Rocket Jumping, Arenakämpfe und viel Spaß: So spielt sich der Helden-Shooter Rocket Arena
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Rocket Jumping, Arenakämpfe und ganz viel Spaß: so spielt sich der Helden-Shooter Rocket Arena. Müssen sich Overwatch und Co. vor dem knallbunten Überflieger in Acht nehmen? Die Hands-On-Preview verrät, was hinter dem Multiplayer-Actionspiel steckt.
Die Geschichte der Raketensprünge - oder des Rocket Jumpings - reicht weit zurück in die Vergangenheit des Shooter-Genres. Das Katapultieren des eigenen Spielcharakters mit Hilfe des Raketenwerfers tauchte auf horizontaler Ebene erstmals im 1993 veröffentlichen Action-Meilenstein Doom auf. So richtig populär wurde es später aber in id Softwares Multiplayer-Vorreiter Quake (1996): Hier gehörte Rocket Jumping zum Handwerkszeug für erfahrene Spieler und war ein notwendiges Hilfsmittel zum Sieg.
In dem am 14. Juli 2020 für PC, Playstation 4 und Xbox One erscheinenden und auf Crossplay ausgelegten Helden-Shooter Rocket Arena spielen Raketenwerfer und Rocket Jumping die Hauptrollen. Andere Waffen gibt es in dem Spiel nämlich nicht. Wieso auch, schließlich ist die Bazooka doch ohnehin die Lieblingskanone jedes Spielers - zumindest, wenn es nach Kevin Franklin, dem Mitbegründer und Geschäftsführer von US-Entwickler Final Strike Games, geht.
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Niemand stirbt!
Das Konzept hinter Rocket Arena klingt simpel: Im fertigen Spiel treten zwei Dreier-Teams auf zehn Maps und fünf verschiedenen Spielmodi mit- und gegeneinander an. Multiplayer steht im Fokus, für Solisten gibt es lediglich Trainingsmissionen. Ähnlich wie etwa Overwatch kreiert auch Final Strike Game eine Geschichte rund um die zehn Helden und das Setting. Schauplatz für die Kämpfe bildet Crater, eine verrückt-bunte Alien-Spielwelt voller abgefahrener Völker. Für das Design der Spielfiguren greift das Team auf gängige Klischees und Archetypen zurück. Da hätten wir beispielsweise den Piraten Blastbeard, den Abenteurer Boone oder auch den Möchtegern-Weltraumhelden Jayto. Der Grafikstil erinnert leicht an Fortnite und macht auf den ersten Blick klar, dass Rocket Arena ein Spiel für jede Zielgruppe sein soll.
Diesem Anspruch wird schließlich auch das Gameplay gerecht. Im Gegensatz zu klassischen Deathmatch-Spielen geht in Rocket Arena niemand drauf. Mit den Raketen drückt ihr eure Kontrahenten stattdessen zurück und schubst sie so aus der Arena. Zudem füllt sich bei Treffern deren Boost-Leiste. Aufgefüllt genügt ein weiterer Schuss, und schon zündet der Nachbrenner, der sie aus der Arena feuert. Einen klassischen "Respawn" gibt es in diesem Fall ebenfalls nicht: Nach dem Abflug schwebt ihr über dem Einsatzgebiet und könnt euch aus luftiger Höhe den nächsten Landepunkt aussuchen.
Helden wie wir
Die Raketen sind in Rocket Arena weit mehr als nur Projektile. Sie repräsentieren die Figuren und ihre Eigenschaften. Dschungel-Queen Izell etwa verschießt Speere, Pirat Blastbeard feuert Kanonenkugeln aus seinem Ballermann. "Ursprünglich war Rocket Arena als First-Person-Spiel ausgelegt, doch die früheren Beta-Phasen zeigten, dass die Verfolgerperspektive die bessere Wahl war", erklärt Kevin Franklin während der Präsentation. Grund dafür sind unter anderem die Ausweichmanöver, mit denen wir heranfliegenden Geschossen entkommen oder uns bei perfektem Timing sogar vor dem Aus retten. Die Effektivität der Treffer richtet sich nicht allein nach der Kraft der Kanone, sondern hängt auch von der Position auf dem Spielfeld ab. Befinden wir uns in der Luft, sind wir für Volltreffer beispielsweise umso anfälliger.
Jeder Held besitzt neben dem Rocket Jumping und der Ausweichbewegung zwei an Abklingzeiten gekoppelte Spezialangriffe. Unterwasser-Nixe Amphora verwandelt sich zum Beispiel in einen Rochen und saust damit unter ihre Gegner. Auf Tastendruck entfacht sie eine Wasserfontäne, die ihr Opfer in die Luft katapultiert und so zum perfekten Ziel macht. Pirat Blastbeard, unsere Lieblingsfigur im Hands-On, sendet eine Druckwelle aus oder setzt zu einem Superschuss in Form eines Ankers an.
Zudem findet ihr in den Arenen Extras, darunter die Bombe oder das Ninja-Stirnband zum kurzzeitigen Verbessern der Ausweichbewegungen. Als Motivationshilfe fungieren Artefakte: Sie bescheren euch passive Boni wie etwa verkürzte Abklingzeiten oder erhöhte Laufgeschwindigkeit. Diese Artefakte leveln bei Benutzung in drei Stufen auf. Zusätzlich winken Belohnungen wie Ingame-Credits zum Kaufen neuer Outfits. Eine Premium-Währung mitsamt Shop-Optionen gibt es ebenfalls. Allerdings verkauft Final Strike Games lediglich kosmetische Objekte und keine Items, die sich direkt auf die Spielbarkeit auswirken.
Das Beste aus allen Welten
In Sachen Spielmodi sucht sich Final Strike Games Inspiration bei den Großen des Multiplayer-Genres. Rocketball beispielsweise erinnert stark an Rocket Arena: Zwei Teams, zwei Tore und ein gewaltiger Ball, den wir uns schnappen oder sogar werfen dürfen. Heraus kommt ein launiger Mix aus Shooter und Fußball. Hier kristallisierten sich bereits einige Charaktere heraus, die besonders gut geeignet waren. Amphora kann beispielsweise in ihrer Rochenform blitzschnell den Ball sichern und Richtung Ziel tragen. Blastbeard ist ein hervorragender Ausputzer und hält mit seiner Druckwelle den eigenen Kasten sauber.
Quelle: Medienagentur plassma
Mit Raketen- und Mehrfachsprünge katapultiert ihr euch durch die Lüfte. Das Spieltempo ist in Rocket Arena schnell, trotzdem überfordert es euch aber nicht.
Als zweite Spielart probierten wir Knockout, das Quasi-Deathmatch von Rocket Arena, aus. Wie in allen Modi kommt es hier vor allem auf Teamwork an. Wenn sich drei Spieler gegen einen Kontrahenten verbünden, dann wird es schwierig. Zu guter Letzt wartete dann noch Schatzsuche auf uns. Grundsätzlich geht es hier darum, möglichst schnell 250 Münzen zu sammeln oder am Ende der Spielzeit mehr Münzen als das gegnerische Team zu besitzen. Die Matches selbst splitten sich in mehrere Phasen: Zu Beginn jeder Runde balgen sich beide Mannschaften um eine Schatzkiste. Je länger ihr diese haltet, desto mehr Dublonen klickern auf euer Konto. Ist die Truhe leer, startet die Münzrunde. In dieser tauchen in bester Mario-Manier überall Groschen auf. Ihr müsst sie sammeln und euch währenddessen der Angriffe eurer Gegner erwehren.
Quelle: Medienagentur plassma
Rund um einen alten Inka-Tempel geht es ebenfalls zur Sache. Insgesamt bietet das am 14. Juli 2020 erscheinende Actionspiel zehn Karten und ebenso viele Helden.
Wichtig: Alle Spielmodi teilen sich dieselben Karten. Ganz egal, ob ihr Knockout, Schatzsuche oder auch den noch nicht spielbaren PvE-Modus RocketBot Attack ausprobiert - sie alle spielen auf den gleichen Maps. Wir sind neugierig, ob Rocket Arena auch für längere Zeit motivieren kann. So überzeugte uns zwar das Kartendesign mit den vielen Möglichkeiten für Rocket Jumping und wilde Schusswechsel, durch die Kürze der Runden aber entstand schnell eine gewisse Gleichförmigkeit der Matches. Daher macht Rocket Arena zwar vieles anders als die Shooter-Konkurrenz, benötigt jedoch vielleicht hier und da noch ein wenig mehr Zunder, um auch langfristig im schnelllebigen Online-Geschäft mithalten zu können.
