Elden Ring: Shadow of the Erdtree in der Vorschau: Die Tollkirsche auf der Torte
Special
Wir sind Miquellas Ruf in die Schattenlande gefolgt und haben uns drei Stunden lang durch die Riesenerweiterung zu From Softwares Magnum Opus gekämpft!
Viel Neues...
Beim Boss an der Spitze von Belurat können wir also immerhin eine Menge neuer Dinge ausprobieren, bevor er uns wieder mal ungespitzt in den Boden rammt. Der tanzende Löwe war die Hauptattraktion des Anspielevents, und viele der Anwesenden konnten gar nicht genug von ihm bekommen - vor allem die, die ihn ohne einen der neuen Geisterbegleiter bändigen wollten!
Das Löwenmonster entfacht einen regelrechten Tornado aus verschiedenen Elementen und schwebt wie ein Wirbelsturm durch die Arena, so sehr, dass wir oft nicht wussten, was Angriff und was nur Bewegung ist. Wer neue und knallharte Herausforderungen sucht, der wird in diesem Dungeon von Anfang bis Ende zufriedengestellt, Design und Inszenierung des Löwen sind wie gewohnt ehrfurchtgebietend.
... und alte Bekannte
Weniger begeistert hat uns dafür die andere Festung, Ensis, und zwar aus einem einfachen Grund: Für ein Erweiterungsgebiet wird uns hier etwas zu viel aus dem Hauptspiel übernommen. Vor den Toren erwartet uns etwa ein Trollritter direkt aus Liurnia, drinnen lauern teleportierende Adelige.
Die Festung selbst sieht nicht nur aus wie ein Teil der Akademie von Raya Lucaria, wir könnten auch schwören, dass wir gegen den gleichen NPC bereits vor dem Eingang zur dortigen Bossarena gekämpft haben - zwar mit einer anderen Waffe, aber ähnlich unspektakulär. Da nehmen wir doch lieber die Beine in die Hand und flitzen zum Ende des Dungeons, wo uns zum Glück ein frischer und fürchterlich schwerer Boss erwartet.
Ritterin Rellana bittet zum Duell und deckt uns mit mehr Kombos ein, als unsere Ausdauerleiste Dodges hergibt. Zeit zum Verschnaufen bleibt keine und der Zweihänder mit dem neuen Messmer-Flammenschaden, auf den wir inzwischen gewechselt haben, fühlt sich gleich mehrere Stufen zu langsam an. Endgame-Schwierigkeit bedeutet eben auch Endgame-Geschwindigkeit.
Kampfbereite Keramik
Bei den zwei Nebendungeons, die wir erforscht haben, sieht das Verhältnis von alt zu neu sehr viel besser aus als in Burg Ensis: Einer davon, eine weitläufige Höhle, in die wir immer tiefer vordringen, ist ganz im Stile der Kriegsgefäße, aka "Pot-Boys", gehalten. Wer schon immer wissen wollte, was eigentlich in den lebendigen Töpfen steckt, der findet hier seine Antwort - und dazu noch eine unterhaltsame Erkundung, die mehrere Routen zulässt.
Da ist es dann auch verschmerzbar, dass manche der Gegner hier identisch mit den Kriegsgefäßen aus dem Hauptspiel sind. Und apropos identisch: Der Drache, den einige Kollegen in der Oberwelt angetroffen haben, schien nichts Neues auf dem Kasten zu haben. Wer einen von Elden Rings kleineren Feuerspuckern kennt, der kennt sie wohl auch weiterhin alle.
Dafür ist der Boss des Pot-Boy-Dungeons dann wiederum eine witzige Überraschung, genau wie die altbekannten Imps, die wir in einem anderen Verlies angetroffen haben. Wir erkunden zwar die vertraute Katakomben-Umgebung mit sich bewegendem Stachelboden, die kleinen Feinde benutzen ihre neuen Waffen aber wie Pogo-Sticks - damit haben wir nicht gerechnet.
Schickt uns ins Schattenreich!
Womit wir dafür gerechnet haben, ist, dass uns Shadow of the Erdtree wieder mächtig Spaß machen würde, und die Anspielsession hat uns nicht enttäuscht. Wir können es nicht erwarten, die Schattenlande zu erforschen, jede neue Waffe auszuprobieren und vor den großartigen Kreaturen dieser Welt auf die Knie zu sinken. Bleibt nur zu hoffen, dass uns die Erweiterung nicht zu viel Bekanntes vorsetzt, denn in diesem Punkt ging dem Hauptspiel irgendwann doch etwas die Puste aus.
Nach drei spannenden Stunden sind wir aber guter Dinge, dass sich das im Rahmen halten wird. Eines ist jedenfalls klar: Shadow of the Erdtree liefert noch mehr von dem, was Elden Ring zum König seines Genres macht. From Softwares Erweiterungen waren bisher durchweg fantastisch, und es sieht nicht so aus, als würde das Studio seine Siegesserie abreißen lassen.
