Doom: The Dark Ages wird eine Schlachtplatte der alten Schule, und zwar eine verdammt laute!

Special Stefan Wilhelm
Doom: The Dark Ages wird eine Schlachtplatte der alten Schule, und zwar eine verdammt laute!
Quelle: Bethesda

Mehr Dämonen, mehr Gemetzel, mehr Story: Das Mittelalter-Prequel zu Doom 2016 steht in den Startlöchern und ölt schon mal den Kettensägen-Schild. Wir haben alle neuen Infos für euch!

Metalldrache, Metall-Mech, Metallmusik

Weil größer aber bekanntermaßen immer besser ist, erfüllen uns die Entwickler in Doom: The Dark Ages (jetzt kaufen 79,99 € / 71,99 € ) noch den Wunsch, einen der riesigen Mechs, bei denen wir bisher nur gucken durften, auch mal anzufassen. Heißt: einsteigen und dann mit einer haushohen Gatling-Gun auf ähnlich große Dämonen feuern, oder sie mit stählernen Fäusten durch die nächste Hauswand boxen.

Dazu gesellt sich ein ähnlich schwer bewaffneter Drache, den wir selbst fliegen dürfen. Freies Ein- und Aussteigen wird wohl nicht möglich sein, aber die Abschnitte sollen auch kein schnödes Setpiece-Beiwerk sein, sondern ihr eigenes, ausgearbeitetes Gameplay mitbringen.

Stellt euch jetzt noch vor, dass während all der Action brachiales Metal-Gekloppe euer Trommelfell massiert, und ihr habt eine Machtfantasie, bei der wir ganz schön neidisch sind, dass sie bisher nur die Entwickler spielen durften.

Der Atlan-Mech. Quelle: Bethesda Nach Mick Gordons Zerwürfnis mit id Software ist es leider wenig überraschend, dass der Australier nicht zurückgekehrt ist, um den Soundtrack zu komponieren. Die Gruppe Finishing Move, die etwa schon an Borderlands 3 und The Callisto Protocol mitgearbeitet hat, scheint Dooms Klangteppich aber auch nicht komplett neu stricken zu wollen.

Das Spiel klingt genauso brutal und schnell, wie es aussieht - ein zum Leben erwachtes Heavy-Metal-Albumcover. Wir meinen aber, im Vergleich zu früheren Dooms mehr echte Instrumente und weniger Elektronik in der Musik zu hören. Die Entwickler wollen folgerichtig auch einen "mittelalterlichen Vibe" rüberbringen - damit dürfte dann aber eher etwas in Richtung Amon Amarth gemeint sein und nicht Hildegard von Blingin'.

Weniger Gehüpfe, mehr Geschichte

Es scheint sich nach unserem Ersteindruck also ganz hervorragend metzeln zu lassen in Doom: The Dark Ages, aber wie seine beiden Vorgänger will das Spiel uns auch mal Verschnaufpausen gönnen - wenn wir sie denn wollen. id Software setzt hier auf noch weitläufigere Levels, die nicht nur größere Dämonenarmeen, sondern auch viele Geheimnisse und Wege bereithalten. Das passt zur eher horizontalen Ausrichtung des Gameplays.

Jump-and-Run-Eskapaden der Marke Doom: Eternal haben wir bisher nicht gesehen, und wir erwarten auch keine. Trotzdem wird wieder Raum für flottes Movement geboten, und zwar mit dem Schild: Einmal in eine Wand oder den Körper eines Gegners geworfen, können wir darauf zuhechten, um ihn wieder einzusammeln, oder wir manipulieren mit ihm Objekte in der Umgebung zum Freischalten neuer Pfade.

Wir sollen uns frei entscheiden dürfen, wie schnell wir von Kampf zu Kampf preschen. Vermutlich verpassen fixe Slayer dann eben ein paar der Upgrades, die es natürlich auch im neuen Spiel gibt. Aus Doom 2016 und Eternal wissen wir: Es kann ganz schön dauern, zu den Secrets zu kommen, selbst, wenn sie bereits auf der Karte vermerkt sind.

Der reitbare Drache aus Doom: The Dark Ages. Quelle: Bethesda Womit sich die letzten Spiele dagegen kaum aufgehalten haben, war die Story. Es gab eine, keine Frage, aber selbst den Entwicklern war sie im Nachhinein zu sehr in sammelbare Kodex-Einträge ausgelagert.

Das soll sich in The Dark Ages ändern: "Packt die Geschichte in die Cutscenes" lautete die Devise, "und macht einen Sommer-Blockbuster draus". Es wird also mehr direktes Storytelling und auch einen festen Antagonisten für unseren Slayer geben, außerdem konzentriert sich id Software diesmal ganz auf die Kampagne und wagt keine Multiplayer-Experimente. Mehr wissen wir aber noch nicht.

Also, außer, dass wir jetzt nicht davon ausgehen, am Ende weinen zu müssen, weil uns das Schicksal des Typen in der Slayer-Rüstung so ans Herz gegangen ist.

Dafür weiß Doom nämlich viel zu genau, was es sein möchte: Ein brachiales Action-Fest, das Adrenalin ins Blut pumpt und sich kein bisschen dafür schämt, ein Videospiel zu sein. Ein altmodisches, lautes und brutales Videospiel, das wir jetzt bitte schnellstmöglich in die Finger bekommen wollen, denn es sieht nach einem Mordsspaß aus!

Fazit

Himmlisches Gemetzel gegen die Heerscharen der Hölle: Beim Anblick des neuen Doom lodert uns das Feuer in den Augen!

Doom: The Dark Ages erscheint am 15. Mai 2025 für PC, PS5 und Xbox Series. Auf PC und Xbox wird das Spiel direkt zum Release im Game Pass enthalten sein, es erfolgt aber auch eine ganz reguläre Veröffentlichung auf Steam. Für die gerade vorgestellte Nintendo Switch 2 wurde noch keine Portierung angekündigt, es wäre aber durchaus vorstellbar - immerhin haben Doom und Doom: Eternal bereits ihren Weg auf die erste Switch gefunden. Transparenzhinweis: Für diese Vorschau wurden wir von Bethesda zu einer Digitalpräsentation eingeladen.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk