Spielt dasselbe Spiel nochmal! Exoborne macht vieles richtig, aber zu wenig neu.

Special Tobias Meyer
Spielt dasselbe Spiel nochmal! Exoborne macht vieles richtig, aber zu wenig neu.
Quelle: PC Games / Level Infinite

Gibt es eigentlich noch jemanden, der beim Begriff Open-World-Extraction-Shooter so ein gewisses Kribbeln verspürt? Exoborne möchte mit extremen Naturgewalten überzeugen - ohne das Grundgerüst einzureißen. Kann das klappen?

In den wenigen Stunden, die ich in das Spiel hineinschauen konnte, stellte sich aber eine Stärke ganz besonders heraus: Exborne versteht es sehr gut, die Freude am Erkunden und an den vielen Konflikten zu wecken.

Sturm und Drang

In den ersten Runden starten wir im Dreier-Team mit einer begrenzten Auswahl an Waffen und Ausrüstungen. Was wir immer dabeihaben: einen Enterhaken, mit dem wir uns flink an nahegelegene Orte ziehen können, und einen Fallschirm, der je nach Witterung mal besser und mal schlechter funktioniert.

Wie stark uns das Wetter beeinflusst, hängt von unserem Exo-Rig ab. Während der Vorbereitungsphase wählt man einen von vier verschiedenen Anzügen, die wiederum in mehrere Stufen unterteilt sind. Je nach Wahl bewegt man sich agil auf dem Schlachtfeld, ist besser auf Kämpfe vorbereitet oder kann mächtige Attacken wie einen Stampfangriff ausführen.

Als wäre das nicht genug, lassen sich die Exo-Rigs zusätzlich mit unzähligen Erweiterungen ausstatten. Diese Flexibilität sorgt nicht nur für Abwechslung, sondern auch für jede Menge taktische Möglichkeiten - ein echter Pluspunkt für alle, die gerne experimentieren.

Team auf Erkundung Quelle: Level Infinite In der Praxis fühlt sich das so an, als hätte man neben der üblichen Loadout-Planung noch eine zweite strategische Ebene. Und glaubt mir, es lohnt sich, hier etwas tiefer einzusteigen. Besonders Tools wie Napalm-Angriffe oder andere Luftschläge haben mir nicht nur mehrmals den Hintern gerettet, sie lassen sich auch schnell und effektiv mitten im Gefecht einsetzen.

Wo bleiben die Katzen-Skins?

Im Loadout-Menü könnt ihr übrigens auch verschiedene Skins für eure Waffen und euren Charakter auswählen. Pay-to-Win-Mechaniken wird es hierbei wohl nicht geben. Bedeutet: Spieler können nur mit der Ingame-Währung im Shop einkaufen. Die Kohle muss im Spiel verdient werden.

Trotzdem wird es einen Battlepass geben, der mit weiteren kosmetischen Extras und auch Ausrüstungspaketen lockt. Die Entwickler liebäugeln zudem mit Kooperationen mit anderen Marken, um ausgefallene Designs ins Spiel zu bringen. Ob das klappt? Zukunftsmusik!

Und nun: der Wetterbericht

Zurück zum Wetter - dem auffälligsten Merkmal des Spiels. Auf eurer Reise werdet ihr immer wieder Tornados, Stürmen, Regen, Nebel, Feuer oder auch fiesen Kombinationen daraus konfrontiert. Manche Ereignisse werden auf der Karte markiert, in anderen lauft ihr eher zufällig hinein - ob ihr wollt oder nicht. Diese dynamischen Wetterphänomene sorgen nicht nur für Herausforderungen, sondern auch für jede Menge Atmosphäre und Abwechslung im Spiel.

Wie erwähnt, fällt es bei Regen schwerer, durch die Gegend zu fliegen, die ohnehin recht knifflige Steuerung der Fahrzeuge wird noch umständlicher, doch dafür kann man sich deutlich besser an Feinde anschleichen.

Ödland von Exoborne Quelle: Level Infinite Tornados lassen Gegenstände und Feinde in der Umgebung durch die Luft fliegen und richten entsprechend ordentlich Schaden an. Erst recht, wenn so ein Tornado auf Feuer trifft, sich entzündet und dann als gewaltiges Inferno wütet. Die Tornados haben aber auch dazu geführt, dass Feinde und Gegenstände ständig an Wänden festhingen.

Besonders der Sturm hat es mir in der Anspiel-Session angetan. Packt man hier seinen Gleiter aus, wird man schnurstracks in die Luft geschleudert und kann größere Distanzen zurücklegen - idealerweise mit Rückenwind. Der Sturm sorgt aber auch für deutlich aufregendere Kämpfe. Jedes Mal, wenn ich im Sturm auf andere Spieler traf, verlagerte sich der Kampf vom Boden in die Luft. Gleiter auf, Waffe raus und der beste Schütze geht siegreich hervor.

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