Exoprimal im Test: Capcom, dafür seid ihr nicht clever genug

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Exoprimal im Test: Capcom, dafür seid ihr nicht clever genug
Quelle: Capcom

Ob Capcom den Anfang ihres Dino-Shooters Exoprimal wirklich so langweilig hätte gestalten sollen, erfahrt ihr bei uns im Test.

Das klingt zwar ganz nett, doch im Endeffekt wird hier ein Team recht schnell ausgelöscht und bevor die Spieler wieder da sind, hat das andere Team auch schon gewonnen. Dann gibt es noch die sogenannten Dominator. Jedes Team bekommt im Verlauf eines Matches einen davon, mit dem sich ein Spieler in einen vorgegebenen Dino verwandeln und auf das gegnerische Team losgehen kann. Etwas später kommt dann noch die Funktion dazu, die Dinos des anderen Teams zu verstärken, wodurch man hoffentlich ein wenig aufholen kann. Das klingt zwar auch sehr nett, doch der Dominator wird meistens in wenigen Sekunden durch ultimative Fähigkeiten platt gemacht und die verstärkten Dinosaurier helfen auch nicht wirklich. Es gibt zwar noch viele andere Modi und Dinos, doch diese schaltet man erst frei, wenn einem die vorherigen bereits zu den Ohren herauskommen. Unter anderem stoßen irgendwann der T-Rex und der Stegosaurus hinzu. Letzterer verhindert durch seinen Schrei, dass wir unsere Fähigkeiten einsetzen können, was in besonders hektischen Situationen durchaus gefährlich sein kann.

Zusätzlich gibt es auch Neo-Varianten der verschiedenen Saurier. Zu diesen modifizierten Dinos gehören etwa Scharfschützen, feurige Flugsaurier und solche, die explodieren, wenn sie zu nahe kommen. Neben den Dino-Arten schalten wir nach den anfänglichen Matches auch noch zahlreiche neue Modi frei. So muss man mal bis zu drei Kontrollpunkte besetzen, Ressourcenkanister aufsammeln, oder einen riesigen Hammer aufladen und damit durch eine Barriere brechen.

Sobald all diese Dinge ins Spiel kommen, macht Exoprimal tatsächlich eine Menge Spaß, doch die ersten Spielstunden sind leider ziemlich repetitiv und langweilig. Etwa nach 30 Matches, also circa zehn Stunden, wird das Spiel erst richtig gut. Spieler, die sich verständlicherweise bereits vorher dazu entscheiden, den Titel beiseitezulegen, verpassen bedauerlicherweise das absolute Highlight von Exoprimal: die 10-Spieler-Raids.

Bisweilen bricht Leviathan ein laufendes Match ab oder teleportiert die Spieler direkt zu Beginn in eine riesige Arena. Hier arbeitet man mit dem gegnerischen Team zusammen, um entweder einen Boss oder eine Welle an zahlreichen verschiedenen Dinosauriern zu besiegen.

Die Bosskämpfe sind großartig inszeniert und besitzen einige Mechaniken, die fast schon an einen MMO-Kampf erinnern und durch die schiere Anzahl und Varietät der kleineren Dinos kommt jeder Exosuit wirklich zur Geltung.

Eine Gruppe Exosuits kämpft gegen einen T-Rex. Quelle: Capcom, Gamesplanet, PCGames Es gibt leider keine Möglichkeit, nur für diese Szenarien die Warteschlange betreten, doch man freut sich jedes Mal, wenn man per Zufall in einen Raid-Encounter gelangt. So gut die Raids auch sind, gibt es bedauerlicherweise auch hier einen ziemlich verwirrenden Aspekt.

Als der erste Raid dann vorbei war, erklärte Leviathan, dass die Kriegsspiele aufgrund von unserer Performance nun aufgewertet werden. Direkt die nächste Mission unterschied sich jedoch kein bisschen von all den vorherigen. Das Match danach hatte dann zwar einige Neuheiten und hat auch wirklich Spaß gemacht, doch wieso besteht überhaupt noch die Chance, dass man eine Mission erhält, in der man lediglich auf Raptoren schießt?

Neben den fantastischen Raids gibt es auch eine Story-Mission, in der man einem NPC hinterherlaufen und ihn beschützen muss, während er Dateien sammelt.

Nicht nur braucht er ewig, um an seinen präferierten Platz zu kommen, wodurch man einen Großteil der Mission mit warten verbringt. Die Mission selbst startet auch mit einer Cutscene, die man sich jedes Mal aufs Neue anschauen muss. Beim ersten Mal ist das ganz nett, irgendwann aber nur noch nervig.

Exoprimal steckt leider voller solcher Momente, bei denen man sich fragt, wie sie es eigentlich ins fertige Spiel geschafft haben. Darunter auch die Animation, wenn man eine Partie nicht als Sieger beendet. Wenn man ein Match verliert, wird der eigene Exosuit in einer Zwischensequenz von Dinos in Stücke gerissen. Hat man jedoch einen Skin ausgerüstet, der ein anderes Modell benutzt, spielt die Animation nicht richtig ab.

Nach den Machenschaften der Dinos steht der Exosuit einfach völlig unbeschadet da. Capcom hatte hier vielleicht keine Lust, für jeden Skin eine eigene Animation zu kreieren, was vielleicht verständlich ist, aber äußerst dumm aussieht.

Na ja, immerhin hat das Kommandieren der verschiedenen Exosuits bereits zu Beginn des Spiels Spaß gemacht. Hiervon gibt es eine ganze Menge und in Zukunft sollen sogar noch mehr kommen. Diese werden jedoch lediglich Variationen der bereits vorhandenen Exosuits sein. Die Mechs sind in drei Kategorien unterteilt: Angreifer, Tank und Unterstützer.

Unter anderem gibt es hier einen Scharfschützen und einen Nahkämpfer, einen Tank, der stark an Reinhardt aus Overwatch erinnert, und eine Heilerin, die auf Rollschuhen unterwegs ist. Zwischen den Exosuits kann man zu jeder Zeit wechseln, also auch mitten im Match, um sich auf die verschiedenen Dinos und die eigene Teamkonstellation anzupassen.

Weiterhin gibt es auch noch einige Mods, mit denen die Mechs ausgestattet werden können. Darunter einige universelle Mods wie eine Geschwindigkeitserhöhung, wenn die eigenen Lebenspunkte ein gewisses Limit unterschreiten. Capcom verrät hier jedoch nicht, um wie viel Prozent man genau schneller wird und auch zahlreiche andere Mods leiden unter diesem Problem.

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