Dreadnought: Ausführlich gespielt: Team-Deathmatch und Elimination-Modus mit Video
Special
Yager Development, die Schöpfer des Ego-Shooters Spec Ops: The Line, zeigen mit Dreadnought, das sie auf große Raumschiffe stehen und Kämpfe wie in Battlestar Galactica lieben. Wir durften einen Tag lang ausgiebig mit den Entwicklern über ihr Projekt plaudern. Dazu konnten wir ausgiebig den Team-Deathmatch- und den neuen Elimination-Modus ausprobieren. Unsere Eindrücke schildern wir in diesem Special.
Wir sind zu Besuch beim Berliner Entwicklerstudio Yager Development, um uns deren Raumschiff-Action-Spiel Dreadnought genauer anzuschauen: Fette Raumschiffschlachten im Battlestar-Stil, AAA-Spielqualität und ein Free2Play-Konzept ohne Kostenfalle der Marke "Pay to win" – all das soll Dreadnought bieten. Das klingt einfach zu verlockend, daher waren wir sehr neugierig, mit welchen Zutaten die Entwickler diese Ziele erreichen wollen. Abseits von streng marktwirtschaftlich bestimmtem Publisher-Druck basteln rund 35 begeisterte Science-Fiction-Fans an ihrem Wunschtraum:
In diesem Artikel
"Wir möchten mit Dreadnought ein Spiel schaffen, in dem ihr euch wie ein Raumschiffcaptain eurer Wahl fühlt, wie ein Han Solo in seinem Millennium Falcon oder wie Commander Adama auf dem Battlestar Galactica", erläutert uns Game Director Peter Holzapfel zur Einführung. Mit Grey Box fand das Yager-Team schließlich auch einen passenden Publisher für ihr Projekt. Grey Box veröffentlichte zuletzt das Echtzeitstrategiespiel Grey Goo. Unsere Eindrücke zu Dreadnought basieren auf der Pre-Alpha-Version, die das Team auch bei der Pax East und -South vorstellte. Für den Elimination-Modus konnten wir zusätzlich einen aktuellen Build spielen, an dem das Team gerade arbeitete.
Multiplayertaktik
Quelle: Yager
Dreadnought: Teamplay stellt ein Schlüsselelement zum Sieg in den zwar langsam ablaufenden aber dennoch actiongeladenen Gefechten dar.
Der Spielkern in Dreadnought besteht aus einem Free2Play-Konzept, das auf spannende Mehrspielerpartien mit dicken Raumschiffen aufbaut. Die Schlachten sind für Teamgrößen 5-gegen-5-Spieler optimiert. Kleinere Matches sind zwar auch möglich, allerdings kann dies auf den groß geratenen Maps dazu führen, dass sich die Spieler eher aus dem Weg gehen oder auf dem Schlachtfeld nicht finden. Producer Mark Liebold meint dazu: "Das Zusammenspiel und die Synergieeffekte der verschiedenen Klassen bilden einen wichtigen Bestandteil in Dreadnought und das funktioniert im Modus 5vs5 am besten."
Sobald eine Partie per Matchmaking-System zustande kommt, entscheidet ihr euch für eine von fünf spielbaren Schiffsklassen. Korvette, taktischer Kreuzer, Zerstörer, Artillerie-Schiff und Dreadnought stehen dabei zur Wahl. Jeder Schiffstyp besitzt eine spezifische Bewaffnung und unterschiedliche Fertigkeiten, die sich auf die Spielweise auswirken. Die Gefechte finden im Weltraum und auf Planetenoberflächen statt – präzise Taktik und Synergie-Effekte der einzelnen Klassen sind dabei entscheidend, der Spielverlauf erinnert an Seegefechte mit trägen Kriegsschiffen.
Dreadnought exklusiv gespielt
Team-Deathmatch zum Einstieg
Um einen Eindruck vom aktuellen Gameplay zu bekommen, bestreiten wir zusammen mit einigen Entwicklern und Test-Spielern zunächst etliche Partien im Team-Deathmatch. Die Steuerung der Schiffe ist eingängig, mit den Tasten W-A-S-D bewegen wir uns durch die Levels, mit Umschalt- und Leertaste sinkt oder steigt unser Schiff. Die Zifferntasten 1 bis 4 bestimmen die gewünschte Fertigkeit und per mittlerer Maustaste rufen wir das Energiemanagement auf, mit dem sich Schutzschilde aktivieren, Geschwindigkeit erhöhen und Stärke der Waffen beeinflussen lassen. Da der Energievorrat begrenzt ist, kommt es hier auf den richtigen Zeitpunkt für den Einsatz an. Mithilfe von schnell einblendbaren Icons lassen sich Team-Befehle anzeigen. Eine rote Faust zum Beispiel symbolisiert den Teamkollegen einen fokussierten Angriff auf ein Ziel. Grüne Icons über dem Fadenkreuz hingegen geben euch an, dass ihr die entsprechenden Skills eures Schiffs einsetzen am gerade gewählten Ziel einsetzen könnt. Da eingesetzte Fertigkeiten einem Cooldown unterliegen, kommt es auch hierbei auf ein gutes Händchen in Sachen Timing an.
Dreadnought: Beim Studiobesuch in Berlin konnten wir zahlreiche Mehrspielerpartien im Team-Deathmatch- und Elimination-Modus bestreiten. Unser Fazit: Man fühlt sich rasch wie in Battlestar Galactica. Das Spielerlebnis ist prima!
Die Gefechte offenbaren in null Komma nix enorme taktische Tiefe und trotz der behäbigen Bewegung der schweren Raumschiffe passiert ständig eine Menge auf dem Bildschirm: Ein feindlicher Dreadnought schickt uns gerade eine tödliche Raketensalve entgegen, es gilt, im richtigen Moment ausreichend Energie parat zu haben, um die Schilde zu aktivieren. Eine getarnte Korvette taucht plötzlich unter uns auf und versucht, uns aus einem toten Winkel heraus zu piesacken. Wir fordern schnell Unterstützung durch unsere taktischen Kreuzer an, die über Reparatur-Laser verfügen und so unser Artillerieschiff am Leben erhalten. Jedes einzelne Match gestaltet sich anders und es macht ungeheuren Spaß, im Team mit den verschiedenen Fertigkeiten und Eigenschaften der Schiffe zu experimentieren und neue Taktiken auszutüfteln.
