Die Kühe sind los

Test

Die Disney Studios präsentieren ihren voraussichtlich letzten konventionell gefertigten Zeichentrick-Film

Die Kühe sind los In den Disney Studios war man schon länger daran interessiert, eine Komödie mit Westernthematik zu produzieren. 1999 kam Michael LeBash die zündende Idee. Drei Kuhdamen sollten die Hauptrollen in einer verwegenen Wild-West-Komödie besetzen: Die konservative Mrs. Caloway (der für die deutsche Synchro Christiane Hörbiger ihre Stimme lieh), die Draufgängerin Maggie (Hella von Sinnen) und die naive Grace (Marie Bäumer).

Auf der Farm "Patch of Heaven" von Witwe Pearl führen die Tiere ein unbekümmertes Dasein. Doch dann kommt Sheriff Brown mit einer Hiobsbotschaft auf das kleine Gut. Wenn Pearl nicht innerhalb von drei Tagen ihre Schulden von 750 Dollar bezahlt, wird der Hof zwangsversteigert. Ohne Zögern machen sich die drei resoluten Kuh-Damen auf, ihr Zuhause zu retten. Zusammen mit Buck (Benedikt Weber), dem tollpatschigen Pferd des Sheriffs, wollen sie den berüchtigten Viehdieb Alameda Slim (Hartmut Neugebauer) schnappen. Auf dessen Kopf ist eine Belohnung von 750 Dollar ausgesetzt ...

"Kuhle" Goodies

Bonusverliebte Disney-Fans werden von den angebotenen Standard-Extras etwas enttäuscht sein. Nichtsdestotrotz gibt es einige interessante Features zu entdecken. Dazu gehört neben dem amüsanten und aufschlussreichen Audiokommentar der Regisseure John Sanford und William Finn ein ca. 16-minütiger Blick hinter die Kulissen. Hier kommen viele Beteiligte, wie z.B. die Original-Sprecher, Regisseure, Produzenten und Zeichner zu Wort.

Wer sich die Zeit lieber mit interaktiven Spielchen vertreiben will, ist mit "Jodel-Memory" und der "Witz-Maschine" gut beraten. Nicht zu verachten sind auch die vier zusätzlichen Szenen (inkl. alternativer Anfang) mit einleitendem Kommentar des Regie-Duos.

Szenenvergleiche finden sich in der "Design-Galerie" (ca. 10 Min.), moderiert von Art-Director David Cutler und seiner Assistentin Cristy Maltese. Abgerundet werden die Specials vom Kurzfilm "Molkerei-Märchen: Die drei kleinen Schweinchen" (ca. 4 Min.).MN n

Fazit

Film-Check: Zeichentechnisch ist der Film kein Meisterwerk. Es wurde recht großflächig und reduziert gearbeitet. Dafür hält der Streifen mit Witz und Charme bei der Stange. Ein gutes Händchen bewies man bei der Auswahl der deutschen Synchronsprecher. Zum Brüllen komisch sind Hella von Sinnen als Maggie und die Klitschko-Brüder als Jungbullen.
DVD-Fazit: Mit dem Statement "Unser Ziel lautete: so viel Spaß wie möglich -- für uns und das Publikum" bringen es die beiden Regisseure John Sanford und William Finn auf den Punkt. Bei allen Disney-Liebhabern darf diese DVD nicht im Regal fehlen. Bild und Ton geben kaum Anlass zur Kritik und die Special Features sorgen für kurzweilige Unterhaltung.

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