Elden Ring: Die finale Preview - Seite 3: Die neuen Gebiete!
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Das neue Spiel der Dark-Souls-Macher steht vor der Tür. Kurz vor Release durften wir nochmal reinspielen: Lest in der Vorschau, warum Elden Ring begeistert!
Da wir aber noch keinen namhaften Obermotz erschlagen haben, wollen die wenigsten Figuren hier wirklich mit uns reden. Die meisten Türen sind außerdem noch verschlossen. Dafür dürfen wir dank eines magischen Spiegels jederzeit in den Charaktereditor zurückkehren und dort in aller gebotenen Ruhe unser Aussehen verändern. Außerdem stellen wir in einer Nebenhalle der Tafelrunde fest, dass es wieder NPC-Invasionen geben wird, als uns ein sensenschwingender Zauberer überfällt. Also nichts wie schnellstens weg hier!
Um noch möglichst viel aus unserer begrenzten Spielzeit herauszukitzeln, entschließen wir uns an diesem Punkt dazu, einfach frei Schnauze in alle möglichen Himmelsrichtungen loszureiten, um zu schauen, was wir noch alles finden können. Und dann führt uns Elden Ring wieder einmal eindrucksvoll vor Augen, dass Erkundung hier wirklich großgeschrieben wird: Da grinsen wir noch ob des Details, dass ein paar Untote in einer verkohlten Ruine den Namen des Drachen flüstern, der hier gewütet hat, als wir in einen unscheinbaren, kleinen Keller stolpern.
In diesem Artikel
Weltuntergangsstimmung
Quelle: Bandai Namco
Obwohl uns dieser Drache nicht über den Weg gelaufen ist, können wir uns gut vorstellen, dass er für die apokalyptischen Zustände in Caelid verantwortlich ist.
Drin finden wir eine Truhe, die aber keinen Schatz, sondern nur dichten Rauch ausspuckt. Angesichts der irren Umgebung, in der wir daraufhin aufwachen, sind wir uns nicht sicher, ob uns der Nebel nun teleportiert oder berauscht hat: Unter einem kränklich-roten Himmel erstreckt sich Elden Rings erster von hoffentlich nicht allzu vielen Giftsümpfen, den wir aber glücklicherweise auf dem Rücken unseres immunen Pferdes durchqueren können.
Zurück am Ufer wendet sich unsere Lage kaum zum Besseren: Das Gebiet Caelid, das nun vor uns liegt, sieht mit seinen riesigen, korallenähnlichen Strukturen und sich unheilvoll in den Himmel streckenden Knospen aus wie ein psychedelischer Fantasy-Albtraum.
Vorbei an abartigen Monstern, die eigentlich nur das Ergebnis eines gewaltig schiefgelaufenen Experiments sein können, bahnen wir uns den Weg zu einer zerfallenen Hütte, wo ein Händler mit seinem abgemagerten Esel das Lager aufgeschlagen hat. Und genau wie wir fragt er sich, wie um alles in der Welt wir in diesem Abgrund gelandet sind.
Wir halten fest: Environmental Storytelling und Atmosphäre gehören auch in Elden Ring wieder zu From Softwares größten Stärken. Da wir mit kaum einem Gegner in Caelid mithalten, wird uns klar, dass man sich manche Gebiete tunlichst für später aufheben sollte. Wegen der komfortablen Schnellreise, den zahlreichen Orten der Gnade und unserem wendigen Reittier ist die Wahrscheinlichkeit aber gering, dass Anfänger zufällig in viel zu schwere Zonen stolpern und dann feststecken.
Unglücksbärchen und eiskalte Händchen
Quelle: Bandai Namco
Diesen Geistern sind wir in der Anspiel-Session immer wieder begegnet. Manchmal haben sie nützliche Tipps auf Lager, manchmal lotsen sie uns zu Schätzen.
Während sich unser inzwischen ziemlich verbeulter Ritter noch die giftige Suppe von den Stiefeln wischt, verschlägt es unseren zweiten Charakter, eine Samurai-Kriegerin, in den Norden von Limgrave. Nachdem wir dort eine Illusionswand passieren, landen wir irgendwann in einem alten Gemäuer
Da uns inzwischen gar nichts mehr suspekt ist, heben wir dort munter die Items auf, bis wir in eine reichlich unheimliche Falle laufen: Die Finger, die um den Schatz herum aus dem Boden ragen, bemerken wir zu spät, weswegen uns die dazugehörige, abgetrennte Riesenhand zerquetscht wie einen Käfer. Und das ganze Haus ist voll von diesen Händen: Sie hängen an der Wand, krabbeln uns hinterher, und erweisen sich im Kampf als anspruchsvolle, weil schwer lesbare Gegner.
Unseren Ritter ereilt im nebligen Wald derweil das gleiche Schicksal wie Leonardo DiCaprio in seiner Oscarrolle: Nachdem wir noch panisch versuchen, vor dem haushohen Bären zu flüchten, der hinter uns die Bäume wie Streichhölzer umknickt, holt er uns letztlich doch mit seinen Riesenpranken vom Pferd. Schaffen wir es dann, uns aufzurappeln, dürfen wir Sturmwind sofort erneut rufen. Wegen der langen Stun-Phase nach dem unfreiwilligen Abstieg haben die Gegner aber meist leichtes Spiel mit uns - die riesigen Bewegungsvorteile, die uns das Reittier verleiht, gehen also auch mit Risiken einher.
Was steht noch auf der Kippe?
Wie ihr wahrscheinlich schon feststellen konntet, haben wir auch in unserer zweiten Anspiel-Session wieder ordentlich auf die Mütze gekriegt - über mangelnde Herausforderung dürften sich in Elden Ring nur die wenigsten Spieler beklagen können. Der entscheidende Punkt, der das Spiel dagegen auch für Neueinsteiger interessant macht, ist jedoch die große spielerische Freiheit, die uns im Vergleich zu den Vorgängern offenbart wird.
Wachsen uns bestimmte Gegner über den Kopf, können wir an dutzenden anderen Orten unser Glück versuchen, unseren Charakter hochzüchten, oder die vielen neuen taktischen Optionen ausnutzen, die uns Gameplay und Karte ermöglichen. Und dass die Karte auch optisch einiges an Abwechslung auf Lager hat, ist uns spätestens seit unserem Trip nach Caelid klar! Trotz aller Vorfreude und einem umfassenden Eindruck, was uns in Elden Ring erwartet, gibt es aber auch nach zwei Previews noch Fragen, die uns unter den Nägeln brennen.
Quelle: Bandai Namco
Offenbar wird es uns irgendwann auch in eine Eisregion verschlagen - mehr als diesen Screenshot haben wir davon aber noch nicht gesehen.
Sind spätere Gebiete in puncto Gegner- und Umgebungsdesign genauso abwechslungsreich und vollgestopft, wie Limgrave? Oder wird irgendwann vermehrt auf Recycling gesetzt? Und ist das Crafting-System mit seinen vielen Materialien mehr als nur Beschäftigungstherapie, um ansonsten einfach kaufbare Items herzustellen?
Auch beim historisch durchwachsenen PvP sind wir uns noch unsicher, ob beispielsweise Sprungangriffe oder die diesmal wieder sehr mächtige Magie dem Modus guttun. Von der Beschränkung für Eindringlinge, nur noch in Welten mit zwei oder mehr Spielern einbrechen zu können, ganz zu schweigen.
Meinungen
Ob From Software also das sich abzeichnende Meisterwerk liefern kann, und ob Elden Ring auch die überzeugt, die nicht eh schon Teil der treuen Souls-Community sind, wird sich also zeigen, wenn das Spiel am 25. Februar 2022 für PC sowie Playstation- und Xbox-Konsolen in den Läden steht. Für uns kann die Zeit jedenfalls nicht schnell genug vergehen!
Quelle: Bandai Namco
Elden Ring erscheint am 25. Februar für PC, PS5, PS4 und Xbox One / Xbox Series X/S.
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