Chibi-Design, schnelle Kämpfe und Auto-Battles. Dragon Quest 7 Reimagined weiß mit einigen Komfortfunktionen zu überzeugen.
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Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass das Spiel eine ganz neue Generation von JRPG-Fans erreichen will. Gleichermaßen werden aber auch alteingesessene Fans abgeholt. Reimagined setzt auf einen puppenartigen Chibi-Look und geht damit einen auffällig anderen Weg als noch die HD-2D-Remakes. Das ist aber wohl eher der Tatsache geschuldet, dass das Original in die 32-Bit-Ära fällt - da kommt man nicht um neumodellierte Figuren herum.
Quelle: PC Games
Damals wie heute hat Prinz Gisma ein sehr markantes Design.
Nichtsdestotrotz holt die Neuauflage auch Fans des Originals ab. Die ganze Welt und die Charaktere sehen nun deutlich lebendiger aus. Im Grunde genauso, wie manch einer das Spiel von der PS1 im Kopf hat. Bei Square Enix hat man gut verstanden, welche Stellschrauben gedreht werden müssen und welche Features gut funktioniert haben.
Auf der Overworld läuft man auch weiterhin mit dem Team über eine komprimierte Ansicht der Insel und sieht Städte, Tempel und Monster hervorgehoben. Der namenlose Held sieht nun etwas kindlicher aus, was dem Charakter aber keinen Abbruch tut - ganz im Gegenteil. Prinz Gisma sieht einen Ticken blöder aus, aber auch das ist gar nicht so verkehrt.
Quelle: PC Games
Unterwegs treffen die drei Freunde immer neue Weggefährten.
Nur schade, dass dadurch die damals markanten Charakterdesigns Akira Toriyamas etwas verloren gehen. Immerhin sieht man das den Gegnern aber weiterhin an. Was heute mehr stimmt als noch vor über 20 Jahren: Dragon Quest 7 sieht jetzt nach einem spielbaren Anime-Abenteuer aus.
Anime-Abenteuer ohne Filler-Arc
Die neuen Kämpfe in Dragon Quest 7 Reimagined werden bei einigen Spielern wohl zur Glaubensfrage. Wer möchte, kann die Neuauflage genauso spielen wie das Original - sollte dann aber haufenweise Zeit einplanen. Square Enix setzt weiterhin auf rundenbasierte Kämpfe. Alles andere wäre auch ein Skandal! Doch vielleicht muss sich der ein oder andere Hardcore-Fan im Jahr 2026 auch eingestehen, dass sie echt langsam sind. Dafür wird im Aufeinandertreffen mit Schleim und Co. eine Vorspuloption geboten.
Quelle: PC Games
Mit der Auto-Battle-Funktion können Kämpfe deutlich beschleunigt werden.
Endlich kann die Pokémon-emulierende Generation, die den Speed-Up-Button entdeckt hat, auch in den Genuss von nativ beschleunigten Kämpfen kommen! Und für noch faulere Kämpfer gibt es sogar eine Auto-Funktion. Vorbei also die Zeiten, in denen man sich mühselig durch verschiedene Attacken probieren musste, nur um dann ständig die gleiche einzusetzen.
Doch da hören die Bequemlichkeiten noch nicht auf. Die Gegner haben zwar immer noch keine Lebensleiste, aber durch unterschiedlich farbige Namen wird nun signalisiert, dass die Gegner bald abdanken. Und auch einige Items lösen Automatismen aus, wodurch unser Team sich gut und gerne mal selbst heilt.
Story genießen oder Herausforderungen stellen
Die zentrale Frage, die sich Spieler stellen sollten, ist, wie man Dragon Quest erleben möchte. Wer die volle Herausforderung sucht, der steigt in einem höheren Schwierigkeitsgrad ein und wird merken, dass die Kämpfe ziemlich knackig und die Gegner der Overworld aggressiver sind.
Quelle: PC Games
Kämpfe werden an die Schauplätze der Umgebung angepasst.
Wer sich lieber der Story und den vielen kleinen Geschichten widmen möchte, kann de facto ganz viel Spiel erleben, ohne wirklich zu spielen. Das fängt beim leichtesten Schwierigkeitsgrad an, auf dem Kämpfe kein Problem sind. Kombiniert mit der Kampfautomatik auf höchster Geschwindigkeit und dem Autoscroll in den Dialogen, kann man sich entspannt zurücklehnen und sich nur noch um das Mindeste kümmern - also von A nach B laufen.
Emotionale Geschichten und repetitive Dungeons
Wie erwähnt, ist Dragon Quest 7 im Kern eine Sammlung verschiedener Geschichten, die auf einzelnen Inseln in der Vergangenheit spielen. In der Regel wird die Geschichte dann mit dem Wiederauftauchen in der Gegenwart und einem kurzen Besuch beendet. Doch die Geschichten haben es in sich. Auch wenn die eigentlich immer gleich ablaufen.
