Dragon's Dogma 2 gespielt: Die Rückkehr eines wunderbar "anderen" Rollenspiels!
Special 58,49 €
Capcom beschert einem seiner größten Geheimtipps endlich den verdienten Nachfolger - und wir haben ihn erstmals gespielt! In der Vorschau erfahrt ihr, was Dragon's Dogma eigentlich auszeichnet und ob der zweite Teil die gleichen Qualitäten mitbringt!
Capcoms Open-World-Abenteuer Dragon's Dogma gilt unter Rollenspiel-Enthusiasten bis heute als echter Geheimtipp, denn unter seinem fast schon übertrieben westlichen Fantasy-Anstrich stecken Features und wilde Ideen, die man so in keinem anderen RPG bekommt. Statt vorgefertigter Party-Mitglieder mit eigenen Geschichten haben wir etwa die KI-gesteuerten Vasallen an unserer Seite, die wir über ein eigens dafür gefertigtes Online-Netzwerk von anderen Spielern ausleihen. Die Vasallen helfen uns in den actionreichen Kämpfen, wo wir die Feinde mit Devil-May-Cry-ähnlichen Nahkampfangriffen, Magie oder Bögen angreifen, die mit entsprechenden Fähigkeiten auch wie eine Shotgun oder ein Sniper-Gewehr funktionieren können.
Um die Schwachstellen großer Feinde ins Visier zu nehmen, dürfen wir außerdem kurzerhand auf sie raufklettern - aber Vorsicht: Handelt es sich bei unserem Ziel um einen Drachen oder Greif, dann kann es schon mal passieren, dass er mit uns auf dem Rücken abhebt und wir irgendwo in der Pampa landen, wenn wir den Halt verlieren. Und haben wir eigentlich schon erwähnt, dass sich kleinere Lebewesen und andere NPCs aufheben und durch die Gegend tragen (oder werfen) lassen?
Neues Modell, Originalteile
Ihr seht schon: Bei Dragon's Dogma wird das "Action" in "Action-Rollenspiel" großgeschrieben. Auch die Story ist sehr ... eigen. Unserer Spielfigur wird zu Beginn buchstäblich das Herz von einem Drachen gestohlen, der gleichzeitig der Bote des Weltuntergangs ist, und wir ziehen los, um es uns zurückzuholen - aber nicht, ohne zwischendurch dem Herzog die Frau auszuspannen und dafür im Gefängnis zu landen. Ihr fragt euch jetzt vielleicht, warum wir so viel über den elf Jahre alten ersten Teil reden, wenn's doch eigentlich um Dragon's Dogma 2 (jetzt kaufen 26,00 € / 58,49 € ) geht.
Das hat aber einen guten Grund, am grundsätzlichen Spielablauf hat sich im neuen Abenteuer nämlich nichts geändert und auch das, was wir bisher von der Story gesehen haben, wirkt sehr vertraut. Unser Erweckter wurde wieder vom roten Drachen Grigori seines Herzens beraubt und verfügt nun über eine besondere Verbindung zu den mysteriösen Vasallen, von denen er einen eigenen und zwei "ausgeliehene" mitnehmen darf.
Quelle: Capcom
Eine eigene Figur durften wir bei unserer Session leider noch nicht erstellen. Capcom wollte uns auch noch nicht sagen, ob Gewicht, Größe und Geschlecht des Charakters auch diesmal wieder eine Rolle spielen. In Teil eins konnten korpulente Charaktere etwa mehr im Inventar tragen, kleine Figuren durften sich in Geheimgänge zwängen und je nach Geschlecht wurden wir von bestimmten Feinden bevorzugt oder auch mal gar nicht angegriffen.
Zwei Welten, zwei Kulturen
Eine neue Option gibt es aber, denn Dragon's Dogma 2 spielt in einer anderen und deutlich größeren Welt als sein Vorgänger. Und hier existiert neben den Menschen noch eine zusätzliche Rasse, die Biestren. Die erinnern an die Khajiit, also die Katzenmenschen aus dem Elder-Scrolls-Universum, und können sowohl gespielt als auch als Vasallen mitgenommen werden. Die beiden Rassen haben ihre eigenen Ländereien in der Welt, die wir natürlich auch bereisen dürfen. Während Vermund, das Land der Menschen, von Wäldern und Flüssen geprägt ist, ist in der Biestren-Nation Battahl alles schroff, felsig und zerklüftet.
Quelle: Capcom
Selbst ansehen konnten wir uns diesmal aber nur das Land der Menschen. Und obwohl wir eine frühe PS5-Version spielten, die optisch wegen der Auflösungsskalierung teils noch recht unscharf daherkam, können wir schon von einem gewaltigen grafischen Fortschritt zum ersten Teil sprechen. Wie bei vielen modernen Capcom-Titeln kommt die RE Engine zum Einsatz und sorgt für ein kontrastreiches, plastisches Bild. Lauschige Waldumgebungen und Städte sind mit deutlich mehr Vegetation und Details ausgeschmückt, als noch die etwas kargen Landschaften in Teil eins, die kleinen und großen Monster sehen beeindruckender aus und die Effekte sind knalliger.
Die Trennung von Dolch und Bogen
Von den insgesamt vier Grundklassen, hier "Laufbahnen" genannt, konnten wir schon drei ausprobieren. Da gibt es wie gehabt den Krieger und den Magier, den Streicher aus dem Vorgänger hat Capcom aber nun in zwei Laufbahnen aufgeteilt - der Streicher konnte sowohl einen Bogen als auch zwei Dolche benutzen und war wegen seiner Vielseitigkeit die mit Abstand spaßigste Startoption. Nun gibt's den Bogenschützen und den Dieb als separate Klassen. Kombinationslaufbahnen sind natürlich auch wieder an Bord, von denen konnten wir uns aber noch nicht selbst überzeugen.
Wir starten als Bogenschützin und sollen in ein Dorf aufbrechen, das von dem Drachen abgefackelt wurde, der auch unser Herz stibitzt hat. Wir versuchen, uns zwischen den Felsen und Flüssen einen Weg hoch zu unserem Ziel zu bahnen und stellen dabei fest, dass wir wieder von Seemonstern angeknabbert werden, wenn wir zu tief ins Wasser gehen. Schwimmen kann der Erweckte also immer noch nicht.
Deswegen ist es extra wichtig, sich die Geographie des Landes einzuprägen, denn über Karte liegt zu Beginn ein Fog of War und wir können zwar hier und da klettern, aber nicht jede beliebige Felswand hoch. Zudem scheint auch Dragon's Dogma 2 ein Spiel zu sein, das seine Open World nicht als riesige, weite Fläche aufbaut, sondern mit kleineren Zonen, die über Pfade miteinander verbunden sind.
Auf dem Weg werden wir immer wieder von Goblinhorden überfallen, die sich im dichten Unterholz verstecken. Zu Beginn hatten wir noch Schwierigkeiten mit der voll beladenen und etwas trägen Controllersteuerung, denn unsere Bogenschützin spielt sich anders als gewohnt. Bei Dragon's Dogma 1 wechselten wir als Schütze effektiv in einen flotten Third-Person-Shooter und mussten per Fadenkreuz zielen, in Teil zwei ist das optional auch möglich, aber standarmäßig visieren wir Gegner automatisch an.
