Dying Light 2: Diese Monster machen die postapokalyptische Open World unsicher!

Special David Benke
Dying Light 2: Diese Monster machen die postapokalyptische Open World unsicher!
Quelle: Techland

Mit Dying Light 2: Stay Human führen die Entwickler von Techland gleich noch ein paar neue Gegnertypen ein. Wir schauen uns im Special mal die verschiedenen Infizerten an, die euch in der Welt von Villedor erwarten, und erklären ihre Entstehungsgeschichte!

Wer auf rasante Parkour-Action gepaart mit blutigen Zombie-Keilereien steht, der sollte sich Dying Light 2 nicht entgehen lassen. Das Open-World-Abenteuer schlägt am 7. Dezember 2021, über drei Jahre nach seiner offiziellen Enthüllung, endlich auf PC, Playstation und Xbox auf. Bereits jetzt stellten die Macher von Techland aber schon ein paar der untoten Monster vor, die euch in der Spielwelt erwarten werden. Wir werfen in diesem Video mal ein Blick auf die furchteinflößendsten Infizierten und erklären, was es mit deren Hintergrundgeschichte eigentlich auf sich hat.

Dafür muss man natürlich erst einmal die Historie von Dying Light selbst beleuchten: Die beginnt im Jahr 2014 mit dem Ausbruch eines modifizierten Tollwut-Erregers in der türkischen Stadt Harran. Um den möglichst flott einzudämmen, griff die Regierung zu radikalen Mitteln: Es wurde eine Sperrzone errichtet, um den Infektionsherd vom Rest des Landes abzuriegeln. Als das nichts brachte, machte man Harran schließlich mit Luftwaffen dem Erdboden gleich. Das sorgte zumindest vorübergehend für etwas Ruhe. Bis der Virus 2023 aus einem Schweizer Militärlabor entkam. Dieses Mal gab es keine Rettung mehr: Bis Weihnachten desselben Jahres waren bereits 98 Prozent der Weltbevölkerung dem Virus erlegen. Die Erde war dem Untergang geweiht.

Nicht erpicht auf Licht

Dying Light 2 (jetzt kaufen 39,99 € ) spielt nun noch einmal ein paar Jahre später, anno 2036, in Villedor, der letzten Bastion der Menschheit. Die sieht sich nun gleich einer ganzen Armee an Untoten gegenüber, die nochmal deutlich gefährlicher daherkommt als damals in Harran. Das Konzept der Infizierten wurde für Dying Light 2 nämlich noch einmal kräftig aufgebohrt: Die Zombies verfügen nun über eine Art Lebenszyklus, sie machen über mehrere Wochen hinweg also eine fortlaufende Entwicklung durch: Die beginnt mit einem Biss. Danach folgen typische Krankheitssymptome wie Fieber und Unwohlsein.

Dying Light 2: Stay Human - Alle Infos zu den Infizierten und dem Harran-Virus. (2) Quelle: Techland Dying Light 2: Stay Human - Alle Infos zu den Infizierten und dem Harran-Virus. (2) Zu diesem Punkt kann der Prozess noch verlangsamt oder sogar pausiert werden, etwa durch eine Dosis Antizin oder eine Amputation des betroffenen Körperteils. Wie weit die Infektion fortgeschritten ist, lässt sich zudem mit Hilfe eines Biomarkers feststellen - eines Armbands, das eure Blutwerte überprüft. Wer nicht rechtzeitig auf einen Biss reagiert, erlaubt, dass sich die Krankheit weiter ausbreitet. Die Schmerzen nehmen zu, die Hirnfunktionen lassen nach, die Biologie des Betroffenen verändert sich zunehmend. Das Virus beeinträchtigt beispielsweise motorische oder sensorische Fähigkeiten. Der Körper wird immer mehr trieb- und instinktgesteuert. Aus dem Opfer wird eine blutdurstige Bestie.

Die erste Entwicklungsstufe, der sogenannte "Viral", zeigt noch vereinzelte Spuren von menschlichem Verhalten. Der "Biter" ist dann quasi schon das, was man als regulären Zombie kennt. Die Krönung der Evolution ist schließlich der Volatile - ein agiles, tödliches Monster, das über Hindernisse klettert und sogar schwerem Beschuss standhält. Schutz davor, gefressen zu werden, bietet dann eigentlich nur noch das Sonnenlicht. UV-Strahlung ist quasi der natürlich Feind der Infizierten. Das beeinflusst dann auch ihre Verhaltensweisen. Im Vorgänger waren die Zombies noch omnipräsent, nachts allerdings stärker. In Dying Light 2 durchlaufen sie nun so etwas wie einen Tag-Nacht-Rhythmus: Tagsüber verstecken sie sich in schattigen Gebäuden und ruhen sich für die Nacht aus. Verzieht sich das Sonnenlicht, quellen sie aus ihren sicheren Rückzugsorten in die Stadt hinaus, um auf die Jagd nach Frischfleisch zu gehen.

Totenstille

Dying Light 2: Stay Human - Alle Infos zu den Infizierten und dem Harran-Virus. (6) Quelle: Techland Dying Light 2: Stay Human - Alle Infos zu den Infizierten und dem Harran-Virus. (6) Das zieht gleich zwei Konsequenzen nach sich: Zum einen sind Straßen tagsüber nun etwas sicherer, auch wenn ihr immer noch auf versprengte, herumschlurfende Viecher treffen werden. Auf der anderen Seite sind Erkundungstouren in Gebäuden künftig deutlich gefährlicher. Wer sich unbedacht in eines der Infizierten-Nester hineinwagt, sich nicht leise und langsam bewegt, auf den wartet der sichere Tod. Ihr solltet also taktisch abwägen, wann ihr Wo seid und die Dark Zones nur mit gebotener Vorsicht durchstreifen.

Wie das geht, zeigte Techland bereits in seinem letzten Gameplay-Trailer: Hier ist Protagonist Aiden in einem verlassenen Krankenhaus unterwegs, in dem er neben diversen schlafenden Infizierten, den sogenannten Sleeping Beauties, auch auf einige besondere Infizierte trifft. Deren Mutationen sind auf einen Luftangriff auf Villedor zurückzuführen, mit dem die Ausbreitung des Virus verhindert werden sollte. Dabei wurde das gesamte Gebäude mit chemischen Waffen bombadiert. Dummerweise bewirkten die jedoch genau das Gegenteil: Sie beschleunigten nochmal das Wachstum und machten aus Patienten und Angestellten furchteinflößende, entstellte Kreaturen.

Einige davon kennen Serienveteranen bereits: den Demolisher etwa, einen Infizierten von beeindruckender Statur, der mit seinen Muskeln schwere Objekte durch die Gegend werfen oder mit einem Affenzahn auf euch zu rennen kann. Ebenfalls zu sehen bekamen wie einen Bomber, der sich selbst in die Luft sprengt und dabei alle Feinde in der Nähe mit in den Tod reißt. Oder einen Volatile, einen besonders schnellen nachtaktiven Vertreter mit kräftigen Armen und Unterkiefer.

Untot, mit Stil!

Dying Light 2: Stay Human - Alle Infos zu den Infizierten und dem Harran-Virus. (3) Quelle: Techland Dying Light 2: Stay Human - Alle Infos zu den Infizierten und dem Harran-Virus. (3) Auf der anderen Seite führt Dying Light 2 aber eben auch ein paar neue Monster ein. Da gäbe es beispielsweise den Revenant, aus dessen Rücken eine Art Wuchs entspringt, der aussieht, als habe man ihm ein paar versteinerte Flügel angepappt. Trotz seines eher langsamen und unbeholfenen Auftretens ist der Mutant ein äußert gefährlicher und tödlicher Zeitgenosse, verhält er sich doch deutlich cleverer als seine Artgenossen. Er stößt etwa eine Art giftigen Nebel aus, der andere Infizierte in der Umgebung bufft. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch der Howler, den die Macher gerne als eine Art Leuchtturm bezeichnen. Er stellt sich auf die Zehenspitzen, um große Areale zu überblicken. Kommt ihm dabei ein Mensch oder eine andere mögliche Gefahr unter die Augen, schlägt er laut Alarm und benachrichtigt so andere Infizierte.

Ja, und dann wäre da noch die Banshee, eine weibliche Infizierte - stilecht in zerrissenem Abendkleid und glitzerndem Goldschmuck, der mittlerweile in die Haut eingewachsen ist. Die Dame ist meistens kleiner und schmächtiger als männliche Monster, allerdings kein Stück weniger tödlich. Fehlende Stärke machen Banshees durch eine enorme Dynamik wieder wett. Sie bewegen sich schnell, unberechenbar und greifen besonders gerne von oben oder aus der Luft an. Dabei helfen ihr ihre überproportional großen Hände mit langen, messerscharfen und perfekt manikürten Klauen.

Zombie-Choreografie

Bei der Gestaltung der Infizierten haben sich die Macher übrigens von echten Krankheiten inspirieren lassen. Heißt: Die Monster verfügen beispielsweise über verhärtete und verkrustete Hautpartien, die eine Art organischen Panzer bilden. Sie sind übersät mit Verbrennungen und Narben. Oder sie stechen mit prall gefüllten, gelb leuchtenden Eiterblasen ins Auge, die als Schwachpunkte oder Warnsignale in der Dunkelheit dienen. Kurz gesagt: Die Viecher, denen ihr in Dying Light 2 die Köpfe spaltet, sind nicht nur potthässlich, sie haben alle auch einen ganz charakteristischen Look. Die Infizierten unterscheiden sich also nicht nur spielerisch, sondern auch optisch voneinander. Sie bewegen sich sogar auf ihre ganz individuelle Weise. Die Entwickler haben sich für ihre Zombies so etwas wie eine Choreographie ausgedacht, die dann durch Motion-Capture-Aufnahmen echter Darsteller zum Leben erweckt wird.

Ein Volatile schnüffelt etwa nach seiner Beute oder springt katzenhaft durch die Gegend. Eine Banshee hat mit ihren riesigen Pranken zu kämpfen, die ihr immer wieder in den Weg kommen. Hier und da bricht auch immer wieder mal etwas Menschliches in ihren Verhaltensweisen durch: etwa, wenn sie versuchen, euch nicht anzufallen oder sich in ihrem Körper sichtlich unwohl fühlen. Die Monster in Dying Light 2 sollen so nicht nur stumpfes Kanonenfutter sein, sondern sogar so etwas wie eine individuelle Persönlichkeit haben. Ein Grund mehr, auf den Release gespannt zu sein!
Dying Light 2: Stay Human - Alle Infos zu den Infizierten und dem Harran-Virus. (4) Quelle: Techland Dying Light 2: Stay Human - Alle Infos zu den Infizierten und dem Harran-Virus. (4) .

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