Dune: Spice Wars in der Vorschau: Viel mehr als Dune 2 - So spielt sich der Strategie-Mix
Special 34,99 €
Auch wenn sich viele Fans immer noch eine Rückkehr zu Dune 2 wünschen, wird Spice Wars ganz anders: Hier erwartet euch ein Mix aus klassischer 4X-Eroberung und Echtzeit-Strategie. Wir haben das Spiel schon bereits in Aktion erlebt - von Basisbau über Diplomatie, Kämpfe, Handel und Spionage erfahrt ihr hier alles, was über die Dune: Spice Wars wissen müsst.
Eine Hoffnung müssen wir euch gleich nehmen: Dune: Spice Wars wird kein neues Dune 2. Wer also ein schnelles, actionbetontes Command & Conquer in der Wüste erwartet, wird hier nicht fündig. Dune: Spice Wars hat mit den alten Westwood-Spielen ebenso wenig zu tun wie mit den drei Verfilmungen: Es gibt keine Panzer-Massenschlachten, keine eiterbeuligen Barone, keine Schallmodule, keine Zendaya und auch kein Haus Ordos. Aber was bekommen wir dann? Eine brandneue, eigenständige Interpretation der legendären Buchvorlage von Frank Herbert. Zuständig für das Projekt ist Shiro Games, die Schöpfer von Evoland 2 und der beliebten Strategie-Überraschung Northgard. Dune: Spice Wars geht allerdings in eine andere Richtung als das Wikinger-Siedler: Euch erwartet diesmal ein echtes 4X-Strategiespiel, in dem der offene Kampf nicht wichtiger ist als Forschung, Handel oder Diplomatie. Trotzdem wird das Spiel komplett in Echtzeit ablaufen, erwartet also keine klassische Rundenstrategie wie in Civilization oder Humankind. Wie sich das spielt, konnten wir uns in einer ersten Live-Präsentation anschauen. Hier erfahrt ihr alles, was ihr über Dune: Spice Wars wissen müsst. Außerdem haben wir unsere Eindrücke in einem Vorschau-Video zusammengefasst, in dem ihr euch selbst ein Bild vom Gameplay machen könnt, bevor das Spiel diesen Frühling in den Early Access startet.
Das Spice muss fließen
In diesem Artikel
Das Grundprinzip dürfte Dune-Kennern klar sein: Ihr müsst natürlich die Kontrolle über Arrakis erlangen und, was noch viel wichtiger ist, für eine reibungslose Spice-Produktion auf dem Wüstenplaneten sorgen. Zu Beginn wählt ihr euch dazu eines von mehreren Häusern. Bislang wurden - wenig überraschend- die noblen Atreides und die verschlagenen Harkonnen enthüllt. Zwei weitere Fraktionen sind zwar noch geheim, doch Herberts Roman wirft hier schon seinen Schatten voraus: Haus Corrino, die Bene Tleilax, Haus Vernius oder die Bene Gesserit sind alle denkbare Kandidaten. Hier muss sich allerdings noch zeigen, ob und wie stark die Entwickler von der Buchvorlage abweichen wollen.
Quelle: Funcom, Shiro Games
Städte wie Arrakeen könnt ihr mit Upgrades ein wenig erweitern. Alle anderen Gebäude werden frei in der Landschaft platziert.
Jede Fraktion verfügt über eigene Einheiten und Besonderheiten. Die Atreides dürfen zum Beispiel neutrale Dörfer friedlich annektieren und genießen diplomatische Vorteile. Die Harkonnen trumpfen dafür vor allem militärisch auf, können Gegner effektiv manipulieren oder hintergehen. Bei Spielstart müsst ihr euch außerdem zwei Berater aussuchen, die passive Boni liefern, mit denen ihr euren Spielstil weiter anpassen könnt. Als Herzog der Atreides könnt ihr zum Beispiel Gurney Halleck wählen, der euer Militär verbessert, oder ihr nehmt Duncan Idaho mit, der seine Stärken vor allem beim Expandieren ausspielt. Aufseiten der Harkonnen könnt ihr dagegen Pieter de Vries anheuern, den mächtigen Mentanten des Barons, der vor allem in der Spionage deutliche Vorteile liefert. Rabban dagegen liebt es, eroberte Völker auszuquetschen und so mehr Ressourcen zu gewinnen. Auch für den Kampf oder Diplomatie gibt es passende Berater - eure Wahl bestimmt, ob ihr einfach eure Kernstärken betont oder stattdessen lieber eine Schwäche in eurer Fraktion ausbügelt.
Quelle: Shiro Games
Dörfer könnt ihr mit Truppen erobern, die Atreides dürfen aber auch einen friedlichen Weg gehen.
Ruhm und Reichtum
Wie so viele 4X-Spiele beginnt auch Dune: Spice Wars (jetzt kaufen 34,99 € ) mit eurer Hauptstadt und einer Erkundungseinheit. Die Atreides starten zum Beispiel im gut gesicherten Arrakeen, das ihr im Spielverlauf noch mit mehreren Upgrades erweitern und ausbauen könnt. Doch bis es soweit ist, müsst ihr erst mal euer Gebiet erweitern und die Umgebung erkunden. Die gesamte Karte ist in kleine Sektoren unterteilt, die ihr nach und nach freilegen müsst. Dazu schickt ihr Ornithopter als fliegende Späher los, mit denen ihr Dörfer, Ruinen, Wracks, Rohstoffe und andere wichtige Orte auf der Map aufdeckt. (Schönes Detail: Ornithopter erkunden die Spielwelt auf Wunsch auch vollautomatisch). Wollt ihr ein Gebiet einnehmen, müsst ihr dazu erst mal das Dorf in dem Sektor kontrollieren. Das gelingt entweder mit Waffengewalt oder - wenn ihr die Atreides spielt - auch mit Überzeugungskraft: Wenn ihr ein Dorf friedlich annektiert, dauert das zwar länger, doch dafür müsst ihr eure Truppen keiner Gefahr aussetzen, außerdem werden die Verteidiger des Dorfes danach eurem Kommando unterstellt.
Quelle: Shiro Games
Die Spielwelt ist in Sektoren unterteilt.
Mit etwas Glück stoßt ihr schon bald auf ein wertvolles Spice-Vorkommen, das ihr euch sofort unter den Nagel reißen solltet - schließlich ist die Gewürzdroge euer wichtigstes Einkommen auf Arrakis. Um Spice zu fördern, müsst ihr erst eine Raffinerie bauen, die ihr wie in einem klassischen Echtzeit-Strategiespiel frei platzieren dürft. Anschließend wird euer Sammler aufs Gewürzfeld geflogen und beginnt mit der Ernte, von nun landet der Rohstoff regelmäßig in euren Silos.
Das Gewürz hat derzeit vor allem zwei Funktionen. Zum Einen müsst ihr regelmäßig einen Tribut an den Imperator Shaddam IV abdrücken, davon hängt euer politischer Stand ab. Denn nur wer regelmäßig Spice liefert, kann auf die Unterstützung der großen Häuser zählen. Kommt ihr mit den Zahlungen in Verzug, sinkt euer Ansehen im Landsraad und ihr werdet zur Zielscheibe - bis hin zu militärischen und politischen Vergeltungen. Die zweite Funktion von Spice wirkt da im Vergleich fast schon banal: Ihr müsst das Zeug auch zu Geld machen. Dazu könnt ihr die Droge automatisch bei der MAFEA-Handelsvereinigung gegen wertvolle Solari eintauschen. Diese Funktion ist so wichtig, dass es dafür sogar einen eigenen Schieberegler links oben im Interface gibt. Dort könnt ihr jederzeit Anpassungen vornehmen und je nach Bedarf mehr oder weniger Spice verhökern.
Quelle: Shiro Games
Mit Ornithoptern deckt ihr die Umgebung auf.
Gute Wirtschaft ist alles
Solari stellt eure wichtigste Geldressource dar, die ihr für alle möglichen Einkäufe, Bestechungen und Aufträge benötigt. Auch der Unterhalt eurer Truppen wird von diesem Konto bezahlt. Aber es gibt noch deutlich mehr auf Arrakis, was ihr sammeln, herstellen, tauschen oder erobern müsst. Zum Beispiel Plascrete, das ihr für Gebäude und wichtige Upgrades benötigt. Oder Ressourcen wie Mannstärke und Authorität, mit denen ihr neue Truppen kaufen und euer Reich ausdehnen könnt. Und natürlich ist da noch das kostbare Wasser entscheidend, das auf einer Wüstenwelt besonderen Stellenwert genießt. In Dune: Spice Wars braucht ihr es vor allem, um eroberte Siedlungen ruhigzustellen und Aufstände zu vermeiden. Es stellt also in gewisser Weise euren Stabilitätswert dar und soll euch, laut der Entwickler, vor allem in den ersten Stunden ganz schön ins Schwitzen bringen.
