Nach sechs Stunden auf Arrakis: So hart wird der Überlebenskampf in Dune Awakening

Special Vivien Ziermann
Nach sechs Stunden auf Arrakis: So hart wird der Überlebenskampf in Dune Awakening
Quelle: Funcom

Die Entwickler von Funcom haben uns nach Oslo eingeladen und wir durften mehrere Stunden auf Arrakis verbringen und uns einen ersten Eindruck von Dune Awakening machen.

Ein bekanntes Dune-Zitat lautet: "Eines Tages wird eine Legende geboren, die ganze Zivilisation hängt davon ab." In den Büchern und Filmen des Franchise ist allem Anschein nach Paul Atreides diese Legende, der Kwitsatz Haderach. Doch wie würde die Sci-Fi-Welt von Dune, in der es vor politischen Intrigen nur so wimmelt, aussehen, wenn Paul Atreides nie geboren worden wäre?

In genau diese alternative Zeitlinie wirft uns das kommende Survival-MMO Dune Awakening (jetzt kaufen 49,99 € ) des norwegischen Studios Funcom. In einer Welt ohne den Kwitsatz Haderach liegt es an uns, die Welt vor dem alles vernichtenden Krieg um die Herrschaft über das Spice zu retten. Wir durften dem norwegischen Team von Funcom im wahrscheinlich kältesten Land Europas einen Besuch abstatten, um im Rahmen eines Preview-Events die ersten Stunden im wohl heißesten Spiel des Jahres zu verbringen.

Gestrandet in den endlosen Weiten der Wüste

Ohne den Kwitsatz Haderach tobt auf Arrakis zwischen den Häusern Atreides und Harkonnen ein verheerender Krieg um die Herrschaft über das Spice. Die Fremen sind beinahe ausgelöscht und die Kämpfe haben ein unerbittliches Ausmaß erreicht. Jetzt liegt es an uns, auf dem ungastlichen Planeten zu überleben, eine Gilde zu gründen und das Schicksal der Welt zu verändern.

Wir starten als namenloser Gefangener in einem umfangreichen Charaktereditor. Neben der äußeren Erscheinung legen wir hier auch unsere Herkunft, den Stand und unsere vormalige Ausbildung fest. Diese Dinge haben Einfluss auf Dialogoptionen, Spielstil und Spezialfähigkeiten. Doch keine Sorge, wer sich anfangs noch nicht sicher ist, welche Klasse für ihn die Richtige ist, hat im Verlauf des Spiels die Möglichkeit, bei entsprechenden Lehrern auch die Talentbäume der anderen Klassen freizuschalten.

Dune Awakening Quelle: PC Games Nachdem unser Gefangenentransport beschossen wurde, landen wir unsanft auf dem Planeten und müssen direkt um unser Leben rennen, denn der Absturz hat einen der überall auf Arrakis lebenden Sandwürmer angelockt. Doch damit nicht genug, müssen wir uns außerdem vor der grellen Sonne in Acht nehmen, die uns andernfalls jegliches Leben aus dem Leib brennen würde. Alles auf Arrakis trachtet uns nach dem Leben, von der indigenen Flora und Fauna über die Wetterverhältnisse bis hin zu den Menschen, die sich auf dem Planeten niedergelassen haben. Ein perfekter Ausgangspunkt für ein richtig gutes Survival-Spiel.

Überleben auf Arrakis

Wie in Survival-Spielen üblich, müssen wir zunächst jede Menge Ressourcen sammeln und eine Basis errichten. Anders als bei den meisten Genre-Vertretern ist in Dune Awakening, passend zur Lore, nicht Nahrung, sondern Wasser die wichtigste Ressource. Zunächst können wir von Pflanzen trinken, die wir hin und wieder an Felsinseln oder in Höhlen finden. Diese geben allerdings nur wenig Wasser ab, gerade genug, um zu überleben.

Übrigens: Die Entwickler dachten anfangs darüber nach, zusätzlich ein Hungersystem einzuführen, entschieden sich aber schlussendlich dagegen, um die Spieler, gerade zu Spielbeginn, nicht zu überfordern. Sobald wir also eine Basis errichtet haben, sollten wir uns so schnell wie möglich einen Blutbeutel craften, um das Blut unserer Feinde in wertvolles Wasser umzuwandeln.

Dune Awakening Quelle: PC Games Das Errichten der Basis läuft ausschließlich über das Construction Tool. Mit Blaupausen können wir unsere komplette Basis ganz nach unseren Wünschen gestalten und anschließend mit den entsprechenden Materialien aufbauen. Allerdings gestaltet sich das Ausfüllen der Blaupausen oft als schwierig, da ein Bauelement ausgewählt sein muss, um ein anderes ausfüllen zu können und so unweigerlich unerwünschte Platzierungen entstehen. Außerdem werden die verschiedenen Funktionen des Construction Tools nicht erklärt, sodass es schnell passieren kann, dass man aus Versehen zwischen Bauen und Abreißen wechselt, und das Baumenü ist leider unübersichtlich unterteilt. Dieser Part könnte deutlich nutzerfreundlicher gestaltet sein.

Sobald wir unsere Basis errichtet und mit allerlei Geräten zur Herstellung ausgestattet haben, heißt es wieder sammeln, sammeln, sammeln. Das Grinden, das zum Survival-Genre nun mal dazu gehört, wird in Dune jedoch schnell lästig. Natürlich brauchen wir die Ressourcen, um weiterzukommen, doch ein wirkliches Fortschrittsgefühl stellt sich nicht ein. Wo wir in anderen Survival-Spielen nach einer Stunde des Sammelns und Verwertens von Ressourcen die Resultate unserer Arbeit bewundern dürfen, sei es durch eine hübschere Basis oder praktische Gegenstände wie eine Trinkflasche, bleibt dieses befriedigende Gefühl in Dune zumindest in der Anspielversion noch aus.

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