Dying Light 2 in der E3-Vorschau: Zombies, Parkour und schwere Entscheidungen
Special
Die Entwickler von Techland haben auf der E3 2018 ihr neues Projekt Dying Light 2 vorgestellt. Wir haben uns die Zombie-Apokalypse in einer ausführlichen Präsentation auf der Messe angeschaut. Dabei haben wir einiges über die Auswirkungen von Entscheidungen und vielfältigen Wege der sogenannten "Narrative Sandbox" erfahren.
Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Die Zivilisation ist zusammengebrochen und die Menschheit befindet sich in einem "modernen Mittelalter", wie es die Entwickler von Techland nennen. 15 Jahre nachdem die Menschen den Krieg gegen die Infizierten verloren haben, versuchen die wenigen Überlebenden langsam, wieder eine Gesellschaft aufzubauen. In Dying Light 2 (jetzt kaufen 39,99 € ) erlebt ihr dabei eine verzweigte Geschichte, die von Chris Avellone erschaffen wurde, der vor allem für Rollenspiel-Klassiker wie Baldur's Gate, Planescape Torment und Fallout 2 bekannt ist.
Die Entwickler bezeichnen ihr Spiel dabei als sogenannte "Narrative Sandbox". Der Spieler entscheidet das Schicksal einer verfallenden Metropole. Entscheidungen und Konsequenzen sind dabei ein zentrales Element, wie uns die Entwickler während einer Gameplay-Präsentation auf der E3 2018 gezeigt haben. Die Demo, die relativ zu Beginn des Spiels angesiedelt ist, zeigt den Protagonisten, der gerade erst in der Stadt angekommen ist, die als Kulisse des Spiels dient. Weil er sich mit der Fraktion der Peacekeeper gut stellen will, macht er sich auf die Suche nach einem verschwundenen Botschafter dieser Fraktion, der einen Wasserturm auskundschaften sollte.
Dying Edge 2
Mit geschickten Parkour-Bewegungen, die fast schon ein wenig an Mirror's Edge erinnern, arbeitet sich der Entwickler von Techland mit seinem Avatar durch die Straßen zu seinem Ziel vor. Da gerade helllichter Tag ist, sind auf den Straßen nur wenige Infizierte anzutreffen, die keine große
Quelle: Techland
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Gefahr darstellen. Menschliche Gegner versprechen da schon deutlich mehr Ärger. Um einer Gruppe Banditen aus dem Weg zu gehen, geht es durch ein Gebäude, ein sogenannter "Dark Place". An diesen Orten verharren die Infizierten während des Tages und warten auf die Dunkelheit. Entsprechend gefährlich ist es, sich durch einen solchen Ort zu schleichen.
Dem Protagonisten in unserer Demo gelingt das waghalsige Manöver, er bekommt es bald darauf aber doch mit einer Gruppe von Banditen zu tun. Diese ist gerade dabei, einen Laden zu plündern, den sie mit Hilfe von UV-Strahlern zugänglich gemacht haben. Im folgenden Kampf gilt es, geschickt gegnerischen Attacken auszuweichen und selbst gute Treffer zu landen. Als die Banditen jedoch Verstärkung rufen und unter anderem Bogenschützen auftauchen, heißt es die Beine in die Hand nehmen und die Flucht antreten.
Sagenhafter Ausblick
Kurze Zeit später erreichen die Entwickler ihr Ziel, den Wasserturm. Vom gesuchten Botschafter bisher keine Spur, also gilt es, den Turm zu erklimmen. Das geschieht in Form eines sogenannten Parcour-Puzzles. Bei diesem kommt es stark auf die Ausdauer des Spielercharakters an. Er hangelt sich und springt von Haltepunkt zu Haltepunkt und verbraucht dabei immer mehr Ausdauer je länger der Protagonist nur an seinen Händen hängt. Erst wenn er wieder festen Boden unter den Füßen hat, füllt sich die Ausdauer wieder auf. Um ungewollte Abstürze zu vermeiden, sollte das Vorgehen daher jeweils entsprechend sorgsam geplant werden.
Quelle: Techland
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Auf der obersten Ebene des Wasserturms angekommen, fällt uns zu allererst vor allem die fantastische Aussicht auf. Die Engine von Dying Light 2 zaubert hier eine atemberaubende Weitsicht auf den Bildschirm, mit der wir große Teile der Stadt überblicken können. Der Protagonist ist aber nicht hier, um die Szenerie zu genießen. Also geht es ins Innere des Turms, wo bereits zwei wenig vertrauenserweckende Gestalten warten. Diese geben auch direkt unumwunden zu, den Botschafter der Peacekeeper für seine Vorschläge für die Nutzung des Wasserturms mit einem Freiflug aus dem Fenster belohnt zu haben.
Im Gespräch mit den beiden Halunken werden im Dialograd zusätzliche Informationen erfragt und schließlich steht eine wichtige Entscheidung an. Hält der Protagonist an seinem Plan fest die Peacekeeper zu unterstützen oder schlägt er sich auf die Seite der beiden Botschafter-Mörder? Im ersteren Fall kommt es natürlich zum Kampf. Dabei bekommen wir einen brutalen Finisher sowie eine spektakuläre Parcour-Attacke zu sehen. Von dem was wir in der Demo gesehen haben, übersteigt der Gewaltgrad bisher allerdings nichts, was nicht andere Spiele wie The Last of Us 2 auch zeigen.
Quelle: Techland
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Die Folgen unserer Taten
Nun zeigen uns die Entwickler die Auswirkungen der Entscheidung, die einige Spielwochen später in der Umgebung sehr deutlich sichtbar werden. Haben wir uns entschieden, den Peacekeepern zu helfen, sehen wir nun die Truppen dieser Fraktion durch die Straßen patrouillieren. Auch visuell macht sich der Einzug der Friedenstruppe im Stadtbild bemerkbar. Durch die Sicherung des Zugangs zum Wasserturm steht genug Wasser für alle zur Verfügung. Der Spieler profitiert von kostenlosem Wasser, das ihn bei der Regeneration unterstützt. Allerdings regieren die Peacekeeper mit harter Hand und unterdrücken die Bevölkerung.
Zum Abschluss der Präsentation zeigen uns die Entwickler noch, was passiert wäre, hätte sich der Held gegen die Peacekeeper entschieden. Die Zivilisten leiden unter Durst und der Stadtbezirk wirkt deutlich verwahrloster. Die beiden Halunken aus dem Wasserturm verkaufen ihr Wasser für gutes Geld und das Geschäft läuft prächtig. Statt der Peacekeeper haben sich andere Gruppierungen, wie ein Schwarzmarkt, in der Umgebung niedergelassen. Außerdem verdient der Spieler kräftig am Wasserverkauf mit und hat sich so eine stetige Einnahmequelle gesichert.
Die Entscheidungen des Spielers sollen für jeden eine einzigartige Stadt erschaffen. Möglichkeiten gibt es viele, aber welche davon am Ende Erfolg versprechen und zum Überleben der Stadt führen, ist vorher nicht sicher. Wer möchte, kann die Abenteuer von Dying Light 2 übrigens auch im Koop mit bis zu vier Spielern erleben. Wann der Wiederaufbau der Zivilisation beginnt, steht bisher allerdings noch nicht fest.
