Exoprimal im Test: Capcom, dafür seid ihr nicht clever genug

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Exoprimal im Test: Capcom, dafür seid ihr nicht clever genug
Quelle: Capcom

Ob Capcom den Anfang ihres Dino-Shooters Exoprimal wirklich so langweilig hätte gestalten sollen, erfahrt ihr bei uns im Test.

Neben den universellen Mods besitzt jeder Exosuit auch ein paar Charakter-spezifische, mit denen man seinen präferierten Spielstil hervorheben kann. Zum Abschluss wird der eigene Mech noch mit einem sogenannten Rig versehen. Hierunter eine Kanone, ein kleines Schild, ein Projektil, welches eine Heilfläche erzeugt und anderer Kram eben. In den Matches selbst lassen die Dinos gelegentlich zusätzlich noch Objekte fallen, die man dann selbst aufbauen kann. Beispielsweise errichtet man so Wände, und Plattformen, die in der Luft schweben. Bei den Exosuits hat sich Capcom definitiv einige Gedanken gemacht und auch an anderen Stellen sieht man, dass Exoprimal nicht einfach willkürlich zusammengeschustert wurde. Unter anderem gibt Leviathan vor dem Start eines Matches vereinzelt Kommentare basierend auf der eigenen Performance an.

So lobt er etwa den Spieler, wenn er die meisten kritischen Treffer im letzten Match erzielte. Doch wenn man Exoprimal mit Street Fighter 6 vergleicht, ein Spiel, bei dem fast alles aufeinander abgestimmt wurde, ist es doch verwunderlich, dass Exoprimal von der gleichen Firma kommt.

Es gibt einiges bei Exoprimal zu kritisieren, aber im Endeffekt hat Capcom hier doch ein recht gutes Spiel auf die Beine gestellt. Das merkt man aber erst, nachdem man ziemlich viel Zeit in den Titel investiert hat.

Der Anfang ist nämlich einfach träge und langweilig, doch die neuen Modi, die Saurier-Arten, die 10-Spieler-Raids und all die anderen Sachen, die man nach und nach freischaltet, verwandeln Exoprimal fast schon in ein völlig anderes Spiel.

Der Titel fühlt sich derzeit noch ein wenig nach Early Access an, doch in der Zukunft könnte sich das durch einige Updates natürlich ändern. Das werden die meisten Nutzer jedoch vermutlich gar nicht mitbekommen, da viele sicherlich bereits von diesem Live-Service-Aspekt des Spiels abgeschreckt sind.

Wie es bei einem Live-Service-Modell nun einmal so ist, findet man nämlich auch in Exoprimal die berüchtigte Monetarisierung. Der Titel ist zwar auch im Game Pass enthalten, normalerweise schlägt Exoprimal jedoch mit knappen 60 Euro zu Buche.

Eine Deluxe Edition, die unter anderem früheren Zugriff auf gewisse Exosuits bietet, kostet knappe 70 Euro. Dann gibt es natürlich noch einen Battle Pass, der mit zahlreichen kosmetischen Gegenständen winkt, sowie Skin-Pakete Shop.

Ebenfalls kommen die bekannten Loot-Boxen vor. Es gibt jedoch keine Möglichkeit, diese für Ingame-Währung zu erwerben. Stattdessen wird man alle paar Stufen des Spielerlevels, beziehungsweise jede neue Stufe ab Level 50, mit einer Loot-Box belohnt.

Und natürlich ist das meiste, das man aus diesen bekommt, ziemlich uninteressant. "Filler-Items" wie Sticker machen den Großteil des Pools aus und auch wenn es einige Skins für die verschiedenen Exosuits gibt, sind hier eigentlich nur die epischen beziehungsweise legendären interessant.

Ein Ryu-Exosuit kämpft gegen einen T-Rex. Quelle: Capcom Die Skins aus den Loot-Boxen lassen sich jedoch ganz leicht über die im Spiel verdiente Währung kaufen und wirklich teuer sind diese auch nicht. Die Loot-Boxen wirken daher eher wie eine Dreingabe seitens Capcom, statt eine starke Monetarisierungsstrategie.

Hier stellt sich dann die Frage, wieso diese Sticker überhaupt im Spiel sind, doch möglicherweise möchte Capcom in Zukunft noch etwas an der Monetarisierung schrauben.

Für Solo-Spieler eignet sich Exoprimal vermutlich nicht, aber zusammen mit ein paar Freunden lässt sich durchaus ein guter Abend in dem Spiel verbringen.

Hier gilt jedoch zu beachten, dass man momentan keine Gruppe mit Spielern auf anderen Plattformen formen kann. Dieses Feature soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeliefert werden.

Ob der Titel den Preis von 60 Euro wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. doch zumindest fürAbonnenten des Game Pass lohnt es sich, mal in Exoprimal hineinzuschauen. Dass der Titel mit der Zeit tatsächlich besser wird, merkt man auch an den Steam-Reviews. Diese fingen zu Release bei "größtenteils negativ" an und konnten sich mittlerweile auf ein "größtenteils positiv" aufwerten.

Wertung zu Exoprimal (PC)

Wertung:

7.0 /10
Fazit

Schwacher Start, starkes Finish: Wer sich die Zeit nimmt, in Exoprimal hineinzufinden, wird positiv überrascht.

Wenn der Trend so weitergeht, könnte hier bald sogar ein "sehr positiv" stehen. Für die Zukunft kündigte Capcom zudem zahlreiche neue Updates an, wie Exosuits basierend auf Ryu und Guile, einem neuen PvE-Gauntlet-Modus, der ziemlich herausfordernd sein soll und mehr. Ihr müsst nur bereit sein, mehrere Stunden in das Spiel zu investieren, bevor es wirklich Spaß macht.

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