Perfekter Start in Shadow of the Erdtree: Die komplette Story und Lore von Elden Ring!

Special Malik Brugger Lukas Schmid
Perfekter Start in Shadow of the Erdtree: Die komplette Story und Lore von Elden Ring!
Quelle: From Software

Bevor ihr euch in den DLC Shadow of the Erdtree begebt, fassen wir zusammen, was ihr zu Story und Lore wissen müsst - auf ganz besondere Art und Weise ...

Ein gedämpftes Lachen durchbrach die Stille der Nacht.

"Zeig dich mir, Tiche."

Die Stimme gab sich zu erkennen, wie ein Nebel, der sich lichtete. Eine dunkle Rüstung umhüllte den hochgewachsenen Körper einer Frau, die all das Mondlicht verschluckte. Sie hielt einen Talisman zwischen den bleichen Fingern. Das blonde Haar hatte Tiche bis auf eine Strähne hinter schwarzem Stoff verborgen. "Sie duften wie Veilchen. Selbst in dieser Winternacht." Die gerüstete Frau deutete auf die Schwertlilien.

Ranni wandte sich abermals den Blüten zu. "In dieser Nacht werde ich sterben."

Tiche senkte das Kinn. "Hast du dein Wort gehalten?"

Ranni griff in ihren Umhang, aus dem sie ein gezacktes Fragment barg. Es hob sich schwarz-rot von ihrer Haut ab, wie eine tiefe Narbe, die niemals heilen sollte. Das Fragment zuckte in ihrer Handfläche umher, ähnelte einem sterbenden Wurm. "Ich habe es ...", hauchte Ranni. "Ein Fragment des Todes, welches ich dem Schatten der Königin stahl."

Die Nacht der Schwarzen Messer. Quelle: From Software Tiche pfiff anerkennend in die Finsternis. "Du hast Marikas Wolf tatsächlich ein Stückchen vom Tod geraubt. Maliketh wird vor Wut toben." Sie schüttelte den Kopf. "Du bist wirklich bereit, zu sterben."

Ranni griff nach Tiches Schulter. Die schwarze Schulterplatte biss frostig in ihre Fingerkuppen, aber sie hielt die Hand still. "Und ihr seid es auch."

Tiche nickte. "Meine Mutter wartet mit den übrigen Schwestern am Seeufer auf mich. Sie sind nicht gut auf dich zu sprechen, weshalb ich vorausgeritten bin." Tiche hielt inne. "Sputen wir uns. Solange die Nacht uns deckt."

Ranni warf ihrem Schatten einen kurzen, wachsamen Blick zu. Inzwischen hielt er sich hoch oben versteckt, hinter den wiegenden Ästen der Feigenbäume. Seine Wolfsaugen blieben unablässig auf Ranni gerichtet. "Sie sind nicht gut auf mich zu sprechen?"

Tiche holte erschöpft Luft, als sei es ein heißer Sommertag. "Du bist Teil der Goldenen Ordnung. Teil jener Ordnung, die wir zu zerbrechen wünschen." Tiche folgte Rannis Blick. Sie lächelte. "Dein Schatten Blaidd ist dir so treu, wie es ein fleischlicher Bruder ist."

Die Prinzessin wandte sich Tiche zu. "Ich werde mein Fleisch allerdings zurücklassen, denn ich werde mich dieser Sache nicht unterwerfen." Sie starrte in den kalten Nachthimmel. "Ich löse den Einfluss des Höheren Willens von meinem Leib. Ich wurde nicht geboren, um mich einer falschen Ordnung zu beugen. Um Marikas Platz als gebrochene Göttin einzunehmen." Ranni zog die roten Augenbrauen zusammen. "Ich schneide mich frei, durch Sehnen, Blut und Schatten, um den Mond sehen zu können."

Eine Statue auf dem Thron. Quelle: From Software Tiche seufzte. "Es gibt kein Zurück mehr."

"Ein Zurück darf es auch nicht mehr geben."

"Du solltest dich hüten. Meine Schwestern könnten sich nach dieser Nacht gegen dich stellen. Es ist Radagons Blut in dir, das sie verachten."

Ranni zuckte mit den Schultern. "Sie werden mich nicht finden."

Tiche zog Ranni in eine kurze Umarmung. "Pass auf dich auf, Prinzessin."

Ranni drückte das Fragment des Todes in Tiches Handfläche. Tiche zuckte unmerklich zusammen. Sie zückte ein Messer und zerschnitt das Fragment in zwei Hälften. Der Stahl zwischen Tiches Fingern kreischte, bog sich und zerbrach. Stahlsplitter regneten in das mondsilbrige Gras.

Sie hielt Ranni eines der beiden Fragmentstücke hin. "Unser Geheimnis ...", flüsterte Tiche.

Ranni nahm die Scherbe an sich. Eine Scherbe des Todes, so kostbar, zwischen ihren zitternden Fingern.

Die Prinzessin sah Tiche hinterher, die den Talisman an ihre Brust legte und mit dem Nachtwind verschwand. Leise Schritte im Gras ertönten, als Blaidd sich zur Prinzessin gesellte.

"Hast du Angst, Ranni?"

Sie musterte ihren Schatten; die ruhigen Augen, die spitzen Ohren und die Wolfsschnauze, die Ranni daran erinnerten, dass Blaidd immer zu ihr gehören sollte. Sie nickte halbherzig.

"Ich fürchte mich auch." Er musterte abschätzig das Fragment zwischen ihren Fingern.

"Brechen wir auf, Blaidd. Ich sage Mutter Lebewohl."

Die Nacht der schwarzen Messer

Winterlicher Nebel umkreiste die Fichten. Tiche presste ihre Schenkel zusammen, sodass die Stute noch schneller über den feuchten Waldboden jagte. Ihre Schwester ritten in enger Formation an ihrer Seite in Richtung Leyndell, der Hauptstadt. Mondlicht brach zwischen den Wolken hervor und ermutigte die Reiterinnen, schon bald ihre Messer zu erheben. Die Messer, an denen der Tod klebte.

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