Die erste Staffel ist im Kasten, hier lest ihr unser Fazit und unsere Wertung. Kann Dispatch die hohen Erwartungen, die in den ersten Folgen geweckt wurden, wirklich erfüllen?
Die Vorzeichen für Dispatch standen ungünstig: Das Spiel hat keinen finanzstarken Publisher, Superhelden gelten seit ein paar Jahren als abgenutzt - und Episoden-Adventures fristen schon lange ein Nischendasein.
Trotzdem hat AdHoc eisern an seinem Konzept festgehalten und Dispatch in acht Häppchen veröffentlicht. Dabei wurden immer zwei Folgen gemeinsam freigeschaltet, von der ersten bis zur letzten Episode vergingen so gerade mal drei Wochen.
Ein riskanter Plan, der aber voll aufgegangen ist: Schon nach 10 Tagen konnte AdHoc Studio eine Million verkaufte Spiele melden - damit übertrifft Dispatch sämtliche Erwartungen!
Auch auf Steam zeigt sich ein beeindruckendes Bild: Kurz nach dem Release des Staffelfinales waren 220.000 Spieler gleichzeitig eingeloggt - das sind Zahlen, bei denen selbst viele AAA-Spiele neidisch werden.
Doch auch wenn die Kassen bereits nach den ersten Episoden klingelten, hatte AdHoc immer noch eine Geschichte zu beenden. Und das ist ihnen gelungen.
In diesem Artikel
Das Ende von Dispatch: Ein würdiger Abschluss für die erste Staffel?
Adhoc Studios beendet die erste Staffel so, wie sie begonnen hat. Neue Erzählelemente oder Spielideen gibt es in den späteren Episoden zwar nicht mehr, doch dafür bleiben die Inszenierung und die Qualität der Dialoge auf erstklassigem Niveau. Gegen Ende wird es sogar noch einmal halbwegs dramatisch und vor allem: actionreich!
Das ist Fluch und Segen zugleich, denn während man einerseits ein toll präsentiertes Comic-Spektakel erlebt, in dem es richtig zur Sache geht, hat man als Spieler nur noch wenig zu tun. Wenn sich Helden und Schurken gut gelaunt auf die Zwölf geben, darf man zwar gelegentlich noch eine Taste für einen Quicktime-Event drücken, doch auf das Ergebnis wirkt sich das kaum aus.
Quelle: PC Games
Trotz ernster Momente ist Dispatch im Kern ein heiteres Spiel.
Ein paar spannende Wendungen und Entscheidungsmomente gibt es aber natürlich trotzdem. Und ein paar davon wirken sich tatsächlich auf das Ende aus! Die meisten entpuppten sich aber - wie schon bei Telltale - als Rauchgranaten. Ob man sich für Dialogoption A, B oder C entscheidet, spielt da nur selten eine Rolle. Die Geschichte verläuft größtenteils linear und steuert auf ein festgelegtes Ende hin.
Nur bei einer einzigen Figur werdet ihr die Folgen eurer Entscheidungen deutlich spüren: Wollt ihr das bestmögliche Ende erleben, müsst ihr nämlich nicht nur ganz bestimmte Dialogoptionen wählen, sondern den Charakter auch in den Strategie-Parts ausreichend hochleveln. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, nimmt die Geschichte ihren versöhnlichsten Ausgang.
Natürlich ist das Ende aber so gestaltet, dass man Dispatch problemlos weitererzählen kann. Umso besser! Denn wenn die Entwickler wirklich noch eine zweite Staffel produzieren, würde ich sie am liebsten heute schon kaufen.
Meinung
Was kostet Dispatch?
Dispatch ist für PC via Steam und PS5 erhältlich. Ihr zahlt für das komplette Erlebnis etwa 28 Euro auf dem PC, auf PS5 müsst ihr dagegen fast 40 Euro hinblättern. Die Spielzeit pro Episode liegt bei etwa 50 bis 60 Minuten
User-Wertungen und Metacritic: So gut schneidet Dispatch ab
Auf Metacritic hat Dispatch mittlerweile mehr als 30 Wertungen erhalten, und die sprechen eine deutliche Sprache: Hier konnte das Spiel einen erstklassigen Wertungsschnitt von 90 Punkten ergattern. Auch die User-Wertungen spiegeln das wider, auf Metacritic bei 91 Punkten, auf Steam sind es sogar schwindelerregende 97 Punkte. Transparenzhinweis: Für diesen Artikel hat uns der Entwickler eine Testversion zur Verfügung gestellt.
