Nach sechs Stunden auf Arrakis: So hart wird der Überlebenskampf in Dune Awakening

Special Vivien Ziermann
Nach sechs Stunden auf Arrakis: So hart wird der Überlebenskampf in Dune Awakening
Quelle: Funcom

Die Entwickler von Funcom haben uns nach Oslo eingeladen und wir durften mehrere Stunden auf Arrakis verbringen und uns einen ersten Eindruck von Dune Awakening machen.

Auf Mission in der Wüste

Die wertvollsten Ressourcen finden wir aber nicht einfach irgendwo hinter einem Felsen, sondern erhalten sie von NPCs, denen wir auf unserer Reise begegnen. Zwar ist der Wüstenplanet größtenteils wie ausgestorben, doch gibt es auf einigen Felsinseln mit Leben gefüllte Orte wie beispielsweise Handelsaußenposten zu entdecken. Dort erwarten uns zum Beispiel Händler und Lehrer, die verschiedene Aufträge für uns auf Lager haben. Alternativ finden wir im Außenposten auch eine Art Schwarzes Brett, an dem verschiedene Aufträge darauf warten, übernommen zu werden.

Die Quests, die wir ausprobieren konnten, waren allerdings alle relativ ähnlich aufgebaut. Wir bekommen an Punkt A den Auftrag, etwas zu Punkt B zu bringen oder abzuholen, um schließlich wieder an Punkt A zurückzukehren und die Belohnung zu kassieren. In der Regel warten am Zielort mehrere feindliche NPCs, die wir wahlweise im Nah- oder Fernkampf erledigen, um ans Ziel zu gelangen. Zurück beim Auftraggeber, erhalten wir neben der Ingame-Währung seltene Ressourcen als Quest-Belohnung oder schalten neue Skilltrees frei.

So praktisch die Belohnungen der Quests auch sind, sind die Aufträge selbst recht repetitiv. Der Ablauf ist meistens der gleiche, selbst die Basen der Gegner unterscheiden sich nur minimal, mit Ausnahme der Labore, die ein optisches Highlight darstellen. Was uns die verschiedenen Aufträge tatsächlich bescheren, sind ewig lange Laufwege. Und die sind in Dune ganz besonders lästig, da wir, sobald wir über offenen Sand gehen, regelmäßig stehen bleiben müssen, um keine Sandwürmer anzulocken. Ansonsten enden wir sehr schnell als Wurmfutter und müssen komplett ohne Ausrüstung noch einmal alles neu herstellen.

Dune Awakening Quelle: PC Games Damit verschenkt Dune Awakening viel Potenzial, die Erkundung des Planeten interessanter zu gestalten und Spieler durch neue Quest-Reihen länger bei der Stange zu halten. Die Haupt-Quest-Reihe ist zwar deutlich ansprechender gestaltet, dient aber besonders zu Beginn hauptsächlich als Tutorial. Auch, wenn es oft zu der Natur eines MMOs gehört, weniger Wert auf die Geschichte zu legen, bietet die Lore von Dune genügend Grundlagen, um Quests spannender und abwechslungsreicher zu gestalten.

Mit Waffen und Skills gegen die Bedrohungen auf Arrakis

Spannend und abwechslungsreich hingegen ist das Kampfsystem in Dune Awakening. Besonders viel Spaß hatten wir mit der Nahkampfmechanik. Zwar ist diese mit der Auswahl zwischen schneller Attacke, langsamer Attacke und Block recht simpel gehalten, doch lässt sie sich zugänglich und flüssig spielen. Die Fenster zum Blocken sind spielerfreundlich gesetzt und Fehler fallen angemessen ins Gewicht. Speziell bei Gegnern mit Schild wurde die ursprüngliche Dune-Lore perfekt umgesetzt. Denn wie in der Vorlage kann nur die langsame Klinge den Schild durchdringen. Wir müssen unsere Gegner also zunächst mit einer Reihe von schnellen Angriffen stunnen, um ihnen mit einem langsamen Angriff den Rest zu geben. Das macht auch beim Hundertsten Mal noch Spaß.

Die Fernkampfmechaniken lösten leider weniger Begeisterung aus. Mit unserer anfänglichen Waffe hatten wir keinerlei Trefferfeedback, sodass auch gezielte Kopfschüsse bei ungeschützten Gegnern mehrfach wiederholt werden mussten, bis sie schließlich zu Boden gingen. Es ist natürlich möglich, dass stärkere Waffen, die man später im Spiel erhält, diesbezüglich eine bessere Figur machen. Doch ausgehend von unserer Anspielzeit lassen die Fernkampfmechaniken sehr viel Luft nach oben.

Bildergalerie

Zusätzlich stehen uns im Kampf verschiedene Spezialfähigkeiten zur Verfügung, die sich abhängig von unserer anfangs gewählten Klasse unterscheiden. So kann der Schwertkämpfer für kurze Zeit Immunität vor Schusswaffen erhalten, um seine Gegner im Nahkampf zu erreichen oder die Bene Gesserit mit ihrer Stimme Gegner in der Nähe stunnen, um sie direkt zu erledigen. Die Spezialfähigkeiten fügen sich dabei nahtlos in das Gameplay ein und halten sich obendrein extrem nah an der ursprünglichen Lore.

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