraten wir sogar eines Tages im Rathaus der Stadt oder wir verbringen unsere Zeit mit dem Bekämpfen der feindlichen Tohuwabohus in den Minen des Landes. Letztendlich liegt es dann an uns, durch das Besänftigen der Naturgeister den Frieden in der Spielwelt wiederherzustellen.
Old MacDonald Had a (Fae) Farm...
Gleich zu Beginn des Spiels überlässt uns die Bürgermeisterin Merritt eine alte Farm mit großzügigem Grundstück im Norden Azorias. Dort können wir uns nach Belieben einrichten, müssen dafür aber zunächst das Gelände von allerlei Krempel wie Wildgräsern, Baumstämmen oder Steinen befreien. Auf der gewonnenen Fläche haben wir dann genug Platz für den Anbau der zahlreichen saisonalen Feldfrüchte.
Hierfür hat uns die fürsorgliche Vorsitzende der Stadt auch schon direkt alle wichtigen Werkzeuge mit auf den Weg gegeben. Ausgestattet mit Spitzhacke, Axt, Schaufel und Co. dreht sich alsbald alles um die Beschaffung zahlreicher Ressourcen, damit wir notwendige Arbeitsstationen wie zum Beispiel die Steinschmiede oder das Sägewerk herstellen können.
Daneben gibt es eine Vielzahl an Crafting-Stationen, die für uns das Spieleerlebnis noch facettenreicher machen. Am Webstuhl nähen wir später eigene Kleidung aus der gesammelten Wolle unserer Tiere. Am Braukessel stellen wir Tränke her und an der Teestation fertigen wir Ausdauer regenerierende Getränke. Wem das noch nicht genug ist, kann sich dann noch über drei Kochstationen mit unterschiedlichen Funktionen freuen.
Quelle: Phoenix Labs
Nun fehlt es unserer Farm womöglich an Nichts, außer vielleicht noch ein bisschen mehr Leben und Aufregung. Hier sorgen gleich vier verschiedene Tierarten für Abhilfe, die es sich in den Scheunen auf unserem Hof gemütlich machen oder uns auf dem Weg als Begleiter verfolgen. Knuddelige Hühner, Hasen, Kühe und Schafe möchten von uns bestens versorgt werden, um uns praktische Ressourcen zu hinterlassen. Sollten wir uns der Tierzucht verschreiben, können wir die niedlichsten bunten Babytiere erleben.
Ich gestalte mir die Welt, wie sie mir gefällt
Haben wir uns erfolgreich auf dem Hof eingerichtet, darf natürlich die Ausstattung unseres Wohnhauses nicht fehlen. In Fae Farm haben manche Möbel nämlich nicht nur dekorativen Zweck, sie verbessern durch ihre Platzierung auch unsere Statuswerte. Es gibt eine Reihe an ausgewählten Items, die unsere Gesundheit, Ausdauer oder das Mana steigern.
Später besitzen wir sogar die Möglichkeit, all die dekorativen Gegenstände nach unserem individuellen Geschmack zu gestalten, indem wir sie einfärben. Sowohl unser Haus als auch unseren Rucksack können wir mehrmals erweitern, damit diese Vielzahl an Ressourcen und Items auch genug Platz bei uns findet. Das hat aber leider seinen Preis und der kommt in Azoria in Form der städtischen Währung: Florin.
Das Leben in Azoria
Apropos Geld: In Fae Farm existieren gleich mehrere Möglichkeiten, um sich tagtäglich eine Menge dazu zu verdienen. Ganz im bekannten Animal-Crossing-Stil können wir angeln gehen, Insekten fangen oder Muscheln sammeln. Die eigene Ernte und die selbstgekochten kulinarischen Meisterwerke bringen uns auf dem Marktplatz ebenfalls eine gute Summe ein. Alle Verkäufe werden jedoch erst über Nacht abgewickelt und die Einnahmen werden uns - wie bei Stardew Valley - immer vor neuem Tagesanbruch angezeigt.
