Exodus: Der Archetype-Chef ging - So steht es um den Sci-Fi-RPG-Hoffnungsträger
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Nach Wochen voller Gerüchte meldet sich der frühere Boss von Archetype endlich selbst zu Wort. Er erklärt, warum er das Studio verlassen hat und wie es wirklich um den geistigen Mass-Effect-Nachfolger steht.
Als im Dezember bekannt wurde, dass James Ohlen seinen Posten als Studio-Chef von Archetype Entertainment aufgibt, schrillten bei vielen verständlicherweise die Alarmglocken. Exodus gilt als eines der vielversprechendsten Sci-Fi-RPGs der kommenden Jahre. Das Spiel ist im Grunde ein geistiger Nachfolger von Mass Effect, entwickelt von einem Team aus BioWare-Veteranen. Ein Führungswechsel kurz nach einem neuen Trailer wirkte wie ein schlechtes Omen. Jetzt hat sich Ohlen selbst gemeldet und die Spekulationen deutlich zurechtgerückt.
James Ohlen verabschiedete sich deswegen
Ohlen stellte auf X klar, dass sein Rücktritt nichts mit Problemen bei Exodus (jetzt kaufen 15,99 € )zu tun hatte. Die Entscheidung fiel bereits im vergangenen Sommer und nicht plötzlich nach dem letzten Trailer. Hasbro hätte ihn sogar gern behalten, doch man habe sich einvernehmlich getrennt. Der eigentliche Grund ist Burnout.
Nach über sechs Jahren, in denen Ohlen Archetype aufgebaut und gleichzeitig ein großes AAA-Projekt geführt hat, war für ihn der Punkt erreicht, an dem ein Wechsel nötig wurde. Ein Studio zu leiten bedeutet nicht nur kreative Entscheidungen, sondern auch Budgetverantwortung, Teamführung und ständigen Produktionsdruck. Ohlen beschreibt es offen: In dieser Branche sei Erschöpfung kein Ausnahmefall, sondern fast normal.
Exodus ist in sicheren Händen
Ohlen betont, dass das Projekt heute von genau den Leuten geführt wird, denen er am meisten vertraut. Archetype besteht aus einem Kern ehemaliger BioWare-Veteranen, darunter viele Entwickler von Mass Effect und Dragon Age. An der Spitze steht weiterhin Jesse Sky, Mitgründer von Archetype und langjähriger Weggefährte Ohlens. Besonders wichtig ist auch der Narrative-Lead: Drew Karpyshyn, der Autor hinter Knights of the Old Republic und den ersten beiden Mass-Effect-Teilen. Damit liegt die Geschichte von Exodus in den Händen eines der prägenden Köpfe des klassischen Sci-Fi-RPG-Designs.
Auch inhaltlich bleibt Exodus spannend. Die Kombination aus galaktischem Rollenspiel und Zeitdilatation, ihr reist nahezu mit Lichtgeschwindigkeit, während auf den Planeten Jahre vergehen, verspricht Entscheidungen mit ungewöhnlich großen Konsequenzen. Dass Matthew McConaughey eine Rolle übernimmt, unterstreicht zusätzlich den cineastischen Anspruch. Ohlen selbst bleibt Wizards of the Coast als Berater erhalten und will sich künftig auf Weltenbau, Bücher und Tabletop-Projekte konzentrieren. Exodus überlässt er bewusst einem Team, das er selbst aufgebaut hat. Freut ihr euch auf Exodus? Wie ist euer bisheriger Eindruck?
Quelle: pcgamesn
