Empire of the Ants angespielt: Da werden sogar die Zerg neidisch!

Special Felix Schütz
Empire of the Ants angespielt: Da werden sogar die Zerg neidisch!
Quelle: Microids

Mit toller Grafik und cooler Perspektive will das Starcraft für Insektenfans begeistern. Wir haben Empire of the Ants auf dem PC ausprobiert und unser Ameisenvolk in die Schlacht geführt.

Sie sind wahnsinnig fleißig, unfassbar stark, genial organisiert und wahre Überlebenskünstler: Die Welt der Ameisen fasziniert uns, seit wir gelernt haben, vernünftig nach unten zu schauen. Doch Empire of the Ants geht noch weiter, denn das Echtzeit-Strategiespiel will uns nun so richtig ins Reich der Insekten abtauchen lassen. Das könnte klappen, denn grafisch ist es schon jetzt ein Hingucker! Doch es will auch mit durchdachtem Gameplay und einer umfangreichen Solo-Kampagne punkten. Und hier tun sich Fragezeichen auf. Wie spielt sich das? Was tut man da genau? Und ist das wirklich ordentliche Echtzeit-Strategie? Wir haben Empire of the Ants eine Stunde lang gespielt und können schon jetzt einige Punkte beantworten.

Der Herr der Ameisen

Empire of the Ants (jetzt kaufen 15,92 € ) basiert auf den Bestsellern von Bernard Werber, die Anfang der 90er Jahre große Erfolge einfahren konnten. In seinen Büchern verlegte Werber seine Geschichte teilweise ins Reich der Insekten und vermixte dabei munter Wissenschaft und Fiktion. Heraus kam ein spannender Genre-Cocktail, der seither auch die Fantasie von Spiele-Entwicklern beflügelt. So wurde Publisher Microids schon früh auf den Stoff aufmerksam und versuchte bereits im Jahr 2000, das Buch als Strategiespiel umzusetzen. Mit mäßigem Erfolg: Das Konzept war zwar schon damals richtig gut, doch an der Umsetzung haperte es leider noch gewaltig. (Hier könnt ihr euch den Klassiker auf GOG schnappen!)

Doch das soll sich nun ändern: 24 Jährchen später wagt Microids einen neuen Anlauf, allerdings nicht mit einem Remake, sondern mit einer von Grund auf neu konzipierten Fassung, die auf der Unreal Engine 5 basiert. Entwickelt wird das Spiel von einem kleinen, französischen Team namens Tower Five, bei dem mittlerweile auch einige Veteranen von Wargaming, Creative Assembly und Ubisoft mitmischen.

Ihr steuert eine Ameise direkt. Quelle: Microids

Strategie im Mikrokosmos

Die erste Überraschung gibt's gleich zu Beginn: In Empire of the Ants erlebt ihr das Geschehen nicht aus der typischen Draufsicht, stattdessen bleibt die Kamera ganz nah am Waldboden. Denn obwohl ihr ganze Armeen in die Schlacht führt, steuert ihr nur eine einzige Ameise direkt. Die trägt die Nummer 103.683 und funktioniert wie eine Kommandoeinheit, mit der ihr euer restliches Insektenvolk befehligt. Alles natürlich im Dienst der Königin, von der ihr auch eure Missionsziele erhaltet.

Der Fokus auf eine einzelne Figur ist schon allein deshalb wichtig, weil das Spiel auch eine richtige Geschichte erzählt, die sich nahe an der Buchvorlage bewegen soll, mit Multiple-Choice-Dialogen, überraschenden Wendungen und allem Drum und Dran. Mindestens 20 Stunden soll die Singleplayer-Kampagne umfassen, darunter auch Missionen, in denen die Story und das Erkunden im Vordergrund stehen. Es wird also nicht rund um die Uhr gekämpft. Der Großteil der Spielzeit ist aber natürlich dem Echtzeitstrategie-Part gewidmet, darum stand dieser in unserer Anspiel-Session auch klar im Vordergrund.

Eure Armeen verwaltet ihr mit den runden Symbolen (unten im Bild). Quelle: Microids Wir haben mit einem Gamepad gespielt, denn die Steuerung ist deutlich darauf ausgelegt. Am PC werdet ihr zwar mit Maus und Tastatur spielen können, inklusive frei belegbarer Tasten, doch auf eine klassische Draufsicht wie in Starcraft müsst ihr auch hier verzichten. Ihr könnt die Kamera aber zumindest ein bisschen von eurer Spielfigur wegbewegen, um so mehr Übersicht zu bekommen.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk