Dune Awakening geht derzeit bei Steam durch die Decke, aber verstehen kann ich das nicht!

Kolumne Michael Grünwald
Dune Awakening geht derzeit bei Steam durch die Decke, aber verstehen kann ich das nicht!
Quelle: Funcom | Bildmontage PC Games

Fast 200.000 gleichzeitige Spieler in Dune Awakening sollten eigentlich für sich sprechen, mich macht der Grind im Survival-MMO aber wahnsinnig!

Potenzial ist da

Dabei finde ich den Einstieg vielversprechend: Die Story erzählt mir eine alternative Handlung im Vergleich zu Büchern und Filmen. Wäre die Geschichte nicht in ein äußerst umständliches Survival-MMO verpackt, hätte ich daran allerdings deutlich mehr Interesse und Spaß.

Spielerzahlen und Bewertungen geben Entwickler Funcom aber derzeit Recht. Es scheint so, als würden Dune Awakening und ich einfach nicht zusammenpassen, obwohl ich das Survival-Genre doch an sich echt gerne mag - und vom MMO-Aspekt bleibe ich anscheinend unfreiwillig eh verschont.

Kämpfe zwischen Spielern und NPCs Quelle: Funcom Was ich allerdings trotz allem sagen muss: Ein paar Kleinigkeiten gefallen mir wirklich gut. Das Minispiel, bei dem ich Rohstoffe abbaue etwa, oder auch mitanzusehen, wie Hilfsmittel in den Maschinen hergestellt werden.

Bis zum Sandwurm-Vorfall fand ich auch die meisten Survival-Mechaniken super. Einen Anzug herstellen, der auf Knopfdruck ein wenig meinen Durst stillt, oder wenn's mal zu heiß wird, ein schattiges Plätzchen zum Abkühlen suchen. Das hat schon was!

Außerdem kann ich das Blut meiner besiegten Gegner abzapfen und in meiner Basis in Wasser umwandeln. Das hört sich eventuell martialisch an, ist aber in der Welt von Arrakis überlebensnotwendig. Ich hätte mir daher eher ein reines Koop-Survival-Spiel mit einer spannenden Story gewünscht.

Leute trinken und unterhalten sich in einer Bar Quelle: Funcom

Kurze Höhepunkte

Ein paar von den Missionen sind nämlich auch ziemlich cool. Gerade die Abschnitte nach dem Inhalieren von Spice sind anders, abgedreht und machen daher einiges her. Aber auch das Infiltrieren mancher zerstörter Einrichtungen ist aufgrund des plötzlichen Setting-Wechsels spannend.

Wenn ich auf einmal in einer ehemaligen botanischen Teststation gegen infizierte Menschen kämpfen muss, dann holt mich das mehr ab als die hundertste Schießerei in der Wüste mit immer gleich aussehenden Banditen. Davon hätte ich gerne mehr und dafür weniger langweiligen Grind. Aber ich stehe mit meiner Meinung wohl relativ alleine da, das zeigen eben die momentanen Spielerzahlen.

Ich bin sehr gespannt, ob sich Dune Awakening ähnlich lange wie Conan Exiles halten kann oder die Spieler nach dem ersten Ansturm doch recht schnell die Lust verlieren. Es wird vermutlich auch auf das Ausarbeiten des Endgames ankommen, das werde ich aber nie sehen, weil die Quälerei tue ich mir sicher nicht an.

Kampf gegen NPCs Quelle: Funcom Insgesamt finde ich es dennoch schade, dass ich so gar nicht in das Spiel komme. Der Soundtrack ist fantastisch, die Begegnungen mit den Würmern sind atmosphärisch und manchmal erinnert mich der Titel an No Man's Sky. Das wiederum mag ich deutlich mehr, obwohl es hin und wieder auch umständlich ist.

Nach den ersten Tagen werde ich Dune Awakening erstmal links liegen lassen, weiter beobachten und wer weiß, vielleicht komme ich nach einigen Updates doch nochmal zurück. Spielwelt und Geschichte an sich reizen mich ja schon, aber ich möchte einfach mehr erleben und weniger gestresst werden!

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