Dragon Quest 7 Reimagined zeigt sich als überraschend modernes JRPG, das klassische Kurzgeschichten mit neuen Komfortfunktionen verbindet und sowohl Fans als auch Einsteigern einen leichten Start bietet.
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Wohl kaum eine Videospielreihe erfährt aktuell so viele Neuauflagen wie Dragon Quest. Mit Dragon Quest 7 Reimagined treibt Square Enix das Prinzip auf ein neues Level. Immerhin ist die neue Fassung mittlerweile schon das zweite Remake des Klassikers aus dem Jahr 2000. Das ist aber auch bitter nötig. Denn nach wenigen Stunden können wir schon sagen: Dragon Quest 7 Reimagined könnte das perfekte JRPG für Neulinge und Fans von putzigen Kurzgeschichten werden.
Märchensammlung statt langer Heldengeschichte
Schaut man sich die elf Hauptspiele der Dragon-Quest-Reihe an, fällt auf: Teil sieben sticht ein wenig heraus. Nicht etwa wegen spannender Mechaniken oder bahnbrechender Story-Highlights, viel eher, weil es ein sehr unkonventionelles JRPG ist. Statt einer langatmigen Geschichte voller Nebenquests, Grind und elendiger Laufwege ist Teil sieben eine Sammlung kleinerer Geschichten.
Eine Reise durch Raum und Zeit
Als namenloser Fischerjunge erkunden wir mit unseren Freunden die große, weite Welt. Durch das Zusammenfügen von mysteriösen Steintafeln reisen wir durch Portale in Raum und Zeit umher, um zu erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Anfangs befinden wir uns nämlich nur auf einer kleinen Insel, die wohl der einzige bewohnte Ort auf der Welt ist.
Schnell stellen wir also fest, dass ein unheilvolles Ereignis dafür gesorgt hat, dass die anderen Inseln verschwanden. Eine wunderbare Mechanik, um die vielen kleinen Geschichten zu verpacken. Jede Insel erzählt eine eigene Story, die uns auf eine Reise mitnimmt. Wie umfangreich die nun im Remake sind, können wir noch nicht genau sagen, aber zumindest hatten sie in der früheren Neuauflage auf dem Nintendo 3DS schon eine ausgewogene Länge.
Quelle: Square Enix
In Dörfern zeigt der neue, puppenartige Look sein ganzes Potenzial.
Straffung für eine neue Generation von Spielern
An der Stelle sei aber auch gesagt, dass Dragon Quest 7 Reimagined (jetzt kaufen 55,85 € ) ordentlich gestrafft wurde. Auch hier konnten wir noch keinen perfekten Einblick bekommen, um das genau zu beurteilen, es ist aber ein logischer Schritt. Immerhin ist das allgemeine Spielverhalten im Jahr 2025 ganz anders als noch zu PS1-Zeiten - die Änderungen passen zudem auch in das Gesamtbild des Spiels. Das, was wir sehen konnten, macht nämlich Lust auf mehr! Es kam in keinem unserer Ausflüge Langeweile auf. Und selbst die Wege in und um die Dungeons waren nie zu ausschweifend.
Schon auf den ersten Blick fällt auf: Dieses Spiel möchte eine ganz neue Generation von JRPG-Fans erreichen. Statt auf Pixellook, wie in den HD-2D-Remakes, wird hier auf einen puppenartigen Chibi-Look gesetzt. Das kennt man so auch in etwa vom Remake von The Legend of Zelda: Link's Awakening auf der Nintendo Switch. Eine logische Entscheidung, denn immerhin hatte das Spiel auf der Playstation 1 3D-Sprites - ein 2D-Look wäre also undenkbar. Die Frage war nur, wie man die Figuren in eine optimale Form gießt.
Quelle: Square Enix
Zwischensequenzen sehen wie eine Mischung aus Anime und Puppenspiel aus - das passt zu den Geschichten!
Ein spielbares Anime-Abenteuer
Die Optik macht ordentlich was her und passt sehr schön zum klassischen Dragon-Quest-Stil. Dafür hat man bei Square Enix aber auch investiert: Alle Hauptcharaktere wurden als Puppen gebaut und später per 3D-Scan in das Spiel integriert. Das zeigt sich vor allem in den Zwischensequenzen. Die laufen nicht nur butterweich, sondern schauen sich wie ein kleiner Anime - das passt perfekt zu den kleinen Kurzgeschichten.
