Elden Ring: Nightreign stundenlang gespielt - So gut wird From Softwares wildes Experiment!

Special Stefan Wilhelm
Elden Ring: Nightreign stundenlang gespielt - So gut wird From Softwares wildes Experiment!
Quelle: From Software / Montage: PC Games

Battle Royale, Roguelike, Koop - Bei Elden Ring: Nightreign zeigt sich From Software von seiner experimentierfreudigen Seite. Und irgendwie ist doch alles beim alten geblieben. In der Vorschau zeigt euch Stefan, wie gut ihm das wilde Spin-Off nach acht Stunden gefällt!

Wenn ihr die Entstehungsgeschichte von Elden Ring schon seit der Ankündigung verfolgt, dann könnt ihr euch vermutlich noch daran erinnern: Die Durststrecke zwischen dem ersten und dem zweiten Trailer, die ziemlich genau zwei Jahre dauerte. Zwei Jahre, in denen so mancher Souls-Fan Gefahr lief, wegen des Mangels an neuen Infos wahnsinnig zu werden.

Und aus diesem Wahnsinn ward ein Meme geboren: Souls-Papa Hidetaka Miyazaki, wie er verschmitzt in die Kamera grinst und dem Betrachter erläutert, dass der "Elden Ring" der Kreis ist, der sich immer weiter zuzieht, während Spieler um die "royale" Vorherrschaft "battlen".

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Viel zu absurd, als dass irgendjemand darauf hätte hereinfallen können, klar, aber es war kein schlechtes Meme. Ich habe auf jeden Fall kurz Luft durch die Nase gepustet, als es zum ersten Mal in meinem Feed aufgetaucht ist.

Und nun haben es diese Verrückten tatsächlich gemacht: Mit Elden Ring: Nightreign (jetzt kaufen 129,99 € / 35,99 € ) wird das Fantasy-Epos zum Battle Royale. Also, in Ansätzen. Und zum Roguelike. Naja, größtenteils. Ein ganz neues Erlebnis! Nun, eigentlich eher eine neue Art, ein altes Spiel zu spielen.

Ach, wisst ihr was, ich fange am besten einfach von vorne an!

Was ist Elden Ring: Nightreign denn nun überhaupt?

Bandai Namco hat mich nach Frankfurt eingeladen, um mich einen ganzen Tag lang in Elden Ring: Nightreign eintauchen zu lassen, und bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, was genau mich dort jetzt erwarten würde. Im Verlauf des Tages fügten sich die wirren Teile aber doch zu einem unerwartet schlüssigen Ganzen zusammen:

Nightreign ist ein Koop-Roguelike, das in Sitzungen von etwa 30 bis 45 Minuten gespielt wird. Roguelike bedeutet in dem Fall: Ihr startet mit einem vorgefertigten Charakter und züchtet ihn im Verlauf des Runs hoch, mit Waffen, Talismanen und Levelaufstiegen.

Schafft ihr einen Run oder geht euer ganzes Team während eines Bosskampfes zu Boden, dann geht's heim in die Basis, und euer Charakter wird, bis auf eine Handvoll permanent freischaltbarer Boni, wieder zurückgesetzt.

Das Ziel ist es, am Ende jeder Partie einen großen Boss zu erschlagen, der vor Spielbeginn in der an die Tafelrundfeste erinnernden Basis ausgewählt wird. Von diesen sogenannten Nightlords gibt es acht Stück, genau, wie es acht spielbare Charaktere gibt.

Die Figuren unterscheiden sich dabei vor allem hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und Startwaffen. Rüstungen und Gewichtslimits existieren bei Nightreign aber nicht und jede Figur kann jede Waffe benutzen, die sie im Spiel findet.

Die Partien finden auf einer kleinen, offenen Karte namens Limvale statt, die wirkt, als wäre sie aus verschiedenen Teilen von Limgrave aus dem Hauptspiel zusammengesetzt. Da gibt es wie gewohnt kleine Dungeons, Dörfer und Festungen, Open-World-Bosse, Kirchen mit Heiltrank-Upgrades und auch wieder die Magiertürme, die mit einem kleinen Puzzle geöffnet werden.

Ein Keller mit Schatztruhen in Nightreign Quelle: From Software Ihr landet mit eurem Team an einem zufälligen Startpunkt - keine Sorge, nicht mit dem Battle Bus, sondern an Geisterfalken hängend - und habt dann einen Ingame-Tag lang Zeit, euch für den ersten Pflichtboss hochzurüsten. Das sind etwa 15 Minuten.

Schafft ihr es, den Obermotz zu plätten, beginnt der zweite Tag, an dem ihr euch auf den zweiten Pflichtboss vorbereitet, und wenn ihr auch den übersteht, dürft ihr direkt im Anschluss dem gewählten Nightlord entgegentreten.

Zu den Pflichtbossen werdet ihr von einem Feuerring gescheucht, der sich im Verlauf eines Tages mehrmals zuzieht und den spielbaren Bereich verkleinert, weil ihr permanent Schaden erleidet, während ihr in den lila-blauen Flammen steht.

Wegen dieses Zeitlimits ist gemütliches Erkunden also nicht drin, und ihr solltet sehr genau planen, was ihr in welcher Reihenfolge angeht, um eure Figur so schnell wie möglich so stark wie möglich zu machen.

Die Charakterprogression ist klassisch Elden Ring, aber extrem beschleunigt: Zu Beginn einer Runde seid ihr viel zu schwach, um einen Open-World-Boss effizient zu erschlagen, aber es dauert keine fünf Minuten, die nötigen Runen und neue Waffen von Standardgegnern zusammenzusammeln.

Zum Aufsteigen müsst ihr nur einen Ort der Gnade finden und einen Knopf drücken, woraufhin das Spiel eure Attribute automatisch erhöht. Die Faustregel: Haltet euch nirgends zu lange auf, haut ununterbrochen Gegner aus den Latschen und nehmt auf dem Weg alles mit, was ihr tragen könnt, damit ihr im besten Fall mit dem Maximallevel von 15 und hochwertigem Equipment vor dem Nightlord steht.

Optionale Bosse sind doppelt wertvoll, denn die verschaffen euch nicht nur massig Runen, sondern auch das beste Equipment und passive Boni, die euch das Leben leichter machen. Da gibt es etwa Effekte, die euch mehr i-frames beim Ausweichen verschaffen oder eure Teamkollegen mitheilen, wenn ihr euch einen Heiltrank hinter die Rüstung römert.

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