FIFA vs. PES - Das ewige Duell der Fußballsimulationen

Special Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Maria Beyer-Fistrich
FIFA vs. PES - Das ewige Duell der Fußballsimulationen
Quelle: Moby Games

Führungswechsel, Lizenzen und der Kampf um die besten Verkaufszahlen: EA Sports' FIFA und Konamis Pro Evolution Soccer kicken seit 18 Jahren um die Tabellenspitze. Wir werfen einen Blick zurück auf die legendäre Rivalität der Fußballsimulationen.

Es war der Sensationstransfer der Sommerpause: Nach drei Jahren Zusammenarbeit mit EA Sports und deren FIFA-Serie wechselt der FC Bayern München zum großen Rivalen Pro Evolution Soccer (kurz: PES). Für eFootball PES 2020 integriert Entwickler und Publisher Konami die Stars des deutschen Rekordmeisters mit Hilfe aufwendiger 3D-Ganzkörper-Scans. Die Allianz Arena in München gibt es in diesem Jahr ebenfalls exklusiv im neuen PES. Auch andere Vereine wie etwa Manchester United oder Juventus Turin kündigten sich zuletzt als PES-Partnerclubs an.

Und was manchen FIFA-Fan besonders fuchsen dürfte: Der Teamname "Juventus Turin" gehört zunächst ebenfalls exklusiv der Konkurrenz; die Akteure der "alten Dame" um Superstar Cristiano Ronaldo laufen in FIFA 20 (jetzt kaufen ) zukünftig für Piemonte Calcio auf. Derartige Lizenzproblemchen waren in der Vergangenheit oft Pro Evolution Soccer vorbehalten - und so befeuern die Ankündigungen erneut den Konkurrenzkampf zwischen FIFA und PES.

Denn seit 2001 tobt zwischen den beiden Serien ein Derby, das erbitterter ist als die Rivalität zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. Schließlich geht es um mehr als nur ein Spiel, es geht um zwei vollkommen unterschiedliche Interpretationen von Fußball. PES und FIFA - das ist wie Feuer und Wasser: Sie gehören irgendwie zusammen, und doch gibt es einen Wettstreit wie bei nur wenigen anderen Videospielserien. Aber woher rührt das Kopf-an-Kopf-Rennen überhaupt?

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Am Anfang war der Ball

Die Geschichte beider Spiele reicht tief zurück in die 90er-Jahre. Damals gab es mehrere gute Fußballspiele, wobei Microprose Soccer, Kick Off und Sensible Soccer stets zu unseren Favoriten gehörten. Doch als 1993 FIFA International Soccer erschien, veränderte das alles. Im Gegensatz zur 16-Bit-Konkurrenz präsentierte Entwickler EA Sports das Geschehen aus einer isometrischen Perspektive und zeigte dadurch viel mehr vom Spielfeld. Pro Evolution Soccer erschien Ende 2001 für die PS2 und Anfang 2002 für die erste PlayStation-Generation. Das Spiel überzeugte seinerzeit Fans und Kritiker mit seinem taktischen Ansatz und dem vergleichsweise hohen Anspruch. Quelle: Moby Games Pro Evolution Soccer erschien Ende 2001 für die PS2 und Anfang 2002 für die erste PlayStation-Generation. Das Spiel überzeugte seinerzeit Fans und Kritiker mit seinem taktischen Ansatz und dem vergleichsweise hohen Anspruch. Für damalige Zeiten anspruchsvolle Animationen und Details wie der Münzwurf vor dem Spiel sorgten für bislang nicht gekannte Atmosphäre. Allerdings besaßen die 48 integrierten Nationalmannschaften von FIFA International Soccer keinerlei Originaldaten. Erst mit dem ein Jahr später veröffentlichten FIFA 95 führte EA Sports Lizenzen für die deutsche Bundesliga, die italienische Serie A oder die britische Premier League ein. Im Spiel tauchten also echte Teamnamen auf, die Spieler jedoch erhielten weiterhin (teils wiederkehrende) Fantasienamen.

Im gleichen Zeitraum veröffentlichte Konami auch den ersten Teil von International Superstar Soccer (ISS) für das Super Nintendo, welcher letztlich auch die Grundlage für die 2001 gestartete Schwesterserie Pro Evolution Soccer bilden sollte. Schon damals wurden die Unterschiede deutlich: FIFA spielte sich flott und actionreich, während ISS mit bescheidenen Mittel versuchte, so etwas wie echten Fußball zu imitieren. Dieser Trend setzte sich in den Folgejahren fort. Erst das 1995 veröffentlichte FIFA 96 prägte das Genre nachhaltig: Auf Sega Saturn, PlayStation und MS-DOS-PC verfügte es über in Echtzeit berechnete 3D-Grafik und komplett lizenzierte Vereine und Nationalmannschaften, darunter die Bundesliga mit Bayern München.

Konami wiederum setzte in den kommenden ISS-Teilen auf eine Verfeinerung des Gameplays und brachte mit International Superstar Soccer 64 3D-Technik ins Spiel. Beide Spielereihen blieben Vorreiter und überstanden auch die durch den plötzlichen 3D-Boom entstandene Schwemme neuer Fußballspiele durch mäßig gelungene Titel wie Actua Soccer, Lothar Matthäus Super Soccer oder Adidas Power Soccer. So richtig spannend wurde es aber schließlich mit der nächsten Konsolengeneration und dem Debüt von Pro Evolution Soccer.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Führungswechsel

Während FIFA und ISS friedlich koexistierten, entwickelte sich mit dem Erscheinen von Pro Evolution Soccer (oder auch World Soccer: Winning Eleven 5, wie es in Japan und Nordamerika hieß) auf der PlayStation 2 im Jahr 2001 sofort ein wilder Konkurrenzkampf. Obwohl FIFA damals in puncto Präsentation und Lizenzen weiterhin die Nase vorn hatte, überzeugte PES vor allem auf dem Platz. FIFA International Soccer von 1993 besaß zwar die FIFA-Lizenz, verzichtete aber dennoch auf Originalspielernamen. Durch die isometrische Ansicht hob es sich von Titeln wie Kick Off oder Sensible Soccer ab. Quelle: Moby Games FIFA International Soccer von 1993 besaß zwar die FIFA-Lizenz, verzichtete aber dennoch auf Originalspielernamen. Durch die isometrische Ansicht hob es sich von Titeln wie Kick Off oder Sensible Soccer ab.
Konami erschuf, basierend auf den Erfahrungen mit International Superstar Soccer, die bis dato anspruchsvollste Fußballsimulation. Die neuen technischen Möglichkeiten erlaubten eine klarere Darstellung des Spielablaufs. Plötzlich ging es weit weniger darum, möglichst schnell auf das Geschehen zu reagieren.

Stattdessen mussten Fußball-Fans plötzlich das Spiel lesen, Laufwege der eigenen Akteure erkennen und sie entsprechend einsetzen. Die über Jahre in nahezu allen Sportspielen höchst effektiven Dribblings büßten spürbar an Bedeutung ein. Kurzum: Die PlayStation-2-Ära gehörte Pro Evolution Soccer. Die ersten fünf Serienableger für die PS2 waren Pflichttitel, für die das allererste PES die Basis legte. Pro Evolution Soccer 1 und 2 gehören bis heute mit Werten jenseits der 90 Prozentpunkte zu den am höchsten bewerteten Sportspielen aller Zeiten auf dem Bewertungsportal Metacritic.

Allerdings blieb da noch die bereits angesprochene Lizenzproblematik, so mussten wir uns etwa in PES 3 mit Fantasienamen zufriedengeben. Für die In Pro Evolution Soccer 4 setzte Konami auf gleich drei Cover-Stars: Schiedsrichter Pierluigi Collina, Star-Stürmer Francesco Totti und den noch im Jahr zuvor bei EA Sports unter Vertrag stehenden Thierry Henry. Quelle: Moby Games In Pro Evolution Soccer 4 setzte Konami auf gleich drei Cover-Stars: Schiedsrichter Pierluigi Collina, Star-Stürmer Francesco Totti und den noch im Jahr zuvor bei EA Sports unter Vertrag stehenden Thierry Henry. deutsche Nationalmannschaft liefen hier Kfore, Balotz und Kalm anstatt Klose, Ballack und Kahn auf. Konami verzichtete für den dritten Teil gar auf einen klassischen Cover-Star und engagierte stattdessen den bekannten italienischen Schiedsrichter Pierluigi Collina. Aus heutiger Sicht war diese Wahl schon fast arrogant. Erst bei Pro Evolution Soccer 4 setzte Konami dann wieder auf bekannte Stars und druckte unter anderem Thierry Henry auf die Verpackung. Spannendes Detail: Der französische Nationalstürmer prangte noch 2003 auf dem Cover von FIFA 2004, sprach sich nun aber mit voller Begeisterung für Pro Evolution Soccer als das bessere Fußballspiel aus.

EA Sports' FIFA legte zwar hinsichtlich Präsentation und Lizenzen weiter zu, schwächelte jedoch beim Geschehen auf dem Platz. Neue Funktionen wie die sogenannte Freestyle Control aus FIFA 2003 oder die "Off the Ball"-Kontrollen aus FIFA 2004 sollten das Spiel erleichtern und mehr Optionen bieten, verkomplizierten es aber eher. Die Steuerung wirkte überladen. Während sich PES auf das Wesentliche - nämlich den Fußball - konzentrierte, suchte FIFA nach der eigenen Identität. Und so strich EA Sports immer wieder populäre Funktionen wie beispielsweise den Retro-Modus aus FIFA 2006 oder die inzwischen in PES 2020 auftauchenden absichtlichen Fouls aus FIFA 2001. Auch "Off the Ball" überstand lediglich zwei Jahre, mit FIFA 2006 gehörte die Funktion wieder der Vergangenheit an.

Neue Konsole, neues Glück

Die PES-Reihe war zu PS2-Zeiten das Maß aller Fußball-Dinge. Nicht unbedingt, was die Verkäufe anbelangte, aber zumindest in Sachen Popularität und Ansehen. Speziell PES 6 ist nach Meinung vieler Fans eines der besten Fußballspiele aller Zeiten. Doch mit dem Start der nächsten Konsolengeneration in den Jahren 2005 und 2006 wechselte das Momentum. Die Präsentation erlangte zunehmend mehr Bedeutung - und damit wurden auch die Lizenzen immer wieder wichtiger. EA Sports besaß weiterhin die Rechte an einem Großteil der bekanntesten internationalen Ligen und Verbände. Ein großer Vorteil für FIFA-Publisher Electronic Arts. FIFA 96 bot als erstes Spiel der Serie in Echtzeit dargestellte 3D-Grafik – allerdings nur in den Versionen für Sega Saturn, PlayStation und PC. EA Sports taufte diese Technologie „Virtual Stadium“. Quelle: Moby Games FIFA 96 bot als erstes Spiel der Serie in Echtzeit dargestellte 3D-Grafik – allerdings nur in den Versionen für Sega Saturn, PlayStation und PC. EA Sports taufte diese Technologie „Virtual Stadium“.

Die stärkere Hardware resultierte in dem Anspruch, nicht nur das Spiel, sondern auch dessen Akteure möglichst detailgenau abzubilden. EA Sports lernte dazu und passte Gameplay-Faktoren wie etwa die Ballphysik stärker an Pro Evolution Soccer an. Die verbesserte Präsentation unterstrich man mit dem in FIFA 08 debütierenden und an PES angelehnten Be-a-Pro-Modus. Hinzu kamen kontrollierbare Jubelsequenzen oder auch der überaus populäre, wenn auch inzwischen umstrittene Ultimate-Team-Modus in FIFA 09.

Mit jedem Jahr verlor Pro Evolution Soccer mehr an Boden. Während FIFA bei Kritikern und Käufern zunehmend an Popularität gewann, strauchelte Konami beim Spagat zwischen alter und neuer Konsolengeneration. Zwar war PES weiterhin das bessere Fußballspiel, aber FIFA bot doch lange Zeit den unterhaltsameren und vor allem zeitgemäßer aufbereiteten Kick. Optionen wie beispielsweise die Meisterliga stagnierten in PES und fühlten sich längst nicht so zugänglich an wie etwa der Karrieremodus von FIFA. Pro Evolution Soccer verlor den Anschluss. War PES auf der PlayStation 2 noch übermächtig, bröckelte diese Dominanz mit jedem neuen FIFA-Teil, ehe EA Sports schließlich den Markt kontrollierte. Das spiegelte sich auch in den Cover-Stars wider: 2012 wechselte Lionel Messi von Konami zu EA Sports und war auf der Verpackung von FIFA 12 zu sehen. Die Kanadier bekamen also ihre Revanche für den Henry-Wechsel einige Jahre zuvor.
Die Xbox-360-Version von FIFA 07 bekam eine neue Grafik-Engine spendiert – im Gegensatz zu den Fassungen für PC oder PS2. Spielerisch und optisch war dieser Version somit allen anderen Ablegern deutlich überlegen. Quelle: Moby Games Die Xbox-360-Version von FIFA 07 bekam eine neue Grafik-Engine spendiert – im Gegensatz zu den Fassungen für PC oder PS2. Spielerisch und optisch war dieser Version somit allen anderen Ablegern deutlich überlegen.

Comeback mit neuer Engine

Die jahrelange Dominanz durch FIFA sorgte für eine klare Vorherrschaft: EA Sports hatte Konami geschlagen und verdiente sich speziell mit umsatzstarken Online-Optionen wie Ultimate Team eine goldene Nase. Trotzdem wagte Konami noch einmal den Angriff: In Pro Evolution Soccer Das im November 2000 veröffentlichte FIFA 2001 fiel vor allem durch optische Veränderungen auf. So verfolgten nun Linienrichter, animierte Zuschauer oder Trainer das Geschehen auf dem Platz. Quelle: Moby Games Das im November 2000 veröffentlichte FIFA 2001 fiel vor allem durch optische Veränderungen auf. So verfolgten nun Linienrichter, animierte Zuschauer oder Trainer das Geschehen auf dem Platz. 2014 folgte der längst überfällige Wechsel auf eine neue Grafiktechnologie. Ab diesem Zeitpunkt nutzte PES die aus Metal Gear Solid 4 bekannte Fox Engine. Und auch wenn der Fortschritt nur langsam spürbar war, so zeigten sich Verbesserungen bei der Spieler- und Ballphysik. Darüber hinaus erweiterten die Japaner die in PES 2013 eingeführte Player ID, die den virtuellen Stars mehre Persönlichkeit auf dem Platz verlieh. Für die PC-Version entwickelte sich mit den Jahren zudem eine aktive Community, die die Lizenzdaten in Eigenregie auf den neusten Stand brachten.

EA Sports wiederum spielte mit FIFA den Stiefel souverän runter und kontrollierte den Markt. FIFA 2014 sorgte indes für einen kleinen Aufreger, da die neue Ignite Engine lediglich auf PlayStation 4 und Xbox One, nicht aber in der PC-Version zum Einsatz kam. Mit FIFA 16 traten erstmals Frauennationalmannschaften auf, FIFA 17 präsentierte mit "The Journey" einen mehrteiligen Story-Modus. Und bei der Präsentation setzte sich FIFA dank Umstieg auf die leistungsstarke Frostbite-Engine einmal mehr von PES ab. EA Sports erweiterte das inzwischen bewährte FIFA-Konzept somit Jahr für Jahr. Auch wenn sich die Verbesserungen auf dem Platz in Grenzen hielten, so erreichte FIFA mit der Inszenierung und dem hohen Wiedererkennungswert die breite Masse. Der Begriff "FIFA" steht inzwischen synonym für Fußballspiele. Das zeigt sich auch in den Verkaufszahlen: In Großbritannien etwa kamen in der ersten Verkaufswoche auf 40 verkaufte Versionen von FIFA 17 lediglich eine von PES 2017. Dieser Trend setzte sich auch in den Folgejahren fort. Zum Verkaufsstart von FIFA 19 und PES 2019 verkaufte sich FIFA etwa 18 Mal so gut wie der Konkurrent.
In FIFA 99 mussten Fans auf den aus dem Vorgänger bekannten und beliebten Hallenmodus verzichten. Dafür erhielten die Kicker nun rudimentäre Gesichtsanimationen und unterschiedliche Körpergrößen. Quelle: Moby Games In FIFA 99 mussten Fans auf den aus dem Vorgänger bekannten und beliebten Hallenmodus verzichten. Dafür erhielten die Kicker nun rudimentäre Gesichtsanimationen und unterschiedliche Körpergrößen.

Der Wettstreit geht immer weiter - und das ist gut so

Konami präsentiert sich inzwischen als Alternative für Puristen - trotz stetig wachsender Partnerclubs. Am Ball bleibt Konami dem Lizenzmogul FIFA überlegen, jedoch spielt dieser seine Marktdominanz durch eine stetige Erweiterung der Möglichkeiten gekonnt aus. Selbst die schlechte Presse aufgrund des umstrittenen Ultimate-Team-Modus schadet dem Produkt bislang nicht. FIFA hat das Duell der Fußballspiele (vorerst) für sich entschieden und dürfte auch weiterhin an der Spitze bleiben. Pro Evolution Soccer bleibt somit der Außenseiter. Doch auch die haben ja im Fußball bekanntermaßen immer eine Chance. Wir als Spieler dürfen froh sein, dass es einen derartigen Konkurrenten gibt. Denn wenn die Vergangenheit eines gezeigt hat, dann, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und bessere Spiele hervorbringt.

FIFA und PES als Managerspiele

Tatsächlich wagten sich sowohl Electronic Arts als auch Konami an die Entwicklung und Vermarktung eigener Fußball-Manager auf Basis ihrer bewährten Marken.
FIFA Fußballmanager Quelle: EA FIFA Fußballmanager Electronic Arts legte in diesem Fall vor: Zwischen 2002 und 2013 erschienen unter der Flagge Fußball Manager die vom deutschen Studio Bright Future entwickelten Wirtschaftssimulationen. Um Verwechselungen mit dem britischen Football Manager zu vermeiden, benannte EA Sports die Serie in anderen Ländern aber um. Die Serie kam seit 2006 etwa in England und Italien als FIFA Manager auf den Markt. Dieser Name wurde auch in den Folgejahren in anderen Nationen wie Spanien, Frankreich oder der Schweiz verwendet. Trotz anfänglicher Erfolge nahm die Serie ein eher trauriges Ende. Fußball Manager 13 machte vor allem durch seine Fehlerdichte auf sich aufmerksam, der am 24. Oktober 2013 veröffentlichte Nachfolger kam lediglich als Legacy Edition und war nicht mehr als ein Lizenz-Update zum Vollpreis. Electronic Arts stellte die unter Anstoss-Entwickler Gerald Köhler geführte Reihe daraufhin ein.
PES Club Manager  Quelle: Konami PES Club Manager 
2015 schloss Konami die Lücke mit dem Mobile-Spiel PES Club Manager. Seitdem erweitert der Entwickler das Spiel stetig um neue Funktionen wie etwa zusätzliche lizenzierte Vereine, Audiokommentar oder dem 2018 veröffentlichten großen Update 2.0, welches den neuen Spielmodus All-Star Series sowie ein Update der 3D-Engine beinhaltete. Der PES Club Manager erweist sich als durchaus gefälliger Mobile-Manager und überrascht mit solider Spieltiefe.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk