F1 22:Das offizielle Spiel zur Formel-1-WM im Test - Seite 2
Test
Das offizielle Spiel zur Formel-1-WM steht in den Startlöchern. Codemasters bietet zwar viel Neues, unser Test fällt dennoch eher ernüchternd aus.
EA und Codemasters können den Fuhrpark im Verlauf der nächsten Monate natürlich noch vergrößern, allerdings hängt auch über diesem neuen Feature das Damoklesschwert der Mikrotransaktionen. Die Straßenwagen haben zwar ordentlich PS unter der Motorhaube, verhalten sich auf dem Asphalt aufgrund der geringfügigeren Aerodynamik deutlich anders als die F1-Boliden. Neben dem normalen Zeitfahren greifen wir mit den Supercars beim Pirelli-Hotlaps-Modus zum Lenkrad.
In bestimmten Herausforderungen müssen wir etwa eine bestimmte Durchschnittsgeschwindigkeit in Kurvenpassagen erreichen, Checkpoints innerhalb eines Zeitlimits durchfahren oder im 1-gegen-1-Duell einen Kontrahenten innerhalb von drei Läufen besiegen. Wie in den Lizenztests der Gran-Turismo-Reihe erhalten wir nach dem Abschluss je nach Leistung eine Gold-, Silber- oder Bronzemedaille. Das Fahrverhalten der Flitzer macht durchaus Laune, wirkt stellenweise aber sehr schwammig. Andere Racing-Spiele haben in Sachen Handling deutlich die Nase vorn. Wie schon bei F1 Life stellen wir uns auch bei den Supercars die Frage nach dem Mehrwert. Mussten für diese Features, die vermutlich der kleinste Teil der Fans regelmäßig anspielt, der Storymodus sowie sinnvollere Neuerungen weichen? Das ist äußerst schade!
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Die Stars der Szene
Quelle: PC Games
Die Stars von morgen: Die Formel 2 ist auch weiterhin mit im Lizenzpaket enthalten. Die Formel 3 und historische Rennwagen leider nicht.
Besser wäre es da gewesen, wenn EA und Codemasters eine weitere Nachwuchsserie in F1 22 (jetzt kaufen 8,99 € ) integriert hätten. Schließlich fährt mit der Formel 3 eine Klasse für aufstrebende Piloten im Rahmenprogramm der Formel 1. Zusammen mit der Formel 2, die weiterhin im Spiel enthalten ist, könnten wir uns, wie in FIFA, einen Weg durch die anderen Meisterschaften bahnen, bis wir schließlich in der Königsklasse des Motorsports ankommen.
Das komplette Lizenzpaket der F2 und der F1 ist nach wie vor enthalten. Wie bereits in den vergangenen Jahren kommt das Update für das aktualisierte Line-up der Formel 2 allerdings erst in den nächsten Wochen.
In der Königsklasse sind die Fahrerwechsel schon im Spiel integriert. Das bedeutet, George Russell sitzt bereits im Mercedes und der Chinese Zhou Guanyu debütiert im Alfa Romeo. Die deutschen Piloten Sebastian Vettel und Mick Schumacher drehen natürlich ebenfalls ihre Runden.
Bei den Strecken gibt's in Form des Miami Grand Prix Zuwachs. Neben dem Circuit of the Americas ist die Strecke in Florida nun der zweite Kurs in den USA und ein weiterer Stadtkurs im insgesamt 22 Rennen umfassenden Kalender. Auf historische Pisten warten wir auch in F1 22 wieder vergeblich.
Quelle: PC Games
Die Streckenführung des Albert Park in Melbourne wurde in den letzten Jahren überarbeitet.
Zumindest die veränderten Streckenführungen in Australien, Spanien und Abu Dhabi stehen zur Verfügung. Die optischen Kursanpassungen in Belgien und Österreich haben es dagegen nicht in das Spiel geschafft.
Einzug halten die 2021 eingeführten Sprintrennen. An vier Wochenenden kämpfen die Piloten in einem verkürzten Rennen um die eigentliche Pole-Position. In F1 22 können wir diese Sprints auf allen Strecken auswählen. Wer es authentischer mag, der kann die Saison natürlich auch nur mit den vier Sprintrennen in Angriff nehmen.
Sehr schade ist es allerdings, dass wir uns am Start nur zwischen der mittleren und der harten Reifenmischung entscheiden können. Gerade das Risiko auf dem weichen Reifen zu starten, bringt in der echten Formel 1 im Sprint noch mal ordentlich Würze ins Geschehen.
Neue Regeln, große Probleme
Wie bereits angesprochen, wurde die Aerodynamik der F1-Boliden über den Winter mit diversen Regeländerungen angepasst, um dafür zu sorgen, dass die Fahrzeuge einander besser folgen können. Weniger sogenannte "Dirty Air" sorgt für packende Racing-Action. Dieses Reglement setzen nun auch die Entwickler im aktuellen Titel um.
Größtenteils funktioniert das einwandfrei. Vor allem das Handling in schnellen Kurven hat sich deutlich verbessert. In früheren Teilen war das Heck der Autos in Highspeed-Ecken teilweise plötzlich ausgebrochen, was häufig in Unfällen endete. Mittlerweile neigen die Boliden jedoch eher zum Untersteuern.
Auch die echten Fahrer berichten immer wieder über das Schieben der Fahrzeuge über die Vorderachse. Der Porpoising-Effekt, bei dem die Autos bei hohen Geschwindigkeiten kurz Anpressdruck verlieren und aus diesem Grund plötzlich anfangen, auf der Vorderachse zu hüpfen, hat es dagegen nicht ins Spiel geschafft. Vermutlich hätte Codemasters dafür das komplette Physik-System innerhalb kürzester Zeit überarbeiten müssen.
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