Doom: The Dark Ages wird eine Schlachtplatte der alten Schule, und zwar eine verdammt laute!
Special
Mehr Dämonen, mehr Gemetzel, mehr Story: Das Mittelalter-Prequel zu Doom 2016 steht in den Startlöchern und ölt schon mal den Kettensägen-Schild. Wir haben alle neuen Infos für euch!
Bereitet eure Trommelfelle vor, denn bald kehrt der Doom-Slayer zurück, um uns wieder ordentlich was auf die Ohren zu geben - und den Dämonen, die es immer noch nicht besser wissen, ordentlich was auf die Mütze. Doom: The Dark Ages erscheint am 15. Mai 2025 und ist ein Prequel zu id Softwares gefeierten Doom-Soft-Reboots von 2016 und 2020. Wir konnten uns vorab eine Entwicklerpräsentation ansehen und liefern euch die neuen Infos!
Wie der Name verrät, geht es weit in der Zeit zurück: Statt auf Raumstationen und ferne Planeten verschlägt es uns ins finstere Mittelalter, und id Software hat einiges am Gameplay verändert, um dem neuen Setting gerecht zu werden. In Doom: Eternal sollten wir uns fühlen wie ein menschlicher Kampfjet, der am liebsten aus der Luft angreift, in The Dark Ages ist ein schwerer, stählerner Panzer das Kriegsgerät, mit dem die Entwickler ihr Spielgefühl beschreiben.
Zerhaue und zersäge, bis es vollbracht ist
Der Doom-Slayer soll wie ein Fels in der dämonischen Brandung stehen und nicht mehr so viel herumhüpfen müssen wie in seinem letzten Ausflug. Sein wichtigstes Werkzeug dafür ist ein martialischer Kettensägen-Schild, mit dem er Angriffe und Projektile blocken und bei gutem Timing sogar zurückschleudern kann.
The Dark Ages legt wieder größeren Fokus auf Kämpfe am Boden und auf Strafing, also das Laufen nach links und rechts, um Gegnern auszuweichen und sie anzuvisieren. Damit will id Software das Doom-Gameplay der 90er wieder aufleben lassen: Wir manövrieren uns durch den Kugelhagel, halten Ausschau nach Geschossen, die wir zurück an den Absender schicken können, und lassen währenddessen natürlich pausenlos unser eigenes Waffenarsenal rattern.
Die Menge der von den Entwicklern liebevoll als "Schafe" bezeichneten Kanonenfutter-Gegner wurde massiv nach oben geschraubt, damit sich die Dämonenflut auch wirklich wie eine anfühlt. Wie gehabt dienen sie uns vor allem als lebende Container für Gesundheitsitems und Munition, je nachdem, wie wir ihnen den Garaus machen.
Wo es Schafe gibt, sind "Wölfe" nicht weit. Damit sind die Elitedämonen gemeint, auf die wir uns im Getümmel besonders konzentrieren müssen. Auch da kommt der Schild ausgiebig zum Einsatz: Wir können Angriffe parieren, um die dicken Brocken und alle, die um sie herumstehen, zum Taumeln zu bringen, und ihnen dann mit Elektrofaust, Morgenstern oder Streitkolben das faulige Fleisch von den Knochen zu prügeln.
Oder zu schießen, das hier ist schließlich immer noch Doom, aber dazu kommen wir gleich.
Neue Möglichkeiten ...
Beim Gameplay sehen wir außerdem, dass der Schild vielseitig als Waffe einsetzbar ist: Wir können damit wie eine Abrissbirne durch die Dämonen pflügen oder Horden der kleineren Viecher mit einem gezielten Wurf zerteilen. Die dicken Brocken lassen sich eine Weile lang festhalten, während sich der Schild in ihre Körper sägt.
Verletzte Gegner zerfleischt der Doom-Slayer mit dem überarbeiteten Glory-Kill-System, das den Flow des Kampfes jetzt weniger unterbrechen soll, weil wir dafür nicht mehr in vorgebackenen Animationen gefangen werden. Wir hauen kurz und schmerzhaft den taumelnden Dämon aus den Latschen, ohne dafür unsere Position ändern zu müssen, und weiter geht's.
Alles in allem sieht das Gekloppe aus, als würde es Doom alle Ehre machen: Der Slayer ist die personifizierte Gewalt, und der Fokus auf geerdeten Nahkampf steht ihm, analog zum martialischen Setting, hervorragend. Und sein neues Cape erst!
... und alte Stärken
Wenig überraschend wird aber auch im mittelalterlichen Doom wieder ordentlich geballert, und die Schießeisen, die wir bisher gesehen haben, strahlen mächtig Charakter aus. Da gibt's etwa einen Schrapnellwerfer, der mit geschredderten Totenschädeln feuert und sich hervorragend dafür eignet, durch Heerscharen von Besessenen zu pflügen.
Oder ein Gleisbolzengewehr, das, untermalt von wuchtigen Hammerschlägen, Feinde an die Wand nagelt. Und, wie könnte man sie vergessen, die doppelläufige Super-Shotgun, die wir problemlos auch mit einer Hand nachladen können, während wir mit der anderen den Kettensägen-Schild in irgendeiner armen Seele versenken.
