Vorschau zu F1 23: So will Codemasters nach dem letztjährigen Flop wieder in die Spur finden

Special Maci Naeem Cheema
Vorschau zu F1 23: So will Codemasters nach dem letztjährigen Flop wieder in die Spur finden
Quelle: PC Games

Keine Ausreden: F1 22 war ein Flop und ein Dämpfer für Fans, aber auch eine Bestätigung für all jene, die sich Sorgen gemacht haben, nachdem EA Sports Codemasters übernommen hat. Diesmal soll aber alles besser werden. Wir verraten euch, was die neuen Features sind und wie sie sich im fertigen Rennspiel bemerkbar machen.

Mit F1 23 soll die Story nun weitergeführt werden. Hierbei setzt man ein weiteres Mal auf Aiden Jackson, der zusammen mit Devon Butler ("Antagonist" in F1 2019 und F1 2021) die Fahrerpaarung des fiktiven Rennstalls Konnersports Racing Team  bildet. Die noch recht junge Gruppe will sich unbedingt mit den aktuellen Größen der Formel 1 messen. Dabei erwarten uns laut Codemasters "eine Vielzahl an neuen Charakteren", unter anderem die frisch etablierte Fahrerin Callie Mayer, aber auch frische Rivalitäten und viele Rennherausforderungen.

Auch diese neue Rivalität, die zwei junge Fahrer zeigt, die beweisen möchten, dass sie das Zeug zum Superstar haben, erinnert an viele echte Duelle. Ob es die zwei Franzosen Pierre Gasly und Esteban Ocon bei Renault sind oder etliche andere - genug echtes Futter und somit Vorlagen, womit man die Beziehung und Situation immersiver gestalten kann, gibt es. Mehr Infos zu Braking Point 2 wird es am 19. Mai geben, sobald "Deep Dive Episode 2: Braking Point" auf YouTube veröffentlicht wird.

In "Braking Point 2" treffen wir auf viele altbekannte Charaktere, aber auch einige neue Figuren, die noch mehr Spannung und Vielfalt in den virtuellen Rennzirkus bringen sollen. Quelle: EA 

Neue Technologie: "Precision Drive" - FIFA lässt grüßen!

Bevor wir auf die allgemeinen Verbesserungen in Bezug auf die Fahrphysik und das Fahrverhalten der knapp 950 PS starken F1-Boliden zu sprechen kommen, stürzen wir uns auf ein nagelneues Feature, das speziell beim Controller-Gameplay Besserung verspricht. Ein altbekanntes Problem ist dabei, dass sich die eigentlich recht wendigen Rennautos oftmals zu träge anfühlen. Eine genauere Steuerung mit Raum für marginale Einlenkkorrekturen wird schon lange von der Community gewünscht. Mit der sogenannten "Precision Drive"-Controller-Technologie soll jetzt ein völlig überarbeitetes Spielgefühl geboten werden.

Das neue Feature soll also eine größere Genauigkeit bei der Lenkeingabe bieten, was sich bei weitläufigen Kurven, aber auch bei Haarnadelkurven zeigen soll. Dabei verspricht Codemasters auch, dass jeder Fahrstil in Betracht gezogen wurde, egal, ob aggressiv oder sanft und flüssig. Ob das am Ende tatsächlich aufgeht und intensivere Rad-an-Rad-Duelle ermöglicht, wird sich zeigen.

Weitere Änderungen bei Fahrverhalten und Fahrphysik

Wer mit einem Force-Feedback-Lenkrad spielt, der darf sich hingegen über wichtige Verbesserungen in Bezug auf das Fahrverhalten und die allgemeine Fahrphysik freuen. Codemasters betont, intensiv mit der Formel 1 und Experten zusammenzuarbeiten, um die Immersion und das allgemeine Gameplay noch näher an die echte Formel 1 zu bringen. Unter anderem setzt man auf die Expertise von Anthony Davidson (Ex-F1-Fahrer und 2014 WEC-Weltmeister). Zwar gelten noch aktive Formel-1-Fahrer wie Ferrari-Star Charles Leclerc und Weltmeister Max Verstappen ebenso als Partner von EA Sports, großen Einfluss hatten sie aber vermutlich nicht auf F1 23. Letzterer hat in der Vergangenheit auch deutlich gemacht, wie wenig er von der Reihe hält. Verstappen taucht zwar gerne in den virtuellen Rennsport ein, greift dann aber doch lieber zu intensiveren Simulationen wie iRacing.

Im Bild ist zu sehen, wie Lewis Hamilton aus der Cockpit-Perspektive die neu eingeführten Rennabbrüche erlebt. Quelle: PC Games Screenshot #17 aus dem Gameplay Deep Dive von Codemasters und EA Sports Zurück zu den Neuerungen: Der vermutlich größte Kritikpunkt an der F1-Reihe von Codemasters sind das untypische Verhalten der Boliden bei langsamen Kurven sowie die fehlende Traktion bei niedrigen Geschwindigkeiten. Auch hier verspricht man Besserung. So sollen drei Schlüsselbereiche angegangen werden: das grundsätzliche Beschleunigen, der Bremsprozess und die Kurvenfahrt. Ebenso wurden die Unterböden der F1-Autos angepasst, was das oftmals unrealistische Fahrverhalten bei Kerbs und Bodenwellen endlich aufwerten soll. Ob und wenn ja inwieweit sich das Unterboden-Upgrade auch bei nasser Strecke auswirkt, muss erst noch in der spielbaren Version getestet werden. Man spricht jedoch von starken Verbesserungen und einem deutlich realistischeren Erlebnis beim Fahren.

Bei der Physik wurden diverse Berechnungen aktualisiert, die sich auf die Trägheit des Autos, aber auch auf die Reifen ausüben sollen. Allgemein will man mit F1 23 ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen dem mechanischen Grip der Reifen und dem aerodynamischen Grip der Autos erreichen - klingt vielversprechend. Darüber hinaus wurde am Motorverhalten geschraubt, oder genauer gesagt, wie genau der Motor sein Drehmoment abgibt, wodurch es Verfeinerungen in Bezug auf das Betätigen des Gaspedals und die Gangschaltung geben soll. Anthony Davidson spricht im YouTube-Video von gravierenden Änderungen, blickt man im direkten Vergleich auf die Versprechungen für F1 22, dann wirkt der neue Teil tatsächlich ambitionierter und effektiv darauf ausgerichtet, die Fans zufriedenzustellen. Hoffen wir mal, dass EA Sports das auch im Juni hinbekommt.

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