Elden Ring: Trotz Open World Souls pur - Warum From Softwares Design erneut zündet!
Kolumne 53,99 €
Der geistige Nachfolger zu From Softwares berüchtigter Dark-Souls-Reihe setzt als größte Neuerung erstmals in der Seriengeschichte auf eine richtige Open World. Aber kann das clevere, organische Souls-Design überhaupt ohne Levelstruktur funktionieren? Beta-Tester Stefan meint: Na klar, und wie!
Es gab mal eine Zeit, und die ist noch gar nicht so lange her, da waren Open Worlds in Videospielen für mich ein echtes Verkaufsargument. Ein Alleinstellungsmerkmal, das man wunderbar auf die Packungsrückseite schreiben konnte.
Wenn ich mittlerweile aber lese, dass mir ein Spiel mal wieder die "größte, lebendigste und vollgestopfteste" Welt aller Zeiten bieten will, dann gehen bei mir fast schon die Alarmglocken los.
Zu oft hab ich das schon gehört, zu oft bin ich dann schon gelangweilt durch leere Kulissen gestiefelt und habe mir clever designte Levels zurückgewünscht. Dementsprechend war ich bei From Softwares Vorhaben, ihr nächstes Projekt, Elden Ring (jetzt kaufen 129,99 € / 53,99 € ), in eine offene Spielwelt zu verlagern, anfangs eher skeptisch.
In diesem Artikel
Laufen die alten Zahnräder auch im neuen Getriebe?
Dass Elden Ring die meisten seiner tollen Gameplay-Elemente aus den geistigen Vorgängern übernehmen würde, war relativ schnell klar. Aber gehört dazu nicht auch das durchdachte Leveldesign? Schließlich ist genau dieses Leveldesign der Hauptgrund, warum die erste Hälfte von Dark Souls 1 für mich eins der stimmigsten Gesamterlebnisse ist, die ich je in einem Spiel hatte.
Quelle: From Software
Elden Ring: Trotz Open World ein Souls-Spiel in Reinkultur - Warum From Softwares Design auch in Elden Ring zündet! (4)
Beinahe jedem Gegner sieht man an, dass er sorgfältig von Hand platziert wurde. Ich lerne intuitiv (und aus schmerzhaften Erfahrungen), wie ich mit verschiedenen Situationen umgehen soll. Und die genial ineinander verzahnten Abschnitte liefern mir Aha-Momente, die ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Aber wie soll all das bitte in einer komplett offenen Spielwelt funktionieren?
Nun, nachdem ich mein letztes Wochenende in der ersten großen Zone von Elden Ring verbringen durfte, kann ich euch sagen: Es funktioniert bisher verdammt gut.
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Tödlicher Lehrer
Quelle: From Software
Elden Ring: Trotz Open World ein Souls-Spiel in Reinkultur - Warum From Softwares Design auch in Elden Ring zündet! (7)
Und zwar, weil From Software seine Stärken kennt und die offene Spielwelt daran anpasst - und nicht andersherum. Statt mir etwa sofort eine Map mit unzähligen Markern und Fragezeichen in die Hand zu drücken, gibt mir das Spiel zu Beginn überhaupt keine Karte!
Stattdessen betrete ich ahnungslos die Spielwelt und sehe direkt einen riesigen Gegner vor mir, an dem ich wohl irgendwie vorbeimuss, um zur Burg im Hintergrund zu kommen.
Weil ich im direkten Kampf aber ganz gewaltig auf die Mütze kriege, nehme ich entweder eine Schleichposition ein oder die Beine in die Hand. Learning by dying!
Schutz finde ich dann in einer zerfallenen Kirche am Wegesrand. In der befindet sich zufälligerweise nicht nur ein Checkpoint, sondern auch ein Händler samt Schmiedeamboss zum Verbessern meiner Waffen. Ich lerne intuitiv: In dieser Welt wirst du auf Gegner treffen, die dir noch zu hart sind.
Also schau dich gut um, nutze deine Optionen und komm später mit mehr Wissen und besserem Equipment zurück! Weiter die Straße entlang treffe ich auf ein paar einfache Soldaten, die recht ahnungslos durchs dichte Unterholz marschieren.
Unsichtbares Tutorial
Die ideale Gelegenheit also, um das neue Stealth-System auszuprobieren! Im großen Lager hinter der Hügelkuppe lauern dann Unmengen an Feinden, die im Zweikampf zwar schnell besiegt sind, in großen Gruppen aber sehr schnell sehr tödlich werden. Die Lektion hier: Versuche, einzelne Feinde herauszulocken, aus verschiedenen Richtungen ins Lager einzudringen, und hau den Kerl mit der Trompete als Erstes um.
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