Dragon Age: The Veilguard - Die Entwickler von Bioware haben uns die erste intensive Spielstunde gezeigt

Special Matthias Dammes
Dragon Age: The Veilguard - Die Entwickler von Bioware haben uns die erste intensive Spielstunde gezeigt
Quelle: Electronic Arts

Im Rahmen des Summer Game Fest haben wir uns bei Bioware eine Präsentation der ersten intensiven Spielstunde von Dragon Age: The Veilguard angeschaut.

Die Gefährten

Im Fokus des bereits angesprochenen Trailers standen die sieben Begleiter, die sich im Verlauf des Spiels unserem Abenteuer anschließen. Zwei davon konnten wir bereits in der Preview-Session kennenlernen. Als Erstes schließen wir uns mit Lace Harding zusammen, der ehemaligen Späherin der Inquisition, die auch bereits dem Team von Varrics Suche nach Solas angehört.

Der Fan-Liebling vieler Inquisition-Spieler wird dieses Mal ein vollwertiger Begleiter mit eigener Romanze und allem, was dazugehört. Hier geht auf jeden Fall ein Traum für viele Fans in Erfüllung.

Apropos Romanze: Die Entwickler haben für Dragon Age: The Veilguard nach eigener Aussage noch mehr Aufwand in die individuelle Ausarbeitung der verschiedenen Gefährten gelegt. Man hat sich daher bewusst für ein kleineres Ensemble als im Vorgänger entschieden, diese sieben Charaktere dafür aber noch tiefgründiger gestaltet.

Ihre Persönlichkeiten und ihre Motivationen sollen umfangreicher und einzigartiger sein. Wir sollen im Spielverlauf auch deutlich mehr persönlichere Geschichten, die eng mit den einzelnen Begleitern verknüpft sind, erleben.

Viel konnten wir davon in der ersten Spielstunde natürlich noch nicht sehen. Trotzdem hat uns gefallen, wie die zweite Begleiterin, der wir während der Vorführung begegnen, gleich merklich eine neue Dynamik in die Abenteurergruppe bringt. Nach ungefähr der Hälfte unserer Demo schließt sich uns Neve an, eine Magierin mit einem selbstbewussten Modebewusstsein und einer hervorragenden Spürnase.

Sie hat sich in der Gesellschaft von Minrathous nämlich einen Namen als ausgezeichnete Detektivin gemacht. Kein Wunder, dass Varric ihre Dienste aufsucht, um dem schwer zu findenden Solas auf die Spur zu kommen.

Die sieben Gefährten des Spiels sitzen um einen Tisch herum. Quelle: Electronic Arts

Der Spagat aus Action und Taktik

Als Gegner bekommen wir während der Einführung mit den Venatori und Dämonen erst einmal primär bekannte Feinde zu Gesicht. Das Kampfsystem beschreibt Corinne Busche mit den Worten "du kontrollierst alles". Das heißt, der Spieler löst selbstständig alles aus, was sein Charakter machen soll.

Leichte und schwere Angriffe, Ausweichen, Blocken, Parieren, das ganze Programm. Wie sich das genau spielt, können wir aber natürlich bislang nicht sagen, ohne selbst Hand angelegt zu haben. Aufgefallen ist uns jedoch, dass die Kamera sehr nah am Geschehen ist.

Die taktische Komponente, die seit jeher zu Dragon Age dazugehört, soll aber nicht zu kurz kommen. Per Tastendruck lässt sich ein Aktionsrad aufrufen, das ähnlich funktioniert, wie man es aus Mass Effect kennt.

Solange das Rad offen ist, pausiert das Kampfgeschehen, und zwar komplett. Wir haben in diesem Modus also ausreichend Zeit, um uns Informationen über unsere Gegner einzuholen und Befehle zu erteilen. Nicht nur an unseren Helden, sondern auch an die beiden Begleiter in unserer Party.

Deren Skills sind nämlich auch in diesem Aktionsrad abrufbar. Das soll besonders wichtig werden, weil sich dieses Mal die Angriffe und Fähigkeiten verschiedener Charaktere miteinander kombinieren lassen. Wie das genau aussieht, konnten uns die Entwickler allerdings nicht zeigen, da wir ja die erste Stunde des Spiels gesehen haben und so früh im Spiel noch keiner über entsprechende Skills verfügte.

Die Gruppe soll nicht nur bei offensiven Aktionen zusammen agieren, sondern sich auch gegenseitig unterstützen. So wurde etwa ein Fan-Wunsch umgesetzt und die Heilmagie wieder zurückgebracht, nachdem in Inquisition vollständig auf Heiltränke als Lebensretter gesetzt wurde. Neu ist jetzt zudem, dass jede Klasse von Haus aus einen Basis-Fernkampfangriff hat.

Während Magier naturgemäß ohnehin meist aus der Ferne angreifen, können Schurken auf einen Bogen zurückgreifen, während Krieger ihr Schild als Wurfgeschoss missbrauchen können.

Die Heldengruppe in einer überwachsenen Elfenruine Quelle: Electronic Arts

Entscheidungen, Entscheidungen

Wie gut unsere Gruppe im Kampf zusammenwirkt, hängt dieses Mal aber nicht nur von unseren spielerischen Fähigkeiten ab. All unsere Aktionen im Spiel haben Auswirkungen auf unser Ansehen bei den Begleitern.

Das bestimmt nicht nur unsere Beziehung zu diesen Charakteren, sondern hat direkten Einfluss auf das Zusammenspiel im Kampf. Je höher die Zustimmung ist, umso mehr kann nämlich in einen speziellen Talentbaum nur für den entsprechenden Begleiter investiert werden.

Entscheidungen spielen also wieder eine wichtige Rolle im Spiel. In den Dialogen begegnet uns daher wieder das bekannte Dialograd, in dem wir Antwortmöglichkeiten in verschiedenen Emotionslagen auswählen oder wichtige Entscheidungen in die eine oder andere Richtung auswählen. So haben wir insgesamt sehr viele Elemente gesehen, die uns in einem Dragon Age wichtig sind.

Es gibt spannende neue oder auch zurückkehrende Ideen. Die Zutaten sind also sehr vielversprechend. Ob am Ende aber auch das Gericht in seiner Komposition stimmt, lässt sich nach dem kurzen bisherigen Einblick bisher nicht wirklich sagen.

Fazit

Ein Dragon Age, das versucht den Spagat aus bekannten Elementen und neuen Impulsen zu gehen. Ob die Übung ohne Verletzung gelingt, muss sich erst noch zeigen.

Dragon Age: The Veilguard wird von Bioware entwickelt und von Electronic Arts vertrieben. Das Rollenspiel soll gegen Ende 2024 für PC, Playstation und Xbox Series S/X erscheinen. Transparenzhinweis: Das besprochene Material wurde uns von EA und Bioware im Rahmen des Summer Game Fest vorgeführt.

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