Europa Universalis 5 schon gespielt: Das wird ein absolutes Biest!

Special Viktor Eippert
Europa Universalis 5 schon gespielt: Das wird ein absolutes Biest!
Quelle: Paradox Interactive/Bildmontage: PC Games

Paradox hat mit Europa Universalis 5 grade erst sein nächstes Strategie-Schwergewicht angekündigt - und zack, schon hat Vik es knapp 20 Stunden gespielt. Alle Infos in der Vorschau!

Wie einsteigerfreundlich wird EU 5?

Wenn die Entwickler das Automatisierungssystem noch weiter feintunen und eine ordentliche KI auf die Beine stellen, könnte das eins der besten Features überhaupt von EU 5 werden. Erfahrene Spieler delegieren unliebsame Aufgaben einfach an die KI und können sich voll auf die Spielaspekte konzentrieren, auf die sie Bock haben. Und für Neueinsteiger wird das ein weiterer hilfreicher Baustein neben dem Tutorial und dem Hinweis-System sein. Das soll nämlich Tipps geben, wie man mit Problemen umgeht, wenn sie als Benachrichtigung eintrudeln. Das war in der gespielten Version bisher nur sehr rudimentär eingebaut, wie gut das hilft, kann ich also noch nicht abschätzen.

Man sieht die Migration im eigenen Land Quelle: PC Games

Victoria 3 trifft auf Europa Universalis 4

Die andere wohl größte Neuerung ist direkt aufgrund von Community-Feedback entstanden. In Umfragen stellte sich raus, dass sich EU-Fans vor allem eine komplexere Wirtschaft und mehr Beschäftigung während Friedenszeiten wünschen. Um das auf ein solides Fundament zu stellen, wird in EU 5 ähnlich zu den Victoria -Spielen nun auch die Population richtig simuliert und in verschiedene Bevölkerungsschichten unterteilt.

Wenn ich also in einer Provinz Gebäude errichte, muss ich auch sicherstellen, dass dort genug Arbeiter, Geistliche, Bauern, Bürger und so weiter wohnen, um dort zu arbeiten. Falls nicht, muss ich die Attraktivität der Gegend steigern, um die Migration zu fördern. Oder ich weise ein Mitglied meines Kabinetts an, nachzuhelfen.

Gleichzeitig kümmere ich mich aber auch um die Zufriedenheit der Stände als Ganzes in meinem Reich. Je nach Regierungsform und Gesetzen kann ich entscheiden, welche Bevölkerungsschicht in welchem Ausmaß besteuert wird. Da das aber nicht gerade für glückliche Gesichter sorgt, gewähre ich den Ständen verschiedene Rechte, um sie beschwichtigen.

Doch dadurch verschiebt sich das Machtgefüge in meinem Reich zu ihren Gunsten, was sich etwa auf Abstimmungen im Parlament auswirkt. Wenn ich dort eine wichtige Resolution durchbringen will, die nicht den Idealen der mächtigsten Stände entspricht, muss ich häufig mit Versprechen nachhelfen.

In der Marktübersicht sieht man die aktiven Handelsverbindungen Quelle: PC Games

Viele Möglichkeiten

Solche und viele weitere Entscheidungen aber auch die historischen Events wirken sich auf die Regierungsregler aus, die ein Comeback in neuer Form feiern. Damit sehe ich, wie sich das Sozialgefüge in meinem Reich zusammensetzt. Ob Leibeigenschaft vorherrscht, wie zentralisiert die Verwaltung aufgestellt ist oder ob Landstreitkräfte oder die Marine bevorzugt werden. Europa Universalis 5 gibt mir dabei die Werkzeuge an die Hand, mein Wunschreich zu erschaffen. Es wird oft nicht leicht und viel Zeit und Kompromisse erfordern. Aber es geht.

Oder ich spiele gleich gar nicht erst als klassisches Herzogtum, Königreich oder ähnliches. In Europa Universalis 5 kann ich auch als Glaubensorden oder Handelsgilde mein Glück versuchen. Ich habe zum Beispiel eine Partie mit der Hanse gespielt. Dadurch konnte ich völlig losgelöst von den üblichen Herrscherverpflichtungen agieren. Stattdessen konnte ich mich komplett auf die Vermehrung meines Reichtums konzentrieren und mich mit dem überarbeiteten Handel austoben. Dazu baue ich dann einzigartige Gebäude wie die Hansekontore auf, die mir Möglichkeiten geben, die andere Nationen gar nicht erst haben.

Denn im Normalfall verwaltet man nur seinen eigenen Markt oder agiert innerhalb des Marktes der wichtigsten Nation in seiner Umgebung. Mit der Hanse kann ich mich aber wie ein geldgieriges Lauffeuer in alle anderen Märkte ausbreiten. Das lief anfangs auch richtig klasse - bis dann die Pest ausbrach und die Welt auf den Kopf stellte. Dadurch hat es die Arbeiter in meinen Betrieben dahingerafft und noch schlimmer: Die allermeisten Nationen haben die Isolation ausgerufen. Um also wieder Zugang zu deren Märkten zu bekommen, musste ich mein diplomatisches Geschick beweisen und exklusive Handelsrechte vereinbaren.

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