F1 2020: So gut läuft der Racer auf einem Mittelklasse-System unter 1.000 Euro + Grafik-Tuning
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Wir testen die Leistung von F1 2020 mit einem Mittelklasse-PC unter 1000 Euro, der einen Ryzen 5 3600 und eine Nvidia GeForce GTX 1660 Super bietet. Dabei nehmen wir die einzelnen Grafikoptionen unter die Lupe, um euch wertvolle Tuning-Tipps für euren PC zu liefern. Zudem haben wir für euch Screenshots mit einem Vergleich zwischen hohen und niedrigen Grafik-Voreinstellungen.
Unser Test-PC: Captiva R52-681
Am ersten Juli-Wochenende dieses Jahres startete die Formel 1-Saison 2020 im österreichischen Spielberg, und zwar wegen der Corona-Pandemie um viele Wochen verspätet und zudem mit einem verkürzten Rennkalender. Fast pünktlich zum späten Saisonstart gibt es nun auch die neue Ausgabe der Gaming-Reihe zur Formel 1 von Codemasters: F1 2020 (jetzt kaufen 147,90 € ). Unser Test bescheinigt dem Spiel satte 9/10 Punkte. An dieser Stelle wollen wir euch Tipps und Infos rund um das Grafik-Tuning der PC-Version von F1 2020 geben. Erstellt wurde dieser Tuning-Artikel anhand eines Test-Systems von Captiva (Captiva R52-681), dessen technische Spezifikationen ziemlich genau den empfohlen Systemanfordungen entsprechen. Der Captiva R52-681 arbeitet mit einem Ryzen 5 3600 (sechs Kerne, 3,8 bis 4,4 GHz, 12 Threads), einer Nvidia GeForce GTX 1660 Super und 16GB DDR4-2400-RAM. Als Mainboard dient ein MSI B450M Pro-M2 Max, hinzu kommt eine SSD mit 480GB, 1000GB Festplatten-Speicher und ein DVD-Brenner. Dem PC liegen auch eine Tastatur und eine Maus jeweils von LC-Power bei. Windows 10 (64 Bit) ist inklusive und bereits vorinstalliert. Die UVP liegt bei 999 Euro.
Wir zeigen euch anhand dieses Mittelklasse-PCs die Unterschiede bei den FPS-Werten im Rahmen diversen im Spiel enthaltenen Voreinstellungen. Darüber hinaus zeigen wir euch, wie sich die Grafikeinstellungen zu Schatten, Antialiasing usw. auf die Flüssigkeit der Darstellung auswirken. Falls ihr die Nvidia GeForce GTX 1660 Super nicht genau einordnen könnt: sie leistet in etwa so viel wie eine Nvidia GTX 1070 oder eine AMD RX Vega 56, im Vergleich zu älteren beliebten Grafikkarten wie der Nvidia GTX 970 oder 1060 oder einer AMD R9 290 ist sie 25 bis 30 Prozent schneller. Die in den Systemanforderungen von F1 2020 genannte GeForce GTX 1660 Ti entspricht bei der Leistung quasi genau der GeForce GTX 1660 Super.
In diesem Artikel
Grafikoptionen bei F1 2020: Videooptionen
In den Spieloptionen von F1 2020 gibt es im Menü Einstellungen/Grafikoptionen zwei Menüpunkte, die mit der Leistung der Grafik zusammenhängen können: Videomodus und "Erweitertes Setup".
Quelle: Codemasters
Das Grafikmenü "Erweitertes Setup" - das Verstellen einzelner Optionen verbessert durchaus die Performance.
In letzterem findet ihr als ersten Menüpunkt mit den "Detail-Voreinstellungen" den generellen Detail-Modus von ultraniedrig bis ultrahoch. Im Menü Videomodus geht es wiederum zwar vor allem um Dinge wie Auflösung, Bildwiederholfrequenz oder V-Sync, aber auch ein wichtiger die Qualität betreffender Punkt ist hier zu finden: AA (Anti-Aliasing). AA glättet Kanten, zum Beispiel von Mauern, Laternen oder Zäunen. Zu diesem Zweck werden Pixel berechnet, die vereinfacht gesagt die Kante mit dem Hintergrund ein wenig verschmelzen lassen, und zwar stark genug, damit kein Treppeneffekt entsteht, aber nicht zu stark, damit die Kanten trotzdem klar erkennbar und scharf wirken. Dies erfordert je nach Methode relativ viel Rechenleistung. Bei F1 2010 ist TAA als Standard aktiv. Neben TAA gibt es noch CMAA sowie TAA mit den Zusatzverfahren Schachbrett, Fidelity Hochskalierung und Fidelity Unschärfereduktion. AA lässt sich auch komplett deaktivieren. Folgende FPS-Vorteile (FPS: Bilder pro Sekunde) habt ihr durch eine von TAA abweichende Auswahl laut unseren Messungen mit der Voreinstellung "hoch" für die Details:
- TAA mit Fidelity Schärferegulierung: kein nennenswerter Unterschied
- CMAA: etwa 3,5 Prozent mehr FPS
- TAA Fidelity Hochskalierung und TAA Schachbrett: 21 bis 27 Prozent mehr FPS
- AA deaktiviert: 8,0 Prozent mehr FPS
Lohnenswert sind also, was die Leistung betrifft, die Modi TAA Schachbrett und TAA Fidelity Hochskalierung - letztere wirkt aber sehr hässlich, wie der folgende Screenshotvergleich (Full HD, hohe Details) zeigt, so dass wir davon abraten. Die Mauerkanten sind zwar scharf, aber achtet unter anderen auf den Streckenposten, die Radaufhängung und den "Orlen"-Schriftzug.
Quelle: Codemasters
Vergleich der Anti-Aliasing-Methoden - ohne AA sind Stufenbildungen bei der Mauer und der Laterne zu erkennen. Die TAA Fidelity Hochskalierung enttäuscht.
Zwischen normalem TAA und TAA Schachbrett gibt es wiederum kaum einen Unterschied, so dass ihr hier durchaus austesten könnt, ob auch bei eurem PC die TAA Schachbrett-Methode gut aussieht sowie mehr FPS bringt. Neben AA könnt ihr im Videomodus-Menü auch mit der "Dynamischen Auflösung" experimentieren. Hier wird die Auflösung laufend angepasst, das heißt, dass das Spiel intern eine höhere Auflösung verwenden kann, wenn der PC dies stemmen kann, um ein besseres Bild zu erzeugen. Dieser Punkt ist aber eher für stärkere PCs interessant.
