Die Kinder des Monsieur Mathieu

Test

Märchenhafter Film über den Zauber der Musik mit stimmigen Bildern und adäquater tonaler Untermalung

In Frankreich war dieser Film wochenlang Platz 1 der Kinocharts und auch der Soundtrack erklomm den Spitzenplatz. Das Remake von "Der Nach-tigallenkäfig" aus dem Jahr 1945 erzählt die Geschichte des verkannten Komponisten Clément Mathieu (Gérard Jugnot), der Ende der 40er-Jahre eine Stelle als Aufseher in einem Jungen-Internat annimmt. Die dort herrschenden strengen Erziehungsmethoden des Direktors Rachin (François Berléand) wecken seinen Widerstandsgeist.

Nach und nach gewinnt Mathieu das Vertrauen und die Herzen seiner Schüler, indem er mit ihnen einen Chor gründet. Eines der Kinder verdient nach Mathieus Überzeugung ganz besondere Protektion: Pierre Morhange (Jean-Baptiste Maunier) ist mit einem engelsgleichen Gesicht und einer ebensolchen Stimme gesegnet -- und zu allem Überfluss hat er auch noch eine sehr attraktive Mutter (Marie Bunel) ...

Schüler und Lehrer

Bereits in "Der Club der toten Dichter" (1989) und "Mr. Bill" (1994) bemühten sich Robin Williams bzw. Danny DeVito als Lehrer, ihren Schülern mit unorthodoxen Methoden Selbstbewusstsein und Lebensfreude zu vermitteln. Diesmal nimmt anstatt von Literatur die Musik eine tragende Funktion ein. Komponist Bruno Coulais ("Die purpurnen Flüsse", 2000, "Die Nomaden der Lüfte", 2001), stellte den Chorgesang in den Vordergrund. Für die Lieder steuerte Regisseur Christophe Barratier, der Musik studiert hat, übrigens die Texte bei.

Als Produzenten fungierten Jacques Perrin und Arthur Cohn. Cohn, der als einziger Produzent bereits sechs "Oscars" gewonnen hat (u.a. für "Die Gärten der Finzi Contini", 1970) ist es auch, der die Zuschauer nach dem Einlegen der DVD persönlich begrüßt und zur Auswahl des Films beglückwünscht (ca. 4 Min.). Mit dem gebürtigen Schweizer findet sich weiterhin ein Interview (ca. 9 Min.), in dem er u.a. seine Überzeugung kundtut, dass das Geheimnis eines filmischen Erfolgs in erster Linie von der Qualität des Drehbuchs abhänge.

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