Review: Enchanted Arms

Test Andre Steinert

Bereits zum Start der PS3 steht ein ausgewachsenes Japan-RPG bereit -- wenn auch nur eine Xbox360-Konvertierung.

Hitzkopf Atsuma sieht verwegen aus, haut derbe zu, ist aber nicht unbedingt das hellste Köpfchen im Lande. Trotzdem ist der graumelierte Knabe in roter Kluft der große Held in Enchanted Arms. Hitzkopf Atsuma sieht verwegen aus, haut derbe zu, ist aber nicht unbedingt das hellste Köpfchen im Lande. Trotzdem ist der graumelierte Knabe in roter Kluft der große Held in Enchanted Arms. Große Rollenspiele sind selten Starttitel für neue Konsolen. Und wenn das mal der Fall ist, dann handelt es sich meist um unausgegorene Schnellschüsse. Oder aber um Konvertierungen von einem anderen System -- wie bei From Softwares "Enchanted Arms", das bereits vor Monaten auf der Xbox360 erschienen ist.

In "Enchanted Arms" erleben Sie die Abenteuer von Hitzkopf Atsuma, der gemeinsam mit dem intelligenten Toya und dem extrovertierten Transvestiten Makoto eine Magieschule besucht. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände erwecken die drei einen unglaublich mächtigen Teufelsgolem wieder zum Leben. Dieser droht, einen Krieg zu wiederholen, der die Menschheit vor 1.000 Jahren fast ausgerottet hätte. Atsuma wird von seinen Freunden getrennt und muss mit neuen Verbündeten das drohende Unheil abwenden. Ein reichlich konventioneller Plot, den man in ähnlicher Form schon in zahlreichen anderen Rollenspielen aus Japan gespielt hat -- doch zumindest erfüllt er seinen Zweck.

Erprobt und routiniert

Besonnen: Toya ist der Frauenschwarm der Schule und das besonnene Gegenstück zu Atsuma. Besonnen: Toya ist der Frauenschwarm der Schule und das besonnene Gegenstück zu Atsuma. Das Gameplay von "Enchanted Arms" ist ebenso konventionell wie seine Geschichte. Die Party stapft durch mäßig inspirierte 3D-Areale, redet mit Passanten und trägt viele, viele Zufallsscharmützel aus. Zum Glück ist das Kampfsystem so gut gelungen, dass die Fights einem nur sehr selten auf den Wecker gehen.

Helden und Monster bewegen sich auf jeweils vier mal vier Felder großen Kampfgebieten. Attacken haben unterschiedliche Reichweiten -- Positionierung und Reihenfolge Ihrer Aktionen wollen also gut durchdacht sein. Trotzdem gehen die Kämpfe flott von der Hand. Animationen dürfen auf Knopfdruck sogar noch beschleunigt werden. Vorbildlich!

Auch für Abwechslung ist gesorgt: Sie sind nicht auf die regulären Helden angewiesen, Sie dürfen auch Dutzende eigener Golems für jede erdenkliche Situation bauen und in den Kampf schicken.

PlayStation3-Bonus

Dramatisch: Noch herrscht eitel Sonnenschein, aber gleich werden fiese Golems die Stadt überrennen. Dramatisch: Noch herrscht eitel Sonnenschein, aber gleich werden fiese Golems die Stadt überrennen. Für die PS3-Konvertierung haben die Entwickler neue Inhalte implementiert. 30 neue Golems, erweiterte Zwischensequenzen und Unterstützung des Sixaxis-Controllers beim Magieaufladen und bei Spezialattacken im Kampf sollen die Umsetzung aufwerten.

Das ist nett. Aber ehrlich gesagt hätten wir uns über deutsche Texte mehr gefreut. Es kann nicht angehen, dass heute noch textlastige Rollenspiele ohne Lokalisation in die Läden kommen.

Wertung zu Enchanted Arms (PS3)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Routiniertes Japan-RPG mit solider PräsentationFlottes und taktisches Kampfsystem, das motiviertSchlechte englische Sprecher stören die Atmosphäre
Einige sehr nervige und geschwätzige Spiel-CharaktereDie Grafik ist nicht sonderlich spektakulär und neigt trotzdem zum RuckelnEnglisch-Kentnisse sind Pflicht, da keine deutschen Texte
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk