Dragon Age Inquisition Vorschau - Ausrüstung, Crafting, Kampfsystem und Technik

Special LordCrash

Das US-Spielemagazin GameInformer hat das Entwicklerstudio Bioware besucht und in seiner aktuellen Ausgabe viele neue Infos zu Dragon Age: Inquisition als Coverstory veröffentlicht. In einem umfangreichen Artikel werden die neuen Details zu Dragon Age: Inquisition zusammengefasst.

Kleider machen Leute - Ausrüstung und Crafting

Das zusammengekürzte Ausrüstungssystem von Dragon Age II war verglichen mit Dragon Age Origins ein weiterer Kritikpunkt vieler Fans. Bioware hat auf das Fanfeedback reagiert und ermöglicht es in Inquisition wieder, dass nicht nur die Ausrüstung des Heldes, sondern auch die der Begleiter austauschbar ist. So soll grundsätzlich jede Rüstung von jedem Belgeiter getragen werden können. Allerdings behält Bioware den aus Dragon Age II bekannten einzigartigen visuellen Style für jeden Begleiter bei, der diesen einzigartig und eindeutig erkennbar machen soll. Beim Anlegen einer Standardrüstung beispielsweise soll das Aussehen der Rüstung situationsgerecht auf jeden einzelnen Begleiter automatisch individuell angepasst werden. Cassandra trägt etwa von Beginn an eine Art Trenchcoat, unter dem die Rüstung halb versteckt ist. Legt man ihr eine stärkere Rüstung an, so wird dieser Look beibehalten und nur die Rüstung unter dem Trenchcoat entsprechend vertauscht, um ihre einzigartige Silhouette zu erhalten.

Für die Anpassung der eigenen Party steht nun auch ein erweitertes Craftingsytem zu Verfügung, mit dem sich statt auschließlich Tränke und Runen auch wieder Rüstungen und andere Ausrüstungsgegenstände herstellen lassen. Dabei wird ein komplett neues Konzept verfolgt. Crafting soll dem Spieler die Möglichkeit geben, nicht nur stärkere Ausrüstung zu erstellen, sondern auch den eigenen visuellen Look nach Belieben zu verändern. Auf der am höchsten ausgebauten Craftingstufe soll es etwa dem Spieler so später im Spiel möglich sein, das Design jeder beliebigen Rüstung, die er im Laufe des Spiels gefunden hat, mit aktuellen Werten zu verknüpfen, und so eine Rüstung herzustellen, die die eigenen Designpräferenzen mit den bestmöglichen Rüstungswerten verbindet. Damit ist es zum Beispiel auch möglich, die Rüstung, mit der der Spieler das Spiel beginnt, gegen Ende des Spiels mit aktuellen hochklassigen Rüstungswerten nachzubauen und dabei noch in der Farbe anzupassen.

Gib ihm Saures - das Kampfsystem

Das Kampfsytem ist wohl der Punkt des Spiels, bei dem man es nicht allen Spielertypen recht machen kann. Trotzdem versucht Bioware sowohl den Freunden actionlastiger Rollenspiele als auch den taktisch versierten "Old-School"-Rollenspielern gerecht zu werden. Generell kann das Kampfsystem von Dragon Age Inquisition laut Bioware irgendwo zwischen dem Kampfsystem von Dragon Age Origins und dem von Dragon Age II verordnet werden. Ziel des neuen Kampfsystems ist es, die taktische Tiefe eines Party-Rollenspiels mit der Geschwindigkeit und Reaktivität von Dragon Age II zu verknüpfen, was soviel heißt, als dass man einen Charakter direkt steuert und die anderen Befehlen folgen. Dabei sieht man den ausgewählten Charakter in einer 3rd person Perspektive und per Knopfdruck ausgeführte Befehle werden wie in einem Action-Rollenspiel direkt ausführt. Im Kampf kann man dabei zwischen allen Charakteren der Gruppe umschalten. Nicht selbst gesteuerten Begleitern lassen sich autmatisierte KI Befehlssätze zuweisen, die definieren, wie sie sich im Kampf verhalten sollen.

Ob es auch wieder eine isometrische Ansicht geben wird, die dem Spieler die Möglicheit gibt, das Geschehen aus größerer Entfernung zu beobachten und mehrere Charaktere gleichzeitig zu steuern, ist bisher nicht bekannt und Biwoare möchte dies bisher auch nicht kommentieren. Allerdings wurde bereits angekündigt, dass der PC-Version wieder eine größere Aufmerksamkeit zukommen und mit einer speziellen Maus+Tastatur-Steuerung angepasst werden soll. Dies lässt zumindest vermuten oder erhoffen, dass auf dem PC eventuell eine plattformexklusive isometrische Ansicht zur Partysteuerung auswählbar sein könnte.

Um das Kampfsystem in Dragon Age Inquisition wieder mehr taktische Tiefe zu geben, reduziert Bioware die Kampfgeschwindigkeit von Dragon Age II für Inquisition. Die größte Änderung im Kampf soll aber die neue Gegner-KI darstellen. Monster und andere Gegner sollen nun richtig in Gruppen zusammenarbeiten, spezielle Rollen in der Gruppe einnehmen und sich gegenseitig unterstützen. So können etwa Bogenschützen hinter Schildträgern in Stellung gehen. Außerdem sollen Feinde die Aktionen und Reaktionen des Spielers im Kampf lesen können und Entscheidungen treffen anhand von Cooldown-Zeiten des Spielers, seiner verbleibenden Gesundheit oder seiner Position auf dem Schlachtfeld. Die Gegner-KI soll sogar dazu in der Lage sein, wichtige strategische Punkte wie erhöhte oder geschütze Positionen zu erkennen und für sich zu nutzen. All das soll den Spieler dazu bringen, Prioritäten zu setzen und bestimmte Taktiken für verschiedene Gegnergruppen und -typen einzusetzen. Damit möchte Bioware auch einen weiteren Kritikpunkt der Fans an Dragon Age II beseitigen: Die bessere Gegner-KI und ein verbessertes Balancing sollen dazu führen, dass keine automatischen Verstärkungen, die aus dem Nichts erschienen, ins Kampfgeschehen eingreifen.

Für den Kampf stehen dem Spieler neue Skills, Spezialisierungen und Fähigkeiten zu Verfügung, die nun auch auf unterschiedliche Gegner unterschiedliche Auswirkungen haben können. So kann der Krieger eine Ketter werfen, die ein Monster zu Boden wirft und kurzzeitig unbeweglich macht, während sie einem Schildträger den Schild entreißt und ihm so seine Verteidigung nimmt. Wie die Gegnergruppen soll auch die Spielerparty zusammen arbeiten können und Fähigkeiten nutzen, die sich gegenseitig verstärken. So kann ein Dieb etwa einen Gegner von hinten vergiften, der daraufhin anfällig wird für magische Attacken.

Grundsätzlich möchte Bioware aber keinen Spieler zu einem gewissen Spielstil zwingen. Actionfreunde soll es möglich sein, das Spiel wie ein Action-RPG zu spielen, während Taktikfreunde auf ausgefeilte Taktiken und Gruppenspiel zurückgreifen können. Außerdem soll auch eine hybride Spielweise möglich sein, die beide Richtungen kombiniert.

Ohne Motor kein Vorankommen - die Technik

Wie alle anderen EA-Studios auch nutzt Bioware für Dragon Age Inquisition inzwischen den Frostbite 3-Grafikmotor von DICE. Quelle: Bioware Wie alle anderen EA-Studios auch nutzt Bioware für Dragon Age Inquisition inzwischen den Frostbite 3-Grafikmotor von DICE. Wie alle anderen EA-Studios auch nutzt Bioware für Dragon Age Inquisition inzwischen den Frostbite 3-Grafikmotor von DICE. Für Inquisition musste die Engine jedoch erst mal von FPS auf RPG angepasst werden. Mittels dieser Engine sind jetzt High-End-Umgebungen und Charaktere und weite Außenareale in Next-Gen-Grafik darstellbar.

Anders als in Battlefield soll die Engine nicht nur für die Zerstörung der Levelarchitektur genutzt werden, sondern im Umkehrschluss auch für den Aufbau neuer Strukturen. So kann zum Beispiel ein Magier eine defekte Brücke per Zauber reparieren, um dadurch vorher verschlossene Umgebungen begehbar zu machen. Oder ein verlassener Handelsposten in der Wüste kann zu einem Außenposten der Inquisition umfunktioniert werden. Laut Bioware sind viele verschiedene Beispiele denkbar, wie sowohl Zerstörung als auch Aufbau sinnvoll in Dragon Age Inqusitison genutzt werden können.

Dynamische Wettereffekte sollen in Dragon Age Inquisition nicht nur kosmetischer bzw. visueller Natur sein, sondern auch Einfluss auf das Gameplay haben. So soll anhaltender Regen die Gruppe verlangsamen und Kämpfe erschweren und bei Sandstürmen muss man sich sogar einen Unterschlupf suchen, um sich vor dem extremen Wetter zu schützen.

Die Infos zu Dragon Age Inquisition stammen von Game Informer und wurden im NeoGaf-Forum zusammengetragen.

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Bildergalerie

  1. Seite 1 Dragon Age Inquisition Vorschau - Spielcharakter, Inquisition und Open World
  2. Seite 2 Dragon Age Inquisition Vorschau - Choice & Consequence, Begleiter
  3. Seite 3 Dragon Age Inquisition Vorschau - Ausrüstung, Crafting, Kampfsystem und Technik
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