Ein Meisterwerk der Arkane Studios - Dishonored im Retro-Check

Special Tobias Meyer
Carvo-Dishonored Key Art
Quelle: Bethesda

Dishonored setzte vor über einem Jahrzehnt neue Maßstäbe für Stealth-Actionspiele. Eine lineare Spielwelt mit unzähligen Freiheiten und Entscheidungsmöglichkeiten. Doch jede Entscheidung hat auch Folgen.

Jetzt aber zurück zum Hound Pits Pub. Es das Quartier der Kaisertreuen und unser neues Zuhause - unser Rückzugsort und der Ort, an dem Corvo die legendäre Maske zum Schutz seiner Identität erhält. Noch in der ersten Nacht ist es außerdem unser Portal in das Große Nichts. Der Ort, an dem wir auf den Outsider treffen. Eine Jahrtausende alte Gestalt, die die Menschen auf der Erde beobachtet und ihnen hin und wieder einen Teil seiner Kräfte gibt.

Corvos Maske Quelle: Technically Magic Effects Besonders in der deutschen Fassung überkommt uns sofort das Gefühl, Teil eines großen Spiels zu sein. Sein emotionsloser Blick, immer verschränkte Arme, dazu eine Attitüde, die ständig auf uns herabschauend wirkt. Das mag auch an der fantastischen Stimme von Kim Hasper liegen. Den kennen die meisten von euch sicherlich als deutsche Stimme von James Franco in den Spider-Man-Filmen oder aus Scrubs - Die Anfänger, wo er Zach Braff synchronisiert.

Ähnlich wie der Assistenzarzt aus der US-Sitcom scheint auch der Outsider mit der menschlichen Anatomie vertraut, denn neben einem Teleport-Zauber schenkt er uns noch "das Herz eines Lebenden".

Mit dem machen wir uns auf die Suche nach Runen und Artefakten, um unsere übermenschlichen Kräfte weiter zu verstärken. Wie weit man dabei geht, ist jedem Spieler selbst überlassen. Neben den Fähigkeiten wie Teleportation, Zeitverlangsamung und der Übernahme von Gegnern können auch allgemeine Werte wie Vitalität und Agilität verbessert werden.

Dialog Quelle: Computec Media AG Zurück in unserem Schlafgemach heißt es dann: Wir gegen die anderen. Oder doch eher ... ich gegen den Rest der Welt? Ähm ... oder ich ... lasse alle in Ruhe und kümmere mich nur um die wirklich bösen Jungs!?

Was erst einmal verwirrend klingt, ist gleichzeitig die große Besonderheit an Dishonored. Auf dem Weg die kleine Emily zu retten, ist es voll und ganz uns überlassen, wie wir das anstellen. Wir können unseren Rachegelüsten freien Lauf lassen und alles und jeden niedermetzeln, der uns in den Weg kommt. Egal, ob Feind oder unschuldiger Bürger. Oder wir verschonen die Unbeteiligten und lassen Gnade walten.

Dishonored bietet unzählige Wege, um an das Ziel zu kommen. Von tödlichen Attentaten bis hin zu pazifistischen Lösungen, die keinen Tropfen Blut erfordern. Hier spielen unmittelbar die zuvor erwähnten übernatürlichen Kräfte mit rein. Aber auch unsere Waffen, bestehend aus Schwert und Armbrust, können ein Kapitel beeinflussen. Entscheiden wir uns für Betäubungspfeile, um Gegner aus der Distanz zu eliminieren oder greifen wir doch zur Granate und lassen alles hochgehen?

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