Dragon Age: The Veilguard - Die Entwickler von Bioware haben uns die erste intensive Spielstunde gezeigt
Special
Im Rahmen des Summer Game Fest haben wir uns bei Bioware eine Präsentation der ersten intensiven Spielstunde von Dragon Age: The Veilguard angeschaut.
Auf diesen Tag haben Dragon-Age-Fans seit vielen Jahren gewartet. Endlich gibt es handfeste Informationen zum vierten Teil Dragon Age: Dreadwolf. Ach nein, Moment. Das Spiel heißt ja jetzt Dragon Age: The Veilguard. Wenige Tage vor dem Summer Game Fest 2024 haben die Entwickler von Bioware in einem Blogpost nicht nur die Veröffentlichung von erstem Gameplay-Material angekündigt, sondern auch die Änderung des Namens bekannt gegeben.
Unserer Vorfreude hat das aber keinen Abbruch getan. Wir hatten die Gelegenheit vor der öffentlichen Präsentation im Rahmen des Summer Game Fest in Los Angeles einer rund einstündigen Vorstellung durch die Entwickler beizuwohnen. Dabei haben wir noch ein wenig mehr erfahren, als aus dem veröffentlichten Gameplay-Material hervorgeht. Alles dazu jetzt in der Vorschau.
Neuer Held für Thedas
Game Director Corinne Busche präsentierte uns die erste Stunde des Spiels, wie sie Spieler auch erleben werden, wenn das Rollenspiel im Herbst dieses Jahres erscheint. Entsprechend war das Erste, was wir zu Gesicht bekamen, der Charakter-Editor. Als Spieler schlüpfen wir in die Rolle von Rook, der jedoch serientypisch vollkommen frei gestaltet werden kann. Als Rassen stehen uns erneut die Menschen, Elfen, Zwerge und Qunari zur Verfügung.
Die eigentliche Charakteranpassung haben die Entwickler mit neuen Optionen aufgebohrt. So hat der Spieler jetzt erstmals in der Reihe auch Einfluss auf den Körperbau seines Helden.
Das bedeutet, dass auch verschiedenste Details unterhalb des Halses mit Reglern den eigenen Wünschen angepasst werden können. Wie Corinne Busche erklärt, wollte man sicherstellen, dass jeder Spieler einen Charakter erschaffen kann, in dem er sich wiederfindet, wenn er das möchte.
Quelle: Electronic Arts
Zur Erstellung des Helden gehört natürlich auch wieder die Klasse. Auch hier bleibt zunächst alles traditionell. Krieger, Schurke und Magier stehen zur Auswahl. Im weiteren Spielverlauf werden sich diese Klassen jedoch in drei teils ganz unterschiedliche Spezialisierungen weiterentwickeln können. Diese sollen sich in ihre Spielweise fundamental voneinander abheben.
Schließlich wird dann noch eine Hintergrundgeschichte für den Helden festgelegt. Sechs verschiedene Herkunftsgeschichten wird es geben, die jeweils mit einer der wichtigen Fraktionen des Spiels verknüpft sind. Dazu gehören bekannte Gruppierungen wie die grauen Wächter, aber auch vollkommen neue Fraktionen, die in der Story von The Veilguard eine wichtige Rolle spielen.
Anders als in Origins beginnt das Spiel für alle Backgrounds gleich. Stattdessen soll sich die Herkunft des Helden im normalen Verlauf des Spielers immer wieder auf Dialoge und Reaktionen von anderen Charakteren auswirken.
Jagd nach Solas
Seinen Anfang nimmt das Abenteuer rund zehn Jahre nach den Ereignissen von Dragon Age: Inquisition in Minrathous, der Hauptstadt des Tevinter Imperiums. Rook ist hier zusammen mit dem bekannten Zwerg Varric unterwegs, der offenbar bei dem Vorhaben den Dreadwolf Solas von seinem mörderischen Vorhaben abzubringen, die Führung übernommen hat.
Der Held des Spielers nimmt dabei zu Beginn des Spiels die Rolle von Varrics Stellvertreter ein. Wir spielen dieses Mal also jemanden, der bereits knietief in den Ereignissen der Weltgeschichte drinsteckt und nicht erst durch Zufall in die Geschehnisse stolpert, wie alle bisherigen Dragon-Age-Protagonisten.
So entspinnt sich in der uns gezeigten ersten Spielstunde auch ein intensiver Spieleinstieg, der sich irgendwie schon wie das vorweggenommene Finale anfühlt - und das alles, während das Spiel einem gerade erst einmal die Mechaniken näher bringt. Daher müssen wir auch schon so früh in der Story aufpassen, nicht zu viel zu verraten.
Denn schon in der Einführungsstunde passieren Dinge, die wir so nicht erwartet haben. Wir sind sehr gespannt, welche Story sich für das Rollenspiel daraus entwickelt.
Hübsch und Stilsicher
Die meiste Zeit spielt sich die uns vorgestellte Demo in den Straßen von Minrathous ab. Die Stadt der Magier wirkt sehr dicht, belebt und hat ganz klar seinen eigenen Charakter, der sie von anderen bisher in der Reihe besuchten Schauplätzen unterscheidet.
Am Auffälligsten dabei natürlich, dass in Tevinter Magie vollkommen offen für alles Mögliche genutzt wird. Sogar für magische Leuchtreklame an der Fassade diverser Geschäfte. Die Game-Direktorin erklärt, dass es den Entwicklern wichtig war, jedem Schauplatz sein einzigartiges Feeling zu verpassen.
Es soll in Dragon Age: The Veilguard (jetzt kaufen 79,99 € ) auch eine große Vielfalt an Schauplätzen geben, wie es sie in der Reihe bisher nicht gab. So verschlägt es uns unter anderem auch an Orte, die Fans schon lange einmal zu Gesicht bekommen wollten, wie die Wächter-Festung Weißhaupt und die Überreste des einstigen Elfenreichs von Arlathan.
Nach dem Trailer während des Xbox Showcase, der recht gemischte Gefühle bei den Fans bezüglich des Artstils ausgelöst hat, interessierte uns natürlich besonders, wie sich das Ganze im Spiel in Bewegung verhält. Nachdem, was wir bisher sehen konnten, unterscheidet sich der Stil im Spiel nicht so sehr von Inquisition, wie es der Trailer zunächst vermuten ließ.
Bildergalerie
Die Art und Weise, wie die Frostbite-Engine Umgebungen und Charaktere gezeichnet hat, ist der des Vorgängers doch ziemlich ähnlich. Natürlich hat sich die Technik zehn Jahre weiterentwickelt, was sich an der Qualität der optischen Darstellung bemerkbar macht. Sehr positiv sind uns vor allem die tollen Gesichtsanimationen aufgefallen.
